Ungefährliche T6er für einen Anfänger?


Publiziert von Tirolerhut, 22. Mai 2009 um 17:14. Diese Seite wurde 966 mal angezeigt.

Servus Community,

seit längerem reizen auch mich die T6-Routen. Bislang habe ich maximal T5-Routen gemeistert, bzw. Routen, die hier bei hikr.org als T5 eingestuft werden. Jetzt würde mich natürlich interessieren, wie sich so eine T6 anfühlt. Habt ihr vielleicht irgendwelche Tipps für einen "Anfänger" wie mich? Technisch darf die T6 natürlich alles aufbieten, aber sie sollte gleichzeitig nicht lebensgefährlich sein. Gibt es sowas überhaupt? Wie sieht's beispielsweise mit dem Glattchamm aus?

Beste Grüße und danke schonmal,
Tirolerhut



Kommentare (4)


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ossi hat gesagt: Die Quadratur des Kreises
Gesendet am 22. Mai 2009 um 19:33
Hoi Tirolerhut

Da kann man sich natürlich die Finger verbrennen, wenn man T6er zum Einsteigen empfiehlt: Grundsätzlich führen alle T6er durch heikles und steiles Gelände, in dem sich allerhand Ungemach ereignen kann.
Allerdings ist allen T6-Gängern (und Gängerinnen) klar, dass es heiklere und weniger heikle Touren gibt. Auch die Schnittstelle zu T5 ist nicht so messerscharf, wie es vielleicht scheinen mag.
Ich persönlich halte die Jurakraxeleien, die auf hikr publiziert sind und die ich auch kenne, für ganz moderat: Sie sind in der Regel ordentlich ausgesetzt und fordern etwas klettertechnisches Können. Gleichzeitig sind sie objektiv längst nicht so gefährlich wie die echten T6-Bomben und notfalls findet man immer ein hübsches Föhrchen zum Abseilen.
Im Bereich "oberes T5/unteres T6" würde ich etwa die "Esel Ostwand", die "Gämsweid-Gonzen-Route"oder den "Gämsgrat" zwischen Ochsen und Bürglen bezeichnen: Auf all diesen Routen findest Du recht deutliche Trittspuren und teilweise auch Markierungen. Der Mürligrat im Sernftal (vom Schafgrind zur Wildmadfurggel) wird zwar wenig begangen, kann aber bei einem Wetterumschwung oder Muffensausen an vielen Orten verlassen werden.
Ein Grenzfall ist für mich die Chalberstöckliroute am Gr. Mythen: Ohne Fixseil ginge die Tour für mich definitiv als T6 durch. Die beiden Schlüsselstellen sind aber vorzüglich mit Fixseilen versehen, dank deutlicher Markierungen ist ein Versteigen nahezu unmöglich.
Am Glattchamm wurde mittlerweile ein Fixseil installiert, das schmälert natürlich den T6-Spass. Es handelt sich dabei aber auch nur um eine recht kurze Passage, der Rest wäre dann ohnehin deutlich einfacher zu haben.

Beste Grüsse und frohes Wandern. Aber Vorsicht: Irgendwann wird aus einer Lust eine Sucht und Deine Sinne dürsten nach senkrechtem Gras...;)
ossi

Berglurch hat gesagt: RE:Die Quadratur des Kreises
Gesendet am 22. Mai 2009 um 22:26
... und für den Allgäu- und Nagelfluh Freund, die von meiner Wenigkeit bereits ca eine Million Mal begangene und drei Mal beschriebene, aber immer wieder spannende "Farnach" Route auf den Hochgrat bei Oberstaufen. Irgendwo zwischen T5 und T6, je nach Routenwahl nicht immer ganz einfach, aber nie gefährlich. Leider durch die Nordausrichtung eine oft sehr dreckige Angelegenheit

Maesi hat gesagt: T6
Gesendet am 23. Mai 2009 um 12:03
Hoi Tirolerhut

Grundsätzlich gilt es, jedes T6 nicht zu unterschätzen. Es wird immer hohe Konzentration gefordert, wenn man sich auf T6-Touren begibt. Empfehlen kann ich wie Ossi bereits vorgeschlagen hat, die Esel Ostwand (T5+), als Einstieg für T6-Routen. Vor allem ist sie auf hikr.org bereits gut dokumentiert.
Als anderen Einstieg kann ich auch die Schächentaler Windgällen von der Klausenpassstrasse empfehlen (Direktaufstieg durch ein steileres Couloir auf die Hochebene um die Schächentaler Windgällen) und von dort auf den Gipfel.
Die Palette an T6-Touren ist dann nach oben ziemlich unbegrenzt - von "einfach" bis "unmöglich" :-)
Viel Spass und unfallfreie Touren.
Mäsi

kopfsalat Pro hat gesagt: übung macht den meister
Gesendet am 24. August 2009 um 16:55
der tip ist derselbe, wie für alle kategorien: langsam daran herantasten. wenns zu schwierig wird umkehren. später erneut versuchen usw. usf.

T6 ist gefährlich. wenns nicht gefährlich ist, dann ist's auch nicht T6.


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