Mt Kinabalu 4095m & highest Via Ferrata of the World


Publiziert von MicheleK , 30. August 2011 um 01:05.

Region: Welt » Malaysia » Sabah
Tour Datum: 9 August 2011
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Klettersteig Schwierigkeit: WS
Wegpunkte:
Geo-Tags: MAL 
Zeitbedarf: 2 Tage
Aufstieg: 2300 m
Abstieg: 2300 m
Strecke:Timpohon Gate - Pendant Hut - Sayat Sayat Hut - Mt Kinabalu Low's Peak 4095m - p. 3776m - Via Ferrata Low's Peak Circuit - p 3300m - Pendant Hut - Timpohon Gate
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Kinabalu National Park HQ: 2h from Kota Kinabalu (public bus, taxi, etc) Timpuhon Gate: can be reached via minibus from HQ in 15min.
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Idem: transport to HQ and back to Kota Kinabalu (2.5h).
Unterkunftmöglichkeiten:Laban Rata Hut (by Suthera Sanctuaries, (www.suteraharbour.com) or Pendant Hut by Mountain Torq (www.mountaintorq.com). Achtung: unbedingt Uebernachtung 2-3 Wochen im Voraus buchen, da immer vollbesetzt.

One of the highlights of our Borneo & Malaysia trip, Mt. Kinabalu is the highest mountain in South East Asia. The way up is a simple, yet long hike and every single day has ca. 100-200 people summiting the mountain. On the way down we chose Low Peak Circuit, the recently built Via Ferrata. A fantastic 2 days, although one has to cope with the red tape and realize this is not in the Alps but on Borneo, where mountain outdoors have a different value and are managed differently.

Planung

Will man die Sabah Buerokratie ueberlisten und vermeiden in KK tagelang auf einen slot zu warten, bleibt einem nichts anderes uebrig als das Abenteuer im Voraus zu planen. Als Individualreisende ist dies zwar sehr unangenehm; wir haben halt ganz einfach unsere Sabah Reiseroute rund um die Besteigung herum geplant. Wie i
m Lonely Planet seitenlang beschrieben, wird der Kinabalu Nationalpark (und ein Paar andere davon) im Auftrag der Regierung durch die Privatfirma Sutera Harbour gemanaged und insbesondere die Uebernachtung auf ueber 3300m laeuft ueber dieselbe. Da wir noch die exklusive ViaFerrata anhaengen wollten (weltweit die hoechste, laut Guiness Book)  rief ich ca. 1 Monat im Voraus bei den Betreibern der Ferrata an (ja, die Ferrata ist nicht oeffentlich zugaenglich, bzw. nur gegen Bezahlung, so wie der ganze Berg und Nationalpark). Der Betreiber Mountain Torq (www.mountaintorq.com) verwies uns zum Veranstalter ABC Tours welcher auf Individual Abenteuerreisen in Sabah und Sarawak spezialisiert ist (www.abc-tours.my).
Achtung, Preise sind exorbitant hoch (insb. fuer Malayische Verhaeltnisse): fuer die Besteigung von Mt. Kinabalu (inkl Guide und Accomodation und HP) muss ca. mit 250 Euro/Nase gerechnet werden. Falls man noch eine Akklimatisationsnacht im NP auf ca. 1800m einplant, sowie die Ferrata auch noch mitnimmt, kommt man schnell auf 500 Euro pro Person. Mit ABC hat alles dann auch sehr gut geklappt.

Approach/Anfahrt
Am spaeten Nachmittag von Kota Kinabalu am Meer ueber sehr schoene Huegellandschaft in ca. 2h zum Taman Kinabalu HQ auf 1600m. Dort konnten wir in den konfortablen Hill Lodge uebernachten. Das Nachtessen im Buffet Style Cafeteria war sehr gut und reichlich. Depot des 20 kg Backpack und Materialvorbereitung.
 
Huettenzustieg (3h, T3, 1500hm)
nach einem reichhaltigen Breakfast treffen wir am HQ unseren Guide Julius und fahren, nachdem wir unser Badge um den Hals kriegen (!) per Minibus zu unserem Startpunkt, das Timpohon Gate (1800m). Ein guter Weg fuert nun durch dichten Urwald ueber unzaehlige etwas zu hohe und steile Treppen zu den hoch auf 3300m, wo die Huetten stehen. Wir starten um 8:45h. Das Ambiente ist genial, immer wieder kommen Nebelschwaden auf, richtig Regenwald eben, die Temperatur sehr angenehm. Wir treffen viele Traeger - alles Material wird per Pedes hochgeschleppt 8 MYR das Kilo, aber auch viele Touris in Turnschuhen welche jede 10m eine Verschnaufpause einlegen muessen! Die Richtzeit fuer Wanderer wird mit 5h angegeben :-)  wir ueberholen Dutzende von Touristen und ich bin in 2:45h bei der Pendant Hut auf 3350m; SamX  ist sehr fit und schnell unterwegs und ist in rekordtraechtigen 2h bei der Huette am Teetrinken...Julius nimmts gemuetlich und trifft etwas spaeter auch ein.

