Mali Maglić / Bosanski Maglić 2386m und Veliki Maglić / Crnogorski Maglić 2388m


Publiziert von Sputnik Pro , 16. Juni 2014 um 20:26.

Region: Welt » Bosnien und Herzegowina
Tour Datum:27 Mai 2014
Wandern Schwierigkeit: T4- - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: BIH   MNE 
Zeitbedarf: 5:30
Aufstieg: 850 m
Abstieg: 850 m
Strecke:Zirka 13km (total)
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Von Sarajevo mit dem Bus nach Foča. Von dort weiter mit einem Bus in Richtung Trebinje bis Tjentište.
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Analog Zufahrt zum Ausgangspunkt.
Unterkunftmöglichkeiten:Keine am Berg. Einziges Hotel in Tjentište ist das Mladost. Siehe dazu auf der Homepage des Nationalparks: www.npsutjeska.net/stranica.php?id=48&naziv=smjestaj&jez=bs
Kartennummer:Topografska Karta 1:25000: Nr.129-1-4 Tjentište und 129-2-3 Mratinje

HÖCHSTER BERG VON BOSIEN UND HERZEGOWINA: MALI MAGLIĆ / BOSANSKI MAGLIĆ 2386m.

Die Reise durch Bosnien und Herzegowina mit der Besteigung des Maglić war der schönste Teil des Urlaubs. Die Natur im Balkanland ist überwältigend, die Leute sehr freundlich und hilfsbereit. Die Verbindungen zwischen grösseren Orten sind dank einem dichten Busnetz gut und auch Taxis sind nicht teuer. Und fast in jedem grösseren Ort finden sich preiswerte Unterkünfte und man kann in einem der zahlreichen Restaurants die feine einheimische Küche geniessen. Vom letzten Krieg sieht man dagegen nur noch wenig Zerstörung und das Land ist wieder aufgebaut. Es ist aber immer noch vom Ausland abhängig und die Volksgruppen blockieren sich gegenseitig in der Politik was eine weitere Entwicklung hemmt. Auf jeden Fall kann ich eine Reise nach Bosnien und Herzegowina empfehlen. Das Land hat mir zusammen mit einer früheren Reise nach Montenegro von allen Staaten des früheren Jugoslawien am besten gefallen.

Allgemeines zum Maglić:

Der Maglić liegt auf der Grenze zwischen dem südöstlichen Teil Bosnien und Herzegowinas und dem Nordwesten Montenegros. Er gehört zum Dinarischen Gebirge das auf Serbokroatisch Dinarske planine heisst und aus verkarstetem Kalkstein aufgebaut ist. Der Gipfelkamm des Maglićs verläuft aus Nordwesten nach Südosten und besteht aus zwei Gipfeln. Der höchste Gipfel ist der in Montenegro gelegene 2388m hohe Veliki Maglić oder Crnogorski Maglić. Am nördlichen Rand des Kammes ist der 2386m hohe Mali Maglić oder Bosanski Maglić welcher in Bosnien und Herzegowina steht und der höchste Gipfel des Landes ist. Der niedrigere bosnische Gipfel ist jedoch auffälliger da er von Norden aus gesehen die Landschaft dominiert.

Der Maglić ist zusammen mit den Bergen Volujak und Bioč von vier tiefen Flusstälern umgeben. Im Westen ist es das Tal der Sutjeska, im Osten die Täler der Drina und Piva, im Süden das Tal der Vrbnica. Ausserdem umgeben den Maglić vier etwa 1600m hoch gelegen Plateaus: Snježnica, Vučevo, Ulobić und Prijevo. Im Südwesten des Maglić auf montenegrinischem Gebiet ist der Bergsee Trnovačko jezero (1517m). Der 800m x 700m grosse See wurde in der letzten Eiszeit geformt und hat eine tiefe von 9,2m. Die bosnische Seite des Berges gehört zum Nationalni Park Sutjeka. Das Kernstück des Parks ist das Tal der Perućica nördlich vom Maglić. Das Tal beherbergt einer der letzten beiden Primärwälder Europas und darf nur mit einem Parkführer betreten werden. Bis auf etwa 1700m ist der Maglić, darüber nimmt der Baumbestand rasch ab und die Gipfelregion besteht aus Grasflächen und mächtigen Felsstufen. Der Berg kann aus Süden von Montenegro vom Ort Mratinje oder aus Norden von Bosnien und Herzegowina aus vom Ort Tjentište bestiegen werden. Von Tjentište führt ein Fahrsträsschen zur Alp Lokva Dernečišta. Der Steig zum bosnischen Gipfel von der Alp ist ausgeschildert und mit Drahtseilen an abschüssigen Stellen gesichert. Vom Gipfelkamm lässt sich auch der montenegrinische Gipfel ohne Schwierigkeiten besteigen. Im Winter bis etwa Ende April sollte man die Lawinengefahr am Berg beachten und eine alpine Ausrüstung (Pickel, Steigeisen) ist für die Besteigung nötig.

