Im aargauischen Emmental


Publiziert von ABoehlen Pro , 4. Oktober 2010 um 20:11.

Region: Welt » Schweiz » Aargau
Tour Datum:27 September 2010
Wandern Schwierigkeit: T1 - Wandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-AG 
Zeitbedarf: 4:30
Aufstieg: 320 m
Abstieg: 480 m
Strecke:Walde - Bründlichrüz - Waldertsholz - Hohliebi - Böhler - Hochwacht - Wannenhof - Teufