Mount Dana (3.981 m)


Publiziert von pika8x14 Pro , 18. September 2011 um 16:46.

Region: Welt » United States » California
Tour Datum:29 Juli 2011
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Hochtouren Schwierigkeit: L
Wegpunkte:
Geo-Tags: USA 
Zeitbedarf: 6:30
Aufstieg: 1000 m
Abstieg: 1000 m
Strecke:Tioga Pass Entrance - West-/Nordwest-Hang - Mount Dana (und zurück)
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Auf der Tioga Road (Highway 120) zum Tioga Pass Entrance des Yosemite National Park, unmittelbar westlich des Kassenhäuschens liegt ein kleiner Parkplatz. Hier befindet sich der Trailhead für die Wanderung zu den Gaylor Lakes und der Ausgangspunkt für die Besteigung des Mount Dana.
Unterkunftmöglichkeiten:Campingplätze, Lodges und Hotels im Yosemite National Park. Weitere Unterkünfte in den umliegenden Orten.
Kartennummer:National Geographic Trails Illustrated Map Nr. 206 "Yosemite National Park" und kostenlos im National Park erhältliche Infoblätter mit Kartenskizze.

Unser heutiges Tourenziel, Mount Dana, ist mit 3.981 m (13.057 ft) nach dem Mount Lyell der zweithöchste Berg im Yosemite National Park. Von der Eingangsstation am Tioga Pass (3.031 m) aus ist er vergleichsweise schnell und auf relativ einfachen Wegen erreichbar. Darüber hinaus bieten sich vom Gipfel aber auch von unterwegs wunderschöne Ausblicke. Entsprechend ist der Mount Dana gut besucht. Wir wollen die heutige Tour außerdem zur Akklimatisierung und als letzte Vorbereitung für die Besteigung des *Mount Whitney nutzen.

Vom kleinen Parkplatz aus, der sich unmittelbar westlich des Eingangs zum National Park (Tioga Pass Entrance) befindet, starten wir. Wir überqueren die Straße (Tioga Road = Highway 120) und laufen ein kurzes Stück in Richtung Kassenhäuschen. Von dort führt der unmarkierte Weg erst leicht bergab, bald wieder moderat bergauf über Bergwiesen - die Dana Meadows. Es geht vorbei an kleinen Seen, in denen sich Bäume und umliegende Berge spiegeln.

Von nun an führt unser Weg steiler im West-/Nordwest-Hang hoch zum Mount Dana. Bald gibt es keine Bäume mehr, dafür verschiedene Wildblumen. Auch diese verschwinden mit zunehmender Höhe, lediglich die blauen Sky Pilots wachsen bis hinauf zum Gipfel. Wir bewegen uns nur noch zwischen Geröll oder über Schneefelder. Durch den Schnee, der in diesem Jahr reichlich und wohl auch noch spät gefallen ist, ist der Verlauf des Weges stellenweise kaum nachzuvollziehen. Auf ca. 3.500 m erreichen wir Gelände mit gemächlicherer Steigung, zwischen den Schneefeldern taucht auch der Weg wieder auf.

Das letzte Teilstück des Aufstiegs führt dann aber wieder durch steileres Geröll. Es gibt mehrere Pfade. Hier kann man sich an Steinmännern orientieren. Ebenso helfen voraus gehende oder besser noch ggf. schon absteigende Wanderern bei der Suche nach dem Weg, da leider einige Steinmänner in die „Irre“, sprich mitten ins Geröll führen. Außerdem machen auch hier Schneefelder (steiler als zuvor) alles noch etwas schwieriger.

Trotzdem kommen wir halbwegs zügig voran, da die grobe Richtung - zwischendurch auch mal ohne Weg - grundsätzlich klar ist: im Zweifelsfall nach oben ;-). Nach ca. 3,5 Stunden erreichen wir den Gipfel des Mount Dana.

Hier gibt es nun trotz der eher mittelmäßigen Sichtverhältnisse ein hervorragendes Panorama zu bestaunen: Im östlicher Richtung blicken wir einen steilen Abbruch hinunter direkt in ein großes Kar (glacial cirque "Glacier Canyon") mit Schneefeldern, See (Dana Lake) und Gletscher (Dana Glacier). Am gegenüberliegenden Rand des Kars schauen wir über das Dana Plateau hinweg ins Mono Basin mit dem Mono Lake - 2.000 m unter uns. Daneben sind die Mono Craters zu erkennen. In allen anderen Richtungen gibt es unzählige Sierra Nevada-Gipfel zu bestauen: u. a. Mount Conness und North Peak im Nordwesten, Mammoth Peak, Kuna Crest und Cathedral Range im Südwesten oder auch den nahen Mount Gibbs im Süden. Und natürlich blicken wir hinunter auf die Dana und Tuolumne Meadows. Weit im Norden ist sogar der *Matterhorn Peak zu erahnen.

Für den Abstieg (und natürlich auch für den Aufstieg) gäbe es alternative Routen. Bei den heutigen Bedingungen (Schnee) wollen wir aber keine Experimente machen und gehen deshalb auf bekanntem Weg zurück. Nach 6,5 Stunden - bei 1,5 Stunden Pause - erreichen wir unser Auto genau in dem Augenblick, als Regen und Gewitter beginnen. Das ist Timing. Vielleicht aber auch nur Glück ;-).

Fazit: Sehr schöne, vergleichsweise einfache Tour auf einen Berg mit Super-Panorama. Heute durch die Schneefelder sicherlich etwas schwieriger als ohne, da man entweder den Schnee queren oder Umwege über Geröllfelder machen muss. Außerdem ist die Wegfindung erschwert. Bewertung deshalb heute T3/L.


pika8x14 sind heute: A. + A.



Tourengänger: pika8x14

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