Reisebericht:

TAGE 1 BIS 3 (23.-25.5): Kroatien Teil 1

Siehe Kroatienbericht Teil 1: Sljeme.

TAG 3 (25.5): Zagreb - Sarajevo

Für die Reise bis zur kroatisch-bosnischen Grenze siehe beim Kroatienbericht Teil 1. Die Grenzabfertigung in Gradiška war rasch erledigt und der Busfahrer verteilte schon nach zehn Minuten Warten die eingesammelten Pässe wieder. Erstmals in meinem Leben war ich nun in Bosnien und Herzegowina und war gespannt was ich erleben würde. Alle anderen neuen Staaten des früheren Jugoslawiens kannte ich ja von früheren Reisen schon. Nach der Grenzstadt Gradiška war das erste Ziel unseres Busses Banja Luka, der Hauptstadt der Republika Srbska des serbischen Teils von Bosnien und Herzegowina. Unterwegs machten wir eine erste halbstündige Rast in einem Restaurant. Ab Banja Luka mussten wir jedoch wegen dem vergangen Hochwasser einen Umweg machen die Hauptstrasse durch das Tal nach Jajce streckenweise gesperrt war. Der Umweg bedeutete zwar mehr Reisezeit doch war er dafür landschaftlich sehr schön da er direkt über einige Hügelketten ging. So fuhren wir über Dobrinja, Čađavica und Mrkonjić Grad nach Jajce. Mit einem weiterer Rast unterwegs fuhren wir weiter über Donji Vakuf den 920m hohen Pass Komar und Travnik ins Tal der Bosna wo wir die Autobahn nach Sarajevo erreichten. Auch dieser Streckeabschnitt war sehr schön und es gab viel zu sehen. Schliesslich erreichten wir nach acht Stunden Fahrt am Nachmittag die Hauptstadt Bosnien und Herzegowinas.

Nachdem ich am Busbahnhof in Sarajevo mir ein Ticket für den kommenden Tag nach Foča gekauft hatte, galt es eine Unterkunft zu finden. Nach meinem Reisebuch sollte das Hostel Ljubičica eine Zentral gelegene, preiswerte und gemütliche Unterkunft sein. Nach einigen Kilometern vom Busbahnhof lief ich entlang der Altstadt der Mula Mustafe Bašeskije entlang vom mein Hostel stehen sollte. Bei einem Restaurant sprach mir ein Mann an ob ch ein Zimmer bräuchte. Ich sah mir die Unterkunft an und nahm sie sofort für eine Nacht. Er nannte es "Hostel Marco Polo" und es war ein Zimmer der Wohnung seiner Familie. Bad und WC wurden geteilt, alles war sauber und eine Nacht kostet nur 20 bosnische Mark (etwa 10 Euro).

Den Rest des Tages sah ich mir natürlich das prächtige Zentrum Sarajevos an und ass in einem traditionellen Restaurant das bosnische Nationalgericht Ćevapčići. Dies sind würzige Rindshackfleischwürschen die in einem Fladenbrot mit Schafskäse und Zwiebeln serviert werden - einfach herrlich! Ausserdem lohnt es sich in eines der traditionellen orientalischen Kaffees zu besuchen. Mann sitzt gemütlich in einem Innenhof unter Bäumen und kann die Zeit vergehen lassen während immer wieder hektische asiatische Touristen hineinstürmen um schnell Fotos zu machen oder ein Souvenir in den dazugehörigen traditionellen Geschäften zu kaufen.

