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Kalalau Trail


Published by alexelzach , 26 June 2017, 06h24.

Region: World » United States » Hawaii
Date of the hike:30 April 2017
Hiking grading: T3 - Difficult Mountain hike
Waypoints:
Geo-Tags: USA 
Time: 2 days
Height gain: 2000 m 6560 ft.
Height loss: 2000 m 6560 ft.
Route:36 km
Access to start point:Parkplatz am Ende von Route 560, Infos zum Trail gibt es bei der Division of State Parks
Accommodation:Vor allem die Nacht bevor man startet empfiehlt sich das Zelten im nahe gelegenen Haena Beach Park. Zelten auf dem Trail ist dann auf den beiden Camgrounds möglich (Hanakoa Valley, Kalalau Beach). Das Camping-Permit berechtigt zum Wandern jenseits von Hanakapi‘ai Beach, sowie zum Übernachten auf den Campgrounds.

Nach imposanten Ausblicken in den Waimea Canyon bei unserer *Aufwärmtour, sowie von den Lookouts im Koke State Park auch schon zur Napali Coast hinunter stand am darauf folgenden Tag das Highlight unseres Kauai Aufenthalts auf dem Programm: Der Kalalau Trail.
Auch wenn es einige Leute gibt, die den Trail ohne Permit in Angriff nehmen und sich dann sogar am Kalalau Beach als Dauercamper einrichten, hätten wir den Trail wohl nicht gemacht, wenn wir nicht glücklicherweise noch für eine Nacht innerhalb unseres kurzen Zeitfensters ein Permit ergattert hätten. Prinzipiell empfiehlt es sich, sich frühzeitig um ein Permit zu bemühen und am besten dann auch für 2 Nächte um nicht gleich am nächsten Tag die 18km wieder zurück laufen zu müssen. Oder aber man geht das Risiko ein und geht ohne Permit auf den Trail, aber das muss jeder selbst entscheiden ... am Kalalau Beach gibt es auf jeden Fall genügend Platz zum Zelten, sodass jeder unterkommt ... und wenn der Helikopter mit den Rangers kommt, muss man sich halt verstecken ... ;-)


Soweit so gut, nachdem wir im Haena Beach Park gezeltet hatten, starteten wir bei bestem Wetter um 7:45 Uhr den Ausflug ins Paradies. Neben dem Glück mit dem Permit hatten wir auch noch ausgesprochenes Wetterglück, denn die Tage zuvor hatte es ordentlich geregnet, was den Trail dann unter Umständen unbegehbar und auf jeden Fall sehr rutschig und schlammig macht. Wie uns berichtet wurde, saßen zwei Tage zuvor mehrere Wanderer im Trail fest, da der Fluss am Hanakapi'ai Beach durch den Regen unpassierbar geworden war. Davon dass dieser Fluss zuvor unpassierbar war, merkten wir nichts mehr, wir konnten alle Flüsse an beiden Tagen von Stein zu Stein gehend trockenen Fußes überqueren. Allerdings war auf dem Hinweg vor allem das erste Stück bis zum Hanakapi'ai Beach noch ziemlich rutschig, so dass man gut aufpassen musste, auch wenn auf diesem ersten Teil, der auch für Tagestouristen ohne Permit zugänglich ist, der Weg noch recht breit nicht schwerer als T2 ist.

Nach etwa einer Stunde hatten wir diese ersten ca. 180hm und 3km Wegstrecke zurückgelegt. Bis hierhin sind recht viele Leute unterwegs, die auch teilweise noch das Tal hinauf zu den Wasserfällen laufen, aber wenn man dann oberhalb des Strandes bei den Toiletten Richtung Kalalau Beach abzweigt, wird es deutlich ruhiger. Steil geht es jetzt hinauf zum höchsten Punkt des Trails auf fast 250m, und dann in stetigem auf und ab großteils durch schattenspendende Vegetation zum Campground im Hanakoa Valley. Nach insgesamt 3:30h hatten wir den Campground, der verstreut an beiden Seiten des Flusses liegt und meiner Anssicht nach nicht wirklich einladend ist, erreicht. Der Fluss eignet sich allerdings bestens für eine ausgiebige Pause, die wir uns auch redlich verdient hatten.

