Tourenberichte aus dem Süden Iberiens: Die Laguna de Fuente de Piedra mit ihren Flamingos


Publiziert von johnny68 Pro , 24. November 2008 um 19:47.

Region: Welt » Spanien » Andalusien » Málaga
Tour Datum: 2 November 2008
Wandern Schwierigkeit: T1 - Wandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: E 
Zeitbedarf: 2:00
Strecke:Halbe Umrundung der Laguna
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Ausfahrt "Fuente de Piedra" der A 92 benützen. Über eine Lokalstrasse erreicht man innert 5 Minuten das Centro de Visitantes

In der Nähe von Antequera (diese "weisse" Stadt ist zwischen Granada und Sevilla gelegen) befindet sich in einem nördlich der Serranía de Ronda gelegenen lieblichen Hügelgebiet die "Laguna de Fuente de Piedra". "Lagunas" sind im spanischen Sprachgebrauch abflusslose und damit salzhaltige Binnenseen. Diese Seen werden von den winterlichen Niederschlägen in den umliegenden Bergen mit Wasser und dem darin gelösten Salz gespiesen. In der sommerlichen Hitze verdunstet das Wasser ganz oder teilweise. Bei wenig Wasserzufluss bleibt  im Sommer eine Salzwüste zurück, die vielfach zur Salzgewinnung genutzt wurde (oder noch wird). 

Die Laguna de Fuente de Piedra ist vom natürlichen Wasserzufluss her starken Schwankungen ausgesetzt. Die Grösse der Laguna variiert beträchtlich. In früheren Jahren trocknete die Laguna in den Sommermonaten regelmässig aus. Die Bewohner der umliegenden Dörfer bauten in diesen Monaten Salz ab und errichteten im Seegebiet auch entsprechende Dämme usw.

Im Frühjahr, wenn die Laguna noch Wasser besass, bevölkerten aus Afrika zugeflogene Flamingos die Laguna. Sie brüteten hier auch. Wenn das Wasser verschwand, flogen auch die Flamingos wieder weg. Nach trockenen Wintern verschwand das Wasser rasch, so dass mitunter auch die ganze Brut zerstört wurde.

1983 wurde die Laguna (und ein recht grosses umliegendes Gebiet; vgl. Foto des Plans) auf Betreiben internationaler Naturschutzorganisationen wegen ihrer Bedeutung für die Vogelwelt, insbesondere für die Flamingos, unter Schutz gestellt. Um das periodische Massensterben der Brut der Flamingos zu verhindern, wurde für die Laguna ein Bewässerungssystem eingerichtet. In trockenen Jahren kann der Laguna aus den umliegenden Stauseen Wasser zugeführt werden, so dass sie nicht mehr austrocknet. Mit der Einrichtung des Naturschutzgebietes wurde anderseits natürlich die Salzgewinnung eingestellt. Ein Teil der Flamingos ist hier jetzt das ganze Jahr hinweg heimisch. Die Flamingos ernähren sich von Kleintieren (wie Krebsen), die sich im brackigen Wasser befinden. Die Flamingos stehen im seichten See und filtern das Wasser durch den Schnabel.

Der Zutritt in die Nähe der Laguna (50 - 100 m) ist durch einen dichten Zaun unterbunden, was zu begrüssen ist, würden doch sonst die Flamingos nur gestört. Eine gewisse Gefahr für die Laguna stellt aber die Intensivlandwirtschaft dar, die bis an den Zaun heranreicht.  

Ein Gesamt-Überblick über die Laguna ist vom erhöht gelegenen Besucherzentrum aus möglich, wo auch 2 kleine Rundgänge ausgeschildert sind. Will man die Laguna zu Fuss umrunden und die Flamingos etwas näher anschauen, was von einigen Punkten aus möglich ist, hat man dies auf dem normalen lokalen (asphaltierten) Strassennetz zu tun (rund 20 km). 

Ich habe eine Fusswanderung bis zur Südspitze der Laguna unternommen, wo man die Flamingos von relativ nahe beobachten kann.   

Tourengänger: johnny68

Galerie


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