TAG 4 (26.5.): Sarajevo - Foča - Tjentište

Heute sollte es einen eher gemütlichen Tag geben denn der kleine Ort Tjentište am Fusse des Maglić ist ja nicht übermässig weit von Sarajevo entfernt. So ging ich am Morgen zuerst einmal einen Kaffee trinken in der kleinen Kneipe vor meiner Unterkunft. Dort sass auch schon der Besitzer des kleinen Hostels mit seinem Kollegen. Er fragte mich über meine Pläne und sein Freund meinte sogleich er könne mich zum Busbahnhof fahren da er wegen seinen Kindern sowieso in die gleiche Richtung müsse. Allerdings war ich dann eine Stunde zu früh dort und so gab es noch einen zweiten Kaffee vor der Fahrt nach Foča.

Die Busstrecke nach Foča war wieder äusserst interessant denn gleich hinter dem Stadtgebiet ging es durch eine Schlucht bergauf zu einer Hochebene beim Ort Trnovo. Danach schlängelte sich die Strasse über einen Pass und ging dann steil bergab ins Tal des Bergbaches Bistrica. Über unzählige Kilometer ging es nun in einer tiefen Schlucht mit vielen Tunnels dem Bach entlang bis zur Mündung in die Drina. Von war es nun nicht mehr weit und ich war in Foča. In der Kleinstadt erfuhr ich, dass mein nächster Bus in Richtung Trebinje auf dessen Strecke mein Zielort Tjentište lag, erst in 2½ Stunden fahren würde. So trank ich zwei Bier im Restaurant der Busstation und las in meinen Reisebücher. Die Zeit verging dennoch rasch und ein Bus mit dem Ziel Trebinje kam aus Montenegro pünktlich in Foča an.  Ich stieg ein und ereichte nachmittags nach einer halbstündigen Fahrt Tjentište. Im kleinen Dorf im Nationalpark war erstaunt als der Bus fast in Nirgendwo anhielt und der Fahrer meinte das sei Tjentište!

Die wenigen Häusern sollten also das Dorf sein? Ich sah einige Wohnhäuser, ein Restaurant und eine Polizeistation. Ich fragte mich wo das Hotel ist und wanderte der Strasse entlang nach Süden,  vorbei an der verlassenen Nationalparkverwaltung und traf kurz vor der Brücke über die Sutjeska auf einen Wegweiser der mit "Maglić / 17km / 7h" angeschrieben war. Ich wollte heute aber nicht auf den Maglić sonder nur in mein Hotel - doch wenige Schritte weiter erkannte ich nach der Brücke die Ausschilderung vom einzigen Hotel in Tjentište. Bei meiner Ankunft im Hotel war ich noch der einzige Gast ausser einigen Leuten welche im dazu gehörenden Restaurant etwas tranken. Ich quartierte mich im Hotel Mladost ein und ging erst einmal ebenfalls etwas im Restaurant trinken. Dabei kam ich ins Gespräch mit den Angestellten und einem Taxifahrer und wir organisierten für den folgenden morgen die Fahrt hinauf zum eigentlichen Ausgangspunkt Lokva Dernečišta. Da die Fahrt über eine unasphaltierte Strasse geht und der Fahrer am Wanderausgangspunkt auf mich warten sollte machten wir einen Preis von 100 Mark, also etwa 50 Euro aus. Das war zwar für Bosnien und Herzegowina nicht billig, doch in der Schweiz gebe ich für einen Bergausflug normalerweise mehr Geld an einem Wochenende für Transportkosten aus.

Die Besteigung des höchsten bosnischen Berges war nun also organisiert jetzt musste ich nur noch Verpflegung für die Bergtour kaufen. Bevor ich zum kleinen Einkaufsladen bei der Bushaltestelle ging, besuchte ich das nahe gelegene monumentale Kriegsdenkmal der gefallen Partisanen aus dem Zweiten Weltkrieg. Neben dem Denkmal entdeckte ich dort unzählige Eidechsen die sehr flink waren und ich etliche Versuche benötigte um eine schön mit der Kamera zu erwischen. Mit der Besichtigung des "Spomenik Bitke na Sutjesci" und der Einkaufstour hatte ich dann auch schon ganz Tjentište gesehen und wollte den Abend im Hotelrestaurant ausklingen lassen. Inzwischen hatte sich eine Familie aus dem fernen Osten Russlands ebenfalls im Hotel einquartiert und wir kamen als einzige Hotelgäste ins Gespräch. Vater Андрей (Andrej) spendierte immer neues Bier und ich musste Tochter Олеся (Olesja) in Deutscher Sprache helfen die sie gerade am lernen war. So ging der nette Abend im Flug vorüber!