Nach gut 40min Pause ging's weiter, zunächst kurz hinauf, aber dann deutlich hinunter direkt an die Klippen. Dieser zweite Teil des Trails ist von der Vegetation her deutlich offener, es gibt weniger Schatten und die Hitze kann einem hier gut zusetzen. Zudem ist zumindest ein kurzes Stück entlang der Klippen ein bisschen ausgesetzt, allerdings nie mehr als T3, und somit für einen normalen alpenerfahrenen Bergwanderer kein Problem. Nach der Klippenpassage geht es noch ein letztes Mal steil hinauf, wo wir uns dann auch den ersten und einzigen Verhauer leisteten, indem mein Kumpel einer steil hinab führenden Wegspur folgte, die dann im nichts endete. Also zurück hinauf und dann war auch der richtige Trail gleich gefunden. Wirklich verlaufen kann man sich auf dem Kalalau Trail aber eigentlich nicht, es geht immer der Küste entlang und wenn die Schwierigkeit, wie bei unserem Verhauer, in den T4 Bereich geht, ist man falsch und sollte zurück und einen leichteren Weg suchen. Wirklich wunderbar ist es dann, wenn man oben am letzten Anstieg zum ersten mal den Blick auf den Kalalau Beach hat und man sich hinunter an den Strand wünscht. Ein klein wenig zieht sich der Abstieg allerdings noch, aber noch insgesamt etwas unter 7h, also unter 3h für den zweiten Teil, waren wir dann endlich am Strand und konnten den Rest des Tages ausspannen.

Zeltplätze gibt es massenweise unter den Bäumen entlang des Strandes, als Süßwasserquelle (sollte wie das Wasser aus den Flüssen vor dem Trinken behandelt werden) dient ein Wasserfall am Ende des Strandes, der auch eine erfrischende Dusche darstellt. Einziges Manko an diesem paradiesischen Strand ist die starke Brandung, die ein Baden nicht wirklich möglich macht, mehr als bis zu den Knien habe ich mich nicht getraut hinein zu waten, denn die Strömungen sollte man nicht unterschätzen und auch schnelle Hilfe gibt es hier im Paradies nicht. Nichtsdestotrotz genossen wir einen schönen Sonnenuntergang am Strand, bevor es dann am nächsten Tag auch schon wieder zurück ging.

Empfehlenswert wäre sicher ein Pausentag, wo man dann auch einen Abstecher das Kalalau Valley hinauf zu den dortigen Wasserfällen machen kann. Aber da wir nur ein Eintagespermit hatten und keine Risiko eingehen wollten, ging es gleich am nächsten Tag, bei gefühlt heißeren Temperaturen, den selben Weg zurück, den wir wieder in etwas weniger als 7h meisterten. Vielleicht wegen der Hitze, vielleicht wegen müden Beinen vom Vortag oder auch wegen beidem, kam mir dieser Rückweg deutlich anstrengender vor und so freute ich mich zum Abschluss über die Abkühlung am badetauglichen Ke'e Beach bevor weiteres Ausspannen am Hotelpool angesagt war ...

Alles in allem eine Top-Tour (und für mich sogar eine hikr-Erstbegehung), die ich jedem Kauai-Urlauber nur empfehlen kann. Den ganzen Trail in einem Tag zu machen ist bei normalen Bedingungen überhaupt kein Problem und mit einem Pausentag am Kalalau Beach ist dann auch der Rückweg sicherlich gut zu meistern ... Aloha!

Hike partners: alexelzach


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Geodata
 35313.gpx Track vom Rückweg

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