kids and hike: Bauma-Hagheerenloch-Sternenberg


Published by ossi , 15 June 2015, 13h55.

Region: World » Switzerland » Zürich
Date of the hike:14 June 2015
Hiking grading: T1 - Valley hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-ZH 
Height gain: 250 m 820 ft.
Route:Bauma-Tüfenbach-Akau-Höchstock-Sternenberg
Access to start point:S 26 bis Bauma
Access to end point:Postbus Sternenberg-Bauma
Maps:1093

Wer die Kindertauglichkeit einer Wanderung testen will, nimmt als Testperson am besten auch ein Kind mit.

In diesem Fall ist die Testperson acht Jahre alt. Als Wanderleitung lasse man sich nicht entmutigen, wenn beim Formulieren des Begriffs "wandern" ein Sturm der Entrüstung losbricht. Es will auch noch nichts bedeuten, wenn nach spätestens 50 Metern Gehstrecke -dann nämlich merkt die Testperson, dass es die Eltern tatsächlich ernst meinen- ein frustriertes Gemaule losgeht. Im Gegenteil: Kulturinteressierte Eltern merken erst jetzt, dass die Testperson sich bereits in einer anderen Sprache ausdrücken kann. In diesem Fall ist es ein Ausdruck auf albanisch, den die Testperson von der kurdischen Banknachbarin gelernt haben will. Man kann annehmen, dass der gewählte Ausdruck nicht eben freundlich gemeint ist, doch immerhin verstehen es die Eltern ja nicht. Und die Testperson vermutlich auch nicht.

Nach weiteren 50 Metern- und das ist der grossartige Gegensatz zu erwachsenen Menschen- nämlich beim ersten bedeutsamen Ereignis (zb beim Entdecken einer vorbeifliegenden Biene oder wie  heuer beim Anblick eines herannahenden Regionalzuges) ist der Frust verflogen und die Testperson wird bis zum Zielpunkt motiviert und freudig mitmachen. Vorausgesetzt, man spricht das Wort "wandern" nicht mehr aus.

Start am Bahnhof Bauma. Die Route zum Hagheerenloch ist gelb markiert und ausgeschildert. Man folgt zuerst der Töss bis Tüfenbach, dann kurz entlang der Asphaltstrasse nach Akau. Hier verengt sich der Weg zu einem schmalen Pfad, der mitten hinein führt in einen der typischen Tösstaler Graben. Allerlei Gewächs ist hier zu bewundern, viel Holz liegt im Tobel herum. Die Steigung ist sehr angenehm. Zuhinterst im Graben -da, wo der Weg den Bach überquert- lohnt sich ein kurzer Abstecher zum riesigen Giessen einige Meter weiter hinten im Tal. Das Gelände am Giessen eignet sich geradezu unanständig gut zum Spielen und Verweilen, eine Brätelstelle rundet das Angebot ab. Sofern der Wasserfall am Giessen nicht zuviel Wasser führt, kann man hier sogar duschen, vom Spielen am Wasser ganz zu schweigen.

Etwas später -man quert auf markierter, sehr attraktiver Strecke in einen zweiten Graben- wird das Hagheerenloch erreicht. Auch hier kann man bräteln und natürlich mit Stirnlampe bewaffnet die fast mannshohe Höhle erforschen. Walderdbeeren versüssen im Frühsommer den Aufstieg. Vom Hagheerenloch in 15 min zur Postbus-Haltestelle Höchstock, wahlweise kann die Tour um 30 min bis Sternenberg verlängert werden (aussichtsreich, keine nennenswerten Steigungen).

Brätelstellen: jeweils ein grosser Holztisch mit massiven Bänken. An beiden Stellen gibt es eine Grillstelle aus Mauerwerk und sie ist mit einem Metallgrill bestückt. Die Grillstelle am Giessen bietet mehr Platz zum Spielen und Herumtollen, andererseits kann man von der anderen Grillstelle aus die Höhle eingehend erkunden. Schattenplätze gibt es bei beiden Brätelplätzen.

Fazit: Mit Kindern sehr abwechslungsreich. Das kleine Postauto ist eine zusätzliche Attraktion.


Hike partners: ossi


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