TAG 5 (27.5.): Maglić und Rückreise nach Sarajevo

Nach dem Frühstück stand mein Fahrer pünktlich um 8 Uhr vor dem Hotel Mladost bereit. Die Fahrt hinauf zur Waldlichtung Lokva Dernečišta auf etwa 1680m dauerte zirka eine halbe Stunde. Die zumeist unasphaltierte Strasse war für den VW-Bus kein Problem und auch jeder normale Personenwagen hätte die Strasse gemeistert. Ich war froh die Strecke mit dem Auto zurück zu legen, denn der stundenlange Fussaufstieg über das Strässchen wäre wegen dichtem Wald recht monoton gewesen.

Bei der Abzweigung des Bergweges auf den Maglić auf der grossen plateauartigen Waldlichtung Lokva Dernečišta steht ein neuer roter Wegweiser. Hier parkte mein Fahrer und ich lief dann auch gleich los. Es ging in den Wald und ich folgte fast waagrecht einer Forststrasse die sich bald verzweigt. Dort nahm ich den rechten Weg der bis zum Gipfelbereich auch sehr gut mit weissumrandeten, roten Punkten markiert ist, so dass man sich kaum verlaufen kann ausser vielleicht bei Nebel oder in der Nacht. Nach einer grösseren Lichtung mit schönen Alpenblumen änderte sich das Landschaftsbild etwas. Der Mischwald ging in praktisch reinen Buchenwald über es gab keinen Forstweg mehr, sondern nur noch einen Bergweg durch nun etwas ansteigendes Gelände. Nach nur etwa hundert weiteren Höhenmetern ändert sich die Vegetation nochmals und ein dichter Bewuchs von verkrüppelte Legföhren beherrscht nun das Landschaftsbild. Hier sah ich auch erstmals den Maglić mit seiner imposanten Norostwand die von fünf Pfeilern gestützt wird. Als der Bewuchs nachliess, erreichte ich eine Sitzbank von der ich die Route über den zweiten Pfeiler von links etwas einsehen konnte. Aus dieser Perspektive konnte ich es kaum glauben, dass ein gesicherter Bergweg den wuchtigen Pfeiler unschwierig überwindet.

Nun war ich gespannt wie es weiter hinauf gehen würde. Von der Sitzbank ging es zunächst etwas bergab über eine grosse mit Gras bewachsene Eben bis an den Fuss des mittleren Pfeilers. Dort wanderte ich einige Höhenmeter zuerst ziemlich senkrecht hinauf bevor der Weg immer mehr nach links in Richtung des zweitäussersten linken Pfeilers seine Richtung änderte. Ober einem türmten sich nun Wände und ein mächtiger Felskessel auf. Unterhalb des zweitäussersten Pfeilers erreichte ich ein Schneefeld bei dem ich am oberen Ende eine grosse Markierung entdeckte. Etwas näher an der Markierung sah ich auch einige Drahtseile unter dem Schnee hervorkommen. Für wich war es wegen nassem, erdigem Gelände einfacher die Stufe über Felsen zu erkraxeln als die Normalroute zu begehen. Ich stand jetzt auf der Rippe im unteren Teil des Pfeilers der über mir ragten zwei riesige Felstürme gegen den Himmel. Hier rastete ich noch einmal bevor es richtig steil werden sollte. Der Steig umgeht die Türme südseitig und ist grösstenteils mit Drahtseilen gesichert. Einzig ein steiles, schneegefülltes Couloir war etwas problematisch wo ich Tritte in den Schnee mit den Bergschuhen hauen musste. Oberhalb des zweiten Turmes erreichte ich wieder die Rippe und hatte einen hervorragenden Tiefblick über die Aufstiegsroute. Von dort an lag nun auch eine geschlossene Schneedecke auf dem mässig steilen, etwa 200 Meter hohen Hang der zum Gipfelkamm hinauf leitet. Schritt für Schritt stapfte ich durch den Schnee und kam etwas unterhalb des montenegrinischen Gipfels auf den Kamm. Ich besuchte deshalb den Crnogorski Maglić auch als ersten Gipfel der Tour. Der Aufstieg von Lokva Dernečišta war phantastisch gewesen, und so freute ich mich richtig, auf dem Hauptgipfel des Maglić zu stehen. Die Aussicht war prächtig! Gegenüber wartete nun der formschöne und höchste Gipfel von Bosnien und Herzegowina.

Also ging ich über den breiten Gratrücken und traversierte zwischen den beiden Gipfeln eine Kuppe an dessen Flanke. Kurz vor dem Schlussaufstieg überschritt ich die Grenze zurück von Montenegro nach Bosnien und Herzegowina die mit einer Infotafel des Nationalparks gekennzeichnet ist. Schon wenig später stand ich auf dem Bosanski Maglić. Die Aussicht von Westen über Norden bis Osten ist einfach super da kein höherer Berg im Blickfeld steht. Ich rastete recht lange dort oben und trug mich ins Gipfelbuch ein. Irgendwann musste ich aber wieder absteigen und macht mich dann zügig auf den Weg sobald ich den Gipfelkamm wieder verlassen hatte. Mein Taxifahrer wartete schon auf mich und wir fuhren zurück zum Hotel Mladost . Beim Dragoš Sedlo stoppten wir jedoch und der Fahrer zeigte mir einen eindrücklichen Aussichtspunkt von dem man ins urtümliche Tal der Perućica sehen kann. So war die Besteigung des Maglić Geschichte und ich genoss danach ein kühles Jelen-Bier im Hotelgarten.

Zufälligerweise traf ich dort ein Schweizerpärchen welches mit einem Kleinbus in Bosnien und Herzegowina unterwegs war. Sie boten mir an, dass ich später am Nachmittag bis Foča mitfahren könne was ich natürlich annahm. So war ich mir sicher dass ich am nächsten Tag sicherlich einen Bus nach Split an der kroatischen Küste haben würde. Nach einer kalten Dusche weil das heisse Wasser im Hotel nicht funktionierte, pachte ich meinen Rucksack und wir fuhren zusammen nach Foča. In Foča musste ich etwa eine Stunde warten und erwischte glücklicherweise noch einen Bus nach Sarajevo.

Zum Sonnenuntergang endete die Busfahrt in serbischen Teil Sarajevos an einer kleinen Busstation fernab des Zentrums. Ich nahm ein Taxi und fuhr mit dem uralten Fahrzeug zum bekannten Hostel "Marco Polo". Der Taxifahrer reichte mir immer wieder die Šljivovica-Schnapsflasche für die er im Auto neben dem Steuerrad ein spezielles Kästchen gebastelt hat. Das Zimmer im "Marco Polo" war glücklicherweise noch frei und ich quartierte mich nochmals für eine Nacht dort ein. Zum Abschluss ging ich wieder Ćevapčići essen und lies den Abend in einem Pub ausklingen.

TAG 6 (28.5.): Sarajevo - Split

Ich war der Meinung dass ein Bus schon um 7:30 von Sarajevo nach Split in Kroatien abfahren würde. Deshalb stand ich früh auf und lief in der noch schlafenden Stadt zum Busbahnhof. 7:30 Uhr war zwar angeschrieben doch stimmte die Angabe nicht und der Bus fuhr erst um 11 Uhr! So verbrachte ich die Zeit mit Frühstücken, Kaffetrinken und Lesen. Pünktlich um 11 Uhr fuhr dann aber der Bus ab und die Strecke war die Reise wert! Über den Pass Ivan Sedlo (959m) ging es nach Konjic an der Neretva. Nun folgte die Strecke stets dem Fluss bis zur Mündung. Kurz vor Mostar änderte sich das Landschaftsbild schlagartig von Mischwäldern zu typischer Mittelmeervegetation. Hinter Mostar war die Grenze zu Kroatien bald erreicht. Die Weiterreise durch Kroatien beschreibe ich im Reisebericht über die Dinara.

TAGE 6 BIS 10 (28.5.-1.6.): Kroatien Teil 2

Siehe Bericht zum Landeshöhepunkt: Dinara.

Nützliche Links zum Maglić:

Information beim englischen Wikipedia: Maglić
Information bei Summitpost: Mount Maglić
Wettervorhersage: Maglić Wetter
Information zum Nationalpark: NP Sutjeska

Anmekung: Sämtliche Aufnahmen sind in MEZ, für die richtige Zeit MESZ muss eine Stunde dazu gezählt werden.

