SKT Grießener Hochbrett(2467m) ?? - NEIN, leider knapp daneben-


Published by ADI , 11 April 2010, 13h47.

Region: World » Austria » Nördliche Ostalpen » Loferer- und Leoganger Steinberge
Date of the hike: 7 April 2010
Ski grading: AD
Mountain-bike grading: F - Easy
Waypoints:
Geo-Tags: A 
Time: 8:00
Height gain: 1750 m 5740 ft.
Height loss: 1750 m 5740 ft.
Route:P im Saalachtal-Schidergraben-Roßruckklamm-Dalsenalm-Hinterer Schüttgraben-Große Saugrube-Gipfel
Access to start point:über die B 311(Saalach-Bundesstrasse) zum P, am Beginn vom Schiedergraben(ca. 650m)
Access to end point:vom P weg zuerst mit dem MTB bis kurz hinter die Dalsenalm(924m). Kurz danach Radldepot und weiterer Aufstieg zu Fuß, bzw. mit Ski
Accommodation:diverse im Saalachtal, bzw. in Lofer(626m)
Maps:Kompass Nr. 14 Berchtesgadener Alpen 1:50000 oder AV-Karte Loferer+Leoganger Steinberge 1:25000 Nr. 9

Das Grießener Hochbrett ist ein wunderschöner, leicht erreichbarer Felsgipfel in den Leoganger Steinbergen. Ich war im Herbst 2006 mit meinem Bergspezi Reinhard dort oben, nun wieder mal ein Grund mit Ski von Norden kommend hochzuschauen.....

Wenn man das Ende einer Tour schon vorher wüßte....

Start mit den Bikes vom untersten P weg auf der schönen Forststrasse zur(geschlossenen) Vorderkaseralm, und weiter zur Dalsenalm(924m). Bald danach Bikedepot, wegen erster längerer Schneefelder.
Die Forststrasse ist gut zu biken und nicht allzusteil.

Weiter per Pedes, auf der bald wieder aperen Forststrasse. Beim nun kommenden Forststrassenverzweiger jetzt rechts(Holzplatz).....und natürlich der erste Verhauer: leider hoch bis zum Ende der Sackforststrasse. Kostet leider wertvolle Zeit!

Wieder zurück bis kurz vor die Verzweigung und ab nach rechts ins fast apere Bachbett. Bald vom Schnee keine Spur mehr....Shit!
Die nun folgende längere Skitragestrecke, bald nach rechts hoch in den steilen, schneefreien Wald zerrt sehr an unseren Nerven.

Umkehren? Ich war ganz kurz davor.
Nur Hans, der "Eiserne" eilt allein voraus. Danke Hans!

Andere gehen jetzt in bestem Pulver auf die Weißkugel....und wir schleppen die Latten den schneefreien Wald hoch. So ein Schwachsinn!

Doch was ist das? Da hinten im Wald, ein länger zusammenhängendes Schneefeld! Der Schnee kommt.

Bald geht's im Bachbett mit guter Schneeunterlage weiter. Hoch eine freie Schneise im engen Zick-Zack bis zu den Felsen, mühsam zu gehen. 10 cm Neuschnee auf harschiger Unterlage.

Vor 5 Tagen hatte es hier noch besten Pulver und eine gute Spur, aber im Frühjahr ist jeden Tag schon alles anders. Logisch nach rechts rüber, über einige Geländerippen und dann nach links hoch in die Große Saugrube.
Herrliche Landschaft, himmlische Ruhe. Nur immer wieder stollende Felle nerven etwas. Man geht 20m und hat bald wieder 30cm hohe Schneeblöcke under den Sohlen. Logisch aber um diese Tageszeit, die Sonne knallte gnadenlos runter.

Jetzt sollte eigentlich nichts meht schiefgehen, ich träume, nach 4 Jahren wieder mal am Gipfelkreuz zu stehen, bei AKW(absolutem Kaiserwetter).

Leider wird nix daraus....wir laufen vorbei....ins hinterste Eck vom Gebirgsstock. Hard to believe.

Die Aussicht ist dennoch gigantisch, man schaut von Süden auf's Hochbrett und ist direkt dran an den Dreizinthörnern. Hat man auch nicht alle Tage.

Oben dann, die schöne Pulverabfahrt, unten logischerweise pappweich. Man muß nun höher rauf, wenn's echt spaßmachen soll.

Dennoch eine wunderschöne Tour, die man halt unter dem Aspekt des Skibergsteigens betrachten muß. Schön: die streßfreie Bike-Rückfahrt der ca. 4,5 KM zu Auto. Geht ruck-zuck, mit Skistiefeln nun eine Horrorvorstellung!

Denn im Hochwinter muß es hier schon sehr sicher sein, sonst ist die Tour nicht durchführbar.

Eine einsame Tour für Genießer und Liebhaber langer, stiller Touren. Landschaftlich: *****
Das Grießener Hochbrett wurde vom unverwüstlichen Ludwig Purtscheller 1885 ersterstiegen.

Mit auf Tour: Roland, Hans und die unverwüstliche Barbara

Hike partners: ADI


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Comments (1)


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bergclaus says: Kritik
Sent 15 April 2010, 18h57
Lieber Gunther,
nun habe ich Zeit gefunden, die Tour - die mir bis dato so rein gar nichts sagte - auf der Karte auszukundschaften. Die Bilder sind wie immer spitzenmäßig - ich glaube, es gibt außer Dir keinen auf hihr.org, der so ausführlich Bildmaterial einstellt.
Doch die Textbeschreibung ist diesmal so, dass ich nur suboptimal die genaue Route nachempfinden kann.
Natürlich kann es auch so gewollt sein.
Liebe Grüße von Claus


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