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Von Escorca durch den Torrent de Pareis nach Sa Calobra


Published by andy251094 , 10 July 2013, 18h34.

Region: World » Spanien » Balearische Inseln
Date of the hike: 8 July 2013
Hiking grading: T4- - High-level Alpine hike
Climbing grading: I (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: E 
Time: 4:00
Height gain: 20 m 66 ft.
Height loss: 670 m 2198 ft.

Es war soweit, das Abitur war geschafft und nun war es an der Zeit, mit den alten Schulkollegen an den Ballermann zu fliegen. Da ich aber keinen Alkohol trinke und mit der "Ballermann-Kultur" nicht viel anfangen kann, überlegte ich schon im Vorraus, eine Wanderung in der Serra de Tramuntana zu unternehmen. Ich entschied mich schließlich für die Durchquerung des Torrent de Pareis, sicher eines der Naturhighlights der größten Balearischen Insel und ganz Spaniens. Da ich aber der einzige unserer Gruppe war, der diese Wanderung machen wollte, war ich auf einen Führer angewiesen, denn die Durchquerung des zweittiefsten Canyons aller Mittelmeerinseln sollte nicht alleine begangen werden. Im Internet stieß ich auf Eduard Casajuana Godoy, ein qualifizierter Guide von MallorcAlpina (http://www.mallorcalpina.com/cms2/ - sehr empfehlenswert), der mich in Playa de Palma abholte, mich durch die Schlucht führte und nach einem kleinen Imbisss in Sa Calobra wieder an den Ballermann zurückfuhr. 
Die Wanderung beginnt in Escorca. Von dort führt der Pfad zuerst unter Olivenbäumen hindurch und später in Serpentinen abwärts. Auf diesem Wegabschnitt hat man traumhafte Blicke auf die Schlucht und das Meer im Hintergrund. Zügig gelangt man abwärts und erreicht schließlich das Flussbett, das im Sommer ausgetrocknet ist. Im Frühjahr führt der Fluss allerdings Wasser, sodass die Tour erst ab Mai begangen werden sollte. Kurze Zeit später erreicht man S'Entreforc. Hier vereinigen sich der Torrent de Lluc und der Torrent de la Fosca zum Torrent de Pareis. S'Entreforc ist ein einmaliger Rastplatz umrahmt von riesigen Felswänden. Bis hierher ist die Tour technisch einfach. Das ändert sich aber von nun an. Die Durchquerung des Torrent de Pareis verlangt absolute Trittsicherheit und Konzentration. Immer wieder müssen Steilstufen überwunden werden, bei denen die Zuhilfenahme der Hände unerlässlich ist. Gelegentlich erleichtern Fixseile das Weiterkommen. Es ist unbedingt zu beachten, dass das Kalkgestein  sehr rutschig ist, sodass man zum Teil Probleme hat, am glatten Felsen Halt zu finden. Immer wieder gibt es verschiedene Wege. Ist man mit einem Führer unterwegs, weiß der, welches der beste Weg ist. Ist man alleine unterwegs, ist es möglich, dass man verschiedene Wege probieren muss, bis man den besten bzw. den einfachsten gefunden hat. Die Markierung der Route ist spärlich und nicht immer eindeutig. Dennoch sollte die Durchquerung des Torrent de Pareis für einen trittsicheren Bergwanderer mit etwas Klettererfahrung kein Problem darstellen. Nach knapp zwei Stunden Gehzeit wird der Canyon breiter und man erreicht bald das Meer. Hier bietet sich die Möglichkeit, eine kleine Abkühlung in grandioser Landschaft zu nehmen. Durch Fußgängertunnels erreicht man schließlich Sa Calobra, wo man in einigen, kleinen Strandrestaurants etwas essen kann.
Es ist wichtig, dass man um 15:00 Uhr auf keinen Fall den Bus zurück nach Escorca verpasst. Das ist nämlich die einzige öffentliche Rückfahrmöglichkeit von Sa Calobra nach Escorca. Ist man ohne Führer unterwegs, sollte man sich vorher unbedingt nochmal über den Fahrplan informieren. Die Rückfahrt mit dem Bus über die schmale Straße nach Escorca ist landschaftlich ebenfalls spektakulär.  
An dieser Stelle möchte ich mich auch nochmal ausdrücklich bei Eduard Casajuana Godoy für diese unvergessliche Tour bedanken. Seine Führung ist professionell, er erzählt viele interessante Dinge über die Serra de Tramuntana und Mallorca und holt seine Gäste auf der ganzen Insel ab (gegen Aufpreis). Eduard Casajuana Godoy spricht mallorquí, spanisch und englisch. 

Hike partners: andy251094


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