Fotomaterial und Bergtouren


Written by Alpin_Rise, 16 January 2008, 18h06. This page has been displayed 296 times.

Hallo Hikr-Fotografen,

  • Mit welchem Material fotografiert ihr in den Bergen? Empfehlungen?
  • Habt ihr Tricks und Tipps fürs Handling?
  • Wie transportiert und haltet ihr die Kamera griffbereit?

Bei der Wahl der richtigen Kamera für Aufnahmen während Bergtouren gerate ich immer wieder in einen Zielkonflikt. Einerseits möchte ich möglichst gute Aufnahmen in jeder Situation machen können, andererseits soll die Kamera kompakt, leicht und schnell griffbereit sein.
Gerade auf längeren und schwierigeren Touren liegts leider nicht immer drin, eine Spiegelreflex mit zu tragen, auszupacken, optimale Einstellungen zu finden und durch den Sucher den richtigen Bildauschnitt zu finden. Schon ist der Steinbock um die nächste Felsnase... Hingegen lässt sich mit einer Kompaktkamera auch schnell mal ein Schnappschuss der stiebenden Pulverabfahrt einfangen, wobei dann eben nur ein paar Aufnahmen von vielen brauchbar sind.

Gruss und scharfe Aufnhamen,

Alpin_Rise



Comments (10)


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Smaller Pro says:
Sent 17 January 2008, 14h13
Hoi,

Ich fotografiere mit einer Compactkamera Fuji Finepix Z1 und war eigentlich schon recht zufrieden. Seitdem ich bei hikr bin weiss ich allerdings, dass es wirklich bessere Kameras gibt als die praktischen Compactgeräte. Ich bin wirklich beeindruckt von der Qualität der Bilder, die man auf hikr findet. Die Farben, die Auflösung sind wirklich besser als bei meiner. Es ist wie Du schon sagst, aber auch relativ schwierig immer eine grosse Kamera dabei zu haben. Ich bin auch sehr viel mit dem Velo unterwegs und fürs Trikot sind die kleinen halt auch praktisch. Meiner Meinung nach kommt man nicht drum rum 2 Kameras zu haben. Ich bin auch grad am überlegen mir eine Kamera zu kaufen, mit der ich besser Aufnahmen und machen kann und vor allem alles manuel einstellen kann. Der Markt ist allerdings so gross, dass ich damit auch ein wenig überfordert bin.

Gruss, Christian

Roman Pro says: Schwierige Wahl
Sent 17 January 2008, 23h50
Hallo zusammen,

bisher hatte ich "nur" eine kleine kompakte Canon IXUS i Zoom. Da ich aber doch auch bessere Bilder machen möchte, habe ich mir nun noch eine digitale Spiegelreflex bestellt. Diese werde ich zwar auch nicht immer mit nehmen können, da sie einfach zu groß, zu schwer und evtl. auch die Umgebung zu gefährlich für das überleben der Kamera ist.
Zunächst hatte ich mit der Canon EOS 400D geliebäugelt. Ich habe mich aber nun für die Nikon D40x entschieden. Diese ist noch mal deutlich leichter und als Speicherkarten kann ich die vorhandenen SD-Karten verwenden. Starten werde ich vorläufig mal mit einem einfachen Objektiv mit einer Brennweite von 18-55mm und einer Lichtstärke von 1:3,5-5,6 ohne zusätzlichen Blitz.

Gruß
Roman

Gruefi Pro says: Spiegelreflex
Sent 18 January 2008, 06h19
Hallo zusammen,
Beim erwähnten Zielkonflikt habe ich mich für Qualität entschieden und bin bereit, dafür zu schleppen. Ich verwende eine Canon EOS 5D, mit dem Vorteil, dass ich alle alten Objektive ohne Brennweitenverlängerung weiterverwenden kann (Vollformat-Sensor). Wenn es schnell gehen muss, verwende ich häufig die AEB-Funktion, d.h. die Kamera macht 3 Aufnahmen, eine normal, eine etwas knapper, eine etwas reichlicher belichtet. Es kommt öfters vor, dass dann die "normale" gar nicht die "optimale" Aufnahme ist. Noch nicht gelöst habe das Problem, wie ich die Kamera am Körper fixiere. Beim Klettern knallt sie ab und zu gegen den Fels. Daran arbeite ich noch.
Gruss
Christoph

Alpin_Rise Pro says: RE:Spiegelreflex
Sent 18 January 2008, 12h13
Das tut weh - eine 5D gegen den Fels? Übersteht die Kamera das?

