Sierra Segaria - Versuch einer Überschreitung mit berichtenswerter Alternative


Published by hikemania , 2 April 2018, 11h38.

Region: World » Spanien » Valencia » Alicante
Date of the hike:22 March 2018
Hiking grading: T3+ - Difficult Mountain hike
Climbing grading: II (UIAA Grading System)
Waypoints:
Time: 5:00
Height gain: 700 m 2296 ft.
Height loss: 700 m 2296 ft.
Access to end point:Von Ondara über zwei Kreisverkehre (gerade aus) nach Beniarbeig, dort durch schmalle Gassen zwischen Orangenfeldern zu einem der verschiedenen Parkplätze an der Südseite der Segaria

In der Rockfax App "Costa Blanca Ridges" ist neben dem Berniagrat auch der Segariagrat knapp beschrieben. Das gesamte Massiv der Sierra Segaria kann daneben auch gut auf markiertem Weg umrundet werden.

Der Grat wird in der Regel von Ost nach West begangen, wobei die Schlüsselstelle (luftige Querung, III) in der 2. Seillänge aufwartet.

Zunächst galt es allerdings den Einstieg zu finden. Laut Rockfax "Ostwand nach einem liegenden Block in NE-Richtung erkraxeln, dort 1. Stand."

Leider lagen in der Ostwand sehr viele auch größere Blöcke, sodass ich den Originaleinstieg nicht erkennen konnte. Also erkraxelte ich die Ostwand über Rippen und Platten (II) und hoffte, den wohl verblichen rot markierten Weg auf einem alternativen Weg zu finden.

Nach ca. einer Stunde Kraxelei und mit von der Macchia völlig zerstochenen Waden traf ich auf eine Gruppe junger Wildschweine, die offenbar für den Großteil der Begehungsspuren auf dem Fels verantwortlich waren. Oberhalb ihres Lagerplatzes kamen mehrere leichte Verschneidungen zum Grat in meinen Blick. Diese boten sich als weitere Aufstiegsalternative an, waren aber bei näherer Betrachtung viel zu stark zugewuchert.

So stieg ich nach über 2 Stunden Suche zum Rundweg ab und freute mich, als in den intensiven Macchianahkampf hinter mir hatte.

Ich umrundete das Massiv auf der Nordseite und kam über eine Kreuzung auf steinigem Pfad doch noch auf den Sattel in der Mitte des Grates. Von dort ging es über festen Fels in leichtem Grekraxel (I) zum Gipfel.

Auf diesem befindet sich neben dem üblichen Geodät ein Stahlkasten mit allerlei spanischen Snacks (siehe Bilder) und ein Gipfelbuch. Scheinbar handelt es sich hier durchaus um einen Modeberg (für 2018 gab es bereits 5 Einträge).

Zurück am Sattel wählte ich einen nordseitigen Abstieg, der recht ausgesetzt über Fels (II), loses Geröll und durch ein dichtes Wäldchen zurück zum eigentlichen Rundweg führte.

Von dort ging es zurück zum Ausgangspunkt wie auf dem Hinweg.

Als Grattour ist die Segaria sicher ein völlig anderes Kaliber als der Berniagrat, da auf der Segaria der größte Teil der Schwierigkeiten darin bestehen dürfte, die Macchia kontaktlos zum umgehen, während auf dem Berniagrat ausgesetztes Kraxeln im festen Fels gerfordert wird.

Dennoch werde ich die Grattour noch einmal versuchen, schon wegen des schönen Blicks zum Maigmo und der schnellen Anfahrt aus Alicante.

Hike partners: hikemania


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