Tourengänger: Sputnik


Minimap
0Km
Klicke um zu zeichnen. Klicke auf den letzten Punkt um das Zeichnen zu beenden

Galerie


Slideshow In einem neuen Fenster öffnen · Im gleichen Fenster öffnen


Kommentare (10)


Kommentar hinzufügen

amphibol hat gesagt: sehr interessanter..
Gesendet am 16. Juni 2014 um 21:44
Bericht einer wunderbarer Region in Europa. Deine Fotos und Ausführungen führen mich in Versuchung, dahin bald mal einen Abstecher zu planen! :-)

Merci & Gruss

Sputnik Pro hat gesagt: Spannender Balkan
Gesendet am 16. Juni 2014 um 21:55
Salü Amphibol,

Schön hat dir mein Bericht gefallen, eine Reise auf den Balkan lohnt sich auf jeden Fall. Wenns dich interessiertst scau doch einmal bei meinen anderen Reisen, da finst du auch Infos über MNE, AL, RKS und MK. Bei genügend Zeit lässt sich dann eine spannende Reise planen: www.hikr.org/list/764/

LG, Andi

X-Ray hat gesagt: Gratuliere!
Gesendet am 16. Juni 2014 um 22:13
mit Spannung habe ich auf deinen Bericht gewartet. - Schön!
Super Bilder die gluschtig machen.

Liebe Grüsse
X-Ray

Sputnik Pro hat gesagt:
Gesendet am 17. Juni 2014 um 06:11
Hi Christoph,

Danke dir. Da gib's wohl bei euch eine längere Balkanreise? ;-)

LG, Andi

pika8x14 Pro hat gesagt:
Gesendet am 17. Juni 2014 um 00:17
Hallo Andi,

herzliche Gratulation zum Maglić und damit zu einem weiteren, wirklich schönen Landeshöhepunkt.

Dein - wie immer - sehr informativer Bericht und Deine Bilder wecken schöne Erinnerungen an unsere Touren in BiH. Und einiges Neues (Beschilderungen, …) haben wir auch entdeckt.

Viele Grüße, Andrea + André.

PS: Wir sind schon auf Deinen Dinara-Bericht gespannt.

Sputnik Pro hat gesagt:
Gesendet am 17. Juni 2014 um 06:08
Hallo zusammen,

Euro Fotos und euren tollen Bericht dienten mir teilweise als hervorragende Vorlage. Die Wegfindung ist nun allerdings wegen den vielen neuen Markierungen und einem scheinbar oft begangenen Bergweg kein Problem mehr.

Danke für den Kommentar übrigens. Bosnien und Herzegowina hat mir gut gefallen. Und der Landeshöhepunkt gehört sicher zu den schönsten Europas.

Viele Grüsse aus der Schweiz,

Andi

Linard03 Pro hat gesagt:
Gesendet am 17. Juni 2014 um 16:22
Hoi Andi,

danke für den ausführlichen Bericht, auf den ich natürlich bereits gewartet hatte ... ;-)
Mal sehen, wann ich mal nach Bosnien reisen kann ...

Gruss aus Jiyuan (China),
Richard

Sputnik Pro hat gesagt: Maglić
Gesendet am 17. Juni 2014 um 17:05
Salü Richard,

Bitte, bei so viel Erlebnissen und dem interessanten Reiseland gibt es auch viel zu schreiben. Freue dich auf die Bosnienreise und der Maglić ist ein Superberg!

Grüsse nach China!

Andi


dropsman hat gesagt:
Gesendet am 26. Juni 2014 um 06:32
Glückwunsch zur Besteigung des Maglic. Im letzten Jahr war im Mai die Straße ab ca. 1.500m noch tief verschneit. Der Maglic steht seit dem ganz oben auf meiner Liste. Vielleicht klappt es bei mir im nächsten Jahr. Die Landschaft in der Gegend ist auf jeden Fall wunderschön. Weiterhin gutes gelingen!

Gruß Thomas

Sputnik Pro hat gesagt: Maglić.
Gesendet am 27. Juni 2014 um 17:14
Hi Thomas,

Danke für den Kommentar. Ich hoffe du erreichst den Gipfel beim nächsten mal. Ein Besuch des wunderschönen Berges lohnr sich auf jeden Fall und Bosnien ist ein wunderschönes Land.

Gruss, Andi


Kommentar hinzufügen»