Früher hatte ich eine Pentax Optio S. Schön klein und gute Bildqualität für ihr Alter. Leider hat sie ein kleines Bad nicht überlebt.
Die Neue: Mit meiner Panasonic Lumix LX-1 bin ich bisher ziemlich zufrieden. Als Kompromiss zwischen Kompakt und DSRL gekauft. Sie bietet ein anständiges, lichtstarkes Leica-Objektiv, 4x Zoom und macht im Automatik-Modus zuweilen sehr gute Aufnahmen. Leider zeigt sie bei schlechten Lichtverhältnissen mit starkem Rauschen und im Weissabgleich einige Schwächen. Von der Grösse und vom Gewicht darf sie eigentlich auf jede Tour mit und in einer Tasche am Rucksack-Hüftgurt ist sie immer griffbereit.
Neuerdings hab ich mir eine D350 gekauft, ich muss im Handling und den Einstellungen allerdings noch ein wenig üben - auf grossen Kletter- und Skitouren wird sie jedoch zu Hause bleiben.

Man müsste wie die Profis fotografieren: Extra zum knipsen in die Berge und Fotos ausserhalb der Seilschaft schiessen. Da geh ich doch lieber wie gewohnt und mach ab und zu ein paar Schnappschüsse!

360 Pro says: nie ohne Spiegelreflex
Sent 18 January 2008, 16h31
Auf all meine Touren nehme ausschliesslich meine Spiegelreflex Kamera (Canon 30D) mit. Zwar schleppe ich so zusammen mit dem 70-300mm Zoom (welches auch immer dabei ist) mehr als 2.5 kg zusätzliches Gewicht mit mir herum, aber das ist es mir Wert. Viele Kompaktkameras machen zwar oft erstaunlich gute Aufnahmen, ich denke aber, dass man mit einer Spiegelreflex Kamera und dem gewissen Knowhow die Qualität der Kompaktkameras um einiges übertreffen kann. Dies hängt wohl damit zusammen, dass die SLR in der Regel einen viel grösseren Bildsensor und natürlich eine leistungsfähigere Optik hat. Die Spielgelreflexkamera bietet mir auch wesentlich mehr Funktionen optimale Einstellungen zu finden. Mein Tele verfügt über einen sogenannten Bildstabilisator (Image Stabilizer), welcher enorm hilft die Bilder auch ohne Stativ weniger zu verwackeln. Der Unterschied zu einem Tele (oder auch anderen Objektiven) ohne solch einen Bildstabilisator ist frappant! Ich kann damit auch gut eine Aufnahme bei schlechteren Lichtverhältnissen mit längeren Belichtungszeiten "von Hand" halten.

Wenn es schnell gehen muss, benutze ich die vorprogrammierten Funktionen Portrait/Landscape/Sport/Macro, wenn ich Zeit habe spiele ich oft mit verschiedensten Einstellungen herum. Damit die Kamera beim Auftauchen eines Steinbocks oder dergleichen schnell griffbereit ist, habe ich sie aussen an meinem Rucksack in einer speziellen Aussentasche befestigt. So habe ich innert weniger Sekunden eine "schussbereite" Kamera bereit.

Was mich bei vielen (vorallem älteren) Kompaktkameras stört ist, dass zwischen dem Drücken des Auslösers und dem Zeitpunkt bei dem das Bild effektiv gemacht wird zum Teil Sekunden vergehen, da ist es enorm schwierig Schnappschüsse und Bilder von sich bewegenden Objekten zu machen. Bei meiner Kamera ist dies natürlich nicht der Fall, wenn ich drücke wird geschossen und wenn ich den Finger auf dem Auslöser lasse (und die Kamera entsprechend eingestellt habe), kann ich sogar mehrere Bilder pro Sekunde machen.

Ich würde aber trotzdem nicht allen eine Spiegelreflexkamera empfehlen, sondern nur jenen, die sich auch etwas mehr mit der Photographie auseinandersetzen möchten. Wer eine Spiegelreflexkamera kauft, aber dann doch immer nur auf "automatisch" stellt, macht wohl mit einer Kompaktkamera ähnlich gute Aufnahmen und schleppt dabei auch viel weniger Gewicht mit sich herum.

cls Pro says: "Die" Tasche
Sent 24 June 2008, 13h25
Hoi 360,

ich bin sehr an Deiner "speziellen Rucksack Aussentasche" interessiert. Gibt es davon Fotos?