Uebernachtung
Am Nachmittag regnet es kurz und kraeftig und wir verbringen die Zeit mit Nichtstun und indem ich die Laban Rata Felswand bestaune. Nach einem kurzen Nickerchen und dem sehr guten und ueppigen Buffetstyle Nachtessen um 18 Uhr Uhr in der Laban Rata Huette erleben wir einen absolut einmaligen Sonnenuntergang ueber den Wolken. 20Uhr Lichterloeschen. Die Pendant Hut ist unbeheizt was aber weiter kein Problem ist, da man in guten (zu) warmen Schlafsaecken uebernachten darf. Aussentemperatur: 10 Grad C.

Gipfelanstieg (1.30h, T3, I, 800hm)
wir stehen um 2:30 Uhr auf und Abmarsch ist erst fuer 3:30Uhr geplant. Alle anderen schon um 1:30Uhr aufstehen kann ich auch keinen Schlaf mehr finden. Alle sind schon weg als wir beim Fruehstueck sind und so starten wir ganz alleine mit Julius im Schein der Stirnlampen um 3:30am. Alsbald ueberholen wir Dutzende von keuchenden Touristen die sich die sehr steilen Treppen heraufmuehen (z. T. mit Turnschuhen). Die kurze 5m hohe 50Grad Stelle ueber Granitplatten ist mit Fixseil entschaerft - das ganze ist uns zu dumm und wir ueberholen etwas Abseits auf Platten ganze Scharen. Auf ca. 3600m bei der Sayat Sayat Huette werden um 4.15am tatsaechlich unsere Badges gecheckt! Nach einer Traverse gehts noch mit maessiger Steigung hoch auf das geniale Granitplateu auf ca. 3800m und wir gehen dann etwas abseits zum Gipfelaufbau. Die ganze Route ist mit einem fetten Fixseil "markiert" welche mit Ausnahme der kurzen etwas ausgesetzten Stelle echt nur der Markierung und Psychologie dient !-)
Wir erreichen Low's Peak 4095m unter den Ersten um 5 Uhr. Es ist doch um die 2C kalt und wir sind um die warmen Kleider, Kappen, Handschuhe etc  sehr froh. Allmaehlich kommen Dutzende von Leuten an und vergeblich warten wir alle 45min lang auf den Sunrise, der heute einfach nicht kommen will. Alles ist in gespentischen Nebel eingehuellt...

Via Ferrata (im Abstieg, PD, 5h, 800hm):
Wir nehmens ueberhaupt nicht tragisch, verlassen den Gipfel um 6 Uhr und begeben uns zum Einstieg der Ferrata auf 3776m wor wir auf den Mountain Torq Guide und die anderen Participants treffen. Dieser ist angeblich der hoechsgelegene Klettersteig der Welt und der einzige in ganz Asien (!!). In Verbindung mit dem Sunrise auf dem Kinabalu Gipfel wird er meistens im Abstieg begangen. Die Lage und Tiefblicke sind genial, quert der Steig doch die absolut glatten Granitplatten der Laban Rata Wand oberhalb der Huetten. Der Steig ist im Franzosenstil mit ueppigen Sicherungen gebaut und ist fuer unsere Verhaeltnisse technisch einfach. Er ist mit K3 angegeben da er eine tibetanische Bruecke und eine Monkeybridge einschliesst. Leider waren wir, entgegen meiner Abmachung mit Mountain Torq, in einer Gruppe mit 3 blutigen Anfaengern aus Australien.. die waren ja wirklich nett, aber.... Die Guides sind verpflichtet die Gruppe anzuseilen und verlangen dass das laufende Seil in die Pigtail Sicherungen gelegt wird... So ging es fuer die 300hm eine Ewigkeit... Obwohl SamX irgendeinmal sagte ' jezt nimmi s' Seil, tue mi 50m abseile und vertscheuss mich...." hatten wir dadurch ueppig Zeit um die wirklich schoene Aussicht und Tiefblicke zu geniessen. Die Wand bietet mittlerweilen auch geniale Plattenkletterei in extrem rauhen Granit an. Eine 300m hohe Placca di Tegna :-) Bei Mountain Torq buchbar (man muss aber 3 Tage buchen, sehr wahrscheinlich inkl. einem Kletterkurs LOL). Nach einem kurzen Urwaldwatsch wird noch einmal in leichtem Felsgelaende traversiert und der Ausstieg ist knapp oberhalb der Pendant Hut, erreicht. In der Pendant Hut gibts Lunch.

Abstieg (T3, 2h, 1500hm).
Nach dem Lunch gehts  weiter zur langen Knietortur nochmals 1500hm runter zum Timpohon Gate. Es regnet leicht was den Abstieg sehr angenehm aber glitschig macht (Konzentration...). Wieder ueberholen wir Dutzende Wanderer. Julius erzaehlt lange von seiner 30 Jaehrigen Karriere am Berg und von jaehrlichen Opferzeremonien fuer die Goetter auf dem Kinabalu Gipfel...

Wir kommen ziemlich muede um 14 Uhr am Timpohon Gate an. Transport zum HQ, Dort bekommen wir noch die "Certificates" (LOL) zur gelungenen Besteigung und Ferrata. Es giesst in Stroemen. Transport nach KK.

Fazit
trotz den speziellen Verhaeltnissen im Nationalpark, trotz der ueber-umsichtigen gefuehrten Sicherung am Steig, trotz der langsamen Gruppe, trotz  dem exorbitant hohen Preis und den vielen Leuten... die Besteigung des Kinabalu bleibt ein einzigartiges Erlebniss in wundervoller Natur.   

Tourengänger: MicheleK, SamX

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