Juffinger Jöchl (1186m)


Publiziert von Tef Pro , 14. Mai 2013 um 21:02.

Region: Welt » Österreich » Zentrale Ostalpen » Kitzbüheler Alpen
Tour Datum: 4 Mai 2013
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Aufstieg: 650 m
Abstieg: 650 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Inntalautobahn Ausfahrt Wörgl Ost. Richtung Sankt Johann bis zum Weiler Obing. Kein richtiger Parkplatz in der Nähe. Am besten bei der Kreuzung rechts über die Brücke und dahinter platzsparend parken
Kartennummer:Kompass Nr. 09

Es ist ja oft schade, wenn in Karten Pfade nicht mehr verzeichnet sind, nur weil sie nicht mehr markiert werden, aber noch gut gangbar wären. Passiert leider bei allen Karten, AV gleich wie Kompass.
Und dann gibt es noch den umgekehrten Fall: auf der Karte lustig rot eingezeichnet, in Natura quasi nicht mehr existent. Bei so einem Fall ist Abenteuer garantiert!
So ist es uns heute ergangen: die bescheidenen Wetteraussichten ließen uns ein bescheidenes Gipfelziel auswählen: das Juffinger Jöchl, ein unbedeutender Waldgupf, ein Trabant des an sich schon unbedeutenden Pölven. Aber so leicht lassen wir uns nicht abschrecken, auch der kleinste Gupf kann Großartiges bieten.
Die Kompass Karte suggeriert einen Steig von Süden, eine vor allem im Frühling von uns bevorzugte Ausrichtung. Um es kurz zu machen: es gibt wenn überhaupt nur noch einen Hauch von Pfad. Trotzdem (oder gearde deswegen) hatten wir unseren Spaß! Mit etwas Gespür und Lust auf Abenteuer läßt sich so eine wunderschöne Wanderung unternehmen.
Wir starten an der B178 bei Obing. Es geht zwischen den Häusern schräg nach links aufwärts, bei einer Verzweigung  bei den letzten Häusern nehmen wir die rechte Forststraße, die uns hoch zu einem Bacheinschnitt bringt.
Von rechts kommen wir später zurück, nun wandern wir nach links in den Wald hinein. Der Weg wird immer schmäler und geht schließlich in einen Pfad über. Auf der Lichtung wurde gerodet und es liegen noch genug Stämme herum, die das Gehen erschweren. Zunächst halten wir uns eher rechts, weiter oben queren wir nach links und treffen auf einen alten zugewucherten Waldweg. Auf ihm queren wir nach links, durchschreiten einen kleinen Graben und kommen bei den untersten Wiesen von Schleichenberg heraus.
Der Wiesenweg führt nun nach rechts hoch zu dem wunderschönen alten Bauernhaus. Dabei werden wir von Kühen verfolgt und müssen einige Elektrozäune (Stromschlag inclusive - bei den nassen Wiesen kein Wunder) übersteigen.
Beim Bauernhaus gehen wir auf der Teerstraße ein kurzes Stück nach links und steigen dann geradewegs die Wiesen hoch. Ziel ist ein Marterl etwas links eines Heustadels am Waldrand.
Hier tauchen wir in den Wald ein und steigen nun rechts eines Grabens weglos aufwärts. So erreichen wir eine Lichtung, wo wir auf einem Baumstamm rasten. Danach geht es weiter bergwärts und bei einer etwas flacheren Stelle stoßen wir auf einen alten Pfad, der schräg nach rechts führt und doch tatsächlich in einen markierten Wanderweg mündet.
Es handelt sich um den Weg 6A, der vom Stallhäusl hochzieht. Da über uns jedoch eine Wiese lockt, steigen wir geradwegs weiter und erreichen so die schöne, aussichtsreiche Wiese. Ein Forstweg bringt uns nach links zwischen einigen Hütten hindurch. So kommen wir, wieder zusammen mit dem Weg 6A zum Rücken westlich des Gipfels. Ein Haus steht da und eine Wiese mit Bank und schöner Aussicht verlockt zur Pause.
Zum Gipfel geht es nun über den bewaldeten Rücken nach Osten, die angegebenen 45 Minuten sind maßlos übertrieben, man würde sie sogar rückwärts auf einem Bein unterbieten. Kurz vorm Gipfel durschreitet man eine kleine Wiesensenke, wo nach Süden ein kleiner Pfad abgeht - den nehmen wir später als Abstieg. Zunächst jeodch wandern wir noch die paar Minuten weiter zum Gipfel. Der bietet zwar keinen 360° Blick, aber immerhin in die Kitzbüheler Berge und zum Hauptkamm.
Der vorher beschriebene Pfad bringt uns zunächst über Wiesen, später durch Wald in südöstlicher Richtung hinab zu einem Forstweg. Diesem folgen wir in einer weiten Schleife hinab zum Gasthof Stallhäusl.
Unmittelbar vor dem Wirtshaus zweigt nach links ein kleiner Pfad ab. Er ist anfangs gar nicht so einfach zu erkennen, aber markiert. Später führt er dann sehr schön im Mischwald hinab. Direkt bei einem Bauernhof kommen wir heraus. Nun folgt man der Straße nach links, bis nach rechts ein Forstweg abgeht. Dieser bringt und zügig durch den Wald zurück zur ersten Verzweigung oberhalb Obing.

Tourengänger: Tef

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