Grazcha
cls

360 Pro says: RE:"Die" Tasche
Sent 24 June 2008, 13h36
Ja ein Foto davon siehst Du hier, allerdings ist bei dieser Aufnahme nicht die Kamera, sondern es sind die Schneeschuhe in der Aussentasche eingepackt. Die Aussentasche ist Teil des Rucksacks Mammut Granit Guide 40, Hydrotube (altes Modell).
Gruss 360

Cyrill Pro says: G9
Sent 18 January 2008, 16h54
Ich habe mir die neue Canon Powershot G9 angeschafft. Was ich im Internet gelesen habe, ist dies ein Kompromiss zwischen Kompakt- und Spiegelreflex Kamera. Die Bilder der G9 seien beinahe so scharf und farbenprächtig wie die einer Spiegelreflexkamera. Hat da schon jemand Erfahrungen gemacht? Bei mir wird es sich zeigen, freue mich auf ein neues Fotozeitalter!

K_Mar says: fröhliches Schleppen
Sent 21 June 2008, 12h15
Das Preis/Leistungsverhältnis bei den DSLRs gefällt mir noch nicht, also heißt es tragen mit Festbrennweiten:
Pentax67 (Mittelformat) mit45/55/90und165mm
OM2 mit 17/28/50/Makro90mm
Bestück meist mit Velvia 50 oder100
macht mit Proviant und Rucksackleergewicht über 10kg.
Bin daher oft nicht ganz so schnell am Berg. Mit der OM bin ich recht schnell und bei reinen Landschaftsaufnahmen hat man immer Zeit.
Digital kommt bei mir erst in Frage, wenn etwas wie die Canon 1Ds M III beim Gehäuse unter 1500€ fällt.

cls Pro says: Nikon D80
Sent 24 June 2008, 13h22
Ich habe eine Nikon D80 mit Sigma Objektiv. Die Kamera ist sehr gut.

Das einzige (und auch bekannte) Problem ist das sogenannte Matrix-Metering (einer von drei Belichtungsmess-Algorithmen), welches bei Kontrastreichen Motiven (Aussenaufnahmen u.ä.) notorisch überbelichtet: Dadurch dass der Algorithmus darauf achtet, dass die Dunklen Partien des Bildes (meistens im Vordergrund) genug ausgeleuchtet sind, überbelichtet er gerne alle hellen Partien (Himmel, Stein in Sonne, ...), das scheint wohl eine Reaktion auf das Feedback zur D70 zu sein, die dafür bekannt war, dass sie notorisch unterbelichtet. Unterbelichtung ist jedoch nicht so schlimm, denn man kann gegen einen gewissen Rauschtribut die Helligkeit nach oben korrigieren, verlorene Highlights durch Überbelichtung jedoch sind für immer verloren.

Gegenmassnahmen:

a) Wenn mit Matrix-Metering gearbeitet wird, muss eine Belichtungskorrektur von oft -0.7 angebracht werden, das ist jedoch nicht konsistent. Gerade bei Motiven mit höheren Kontrasten können grössere Werte vonnöten werden.

b) Anderen Metering Modus verwenden (Mitten- oder Spot-Metering).

c) In mit RAW fotografieren (nicht unbedingt ein Heilmittel und ich hab's nicht getestet) und Postprocessing auf Computer. Aber damit kann vielleicht der Auto/Snapshot-Modus "gerettet" werden.

Belichtungsmessung ist allgemein immer ein Kompromiss, jedoch hätte Nikon gut daran getan, die konservativere Lösung zu implementieren (leichte Unterbelichtung, dafür nachträgliche Korrekturmöglichkeit), oder zumindest einen D70 Matrix Modus im Kamerasetup zur Auswahl zu stellen.

Sonst habe ich noch eine Casio EX-Z750 Kompaktkamera, die aber in keinster Weise mit der D80 zu vergleichen ist, wenn es um Bildqualität geht. Gerade meine leidet unter heftigsten Verzerrungen in den Bildecken über alle Brennweiten, was zeigt, was Plastikoptik wert ist. Dafür kann man lustige Videos machen und sie ist halt sehr portabel.

Wenn ich mir nochmals eine Kompaktkamera kaufen würde, würde ich mir eine Lumix mit Leica Optik kaufen. Der fast schon banale Leitspruch "ohne gute Optik, bringen es hohe Auflösungen nicht" wird gerade heute, wo sogar die billigeren Kompaktkameras Auflösungen um die 8MP haben, schon fast zur Religion. Lieber 7MP, dafür eine umwerfende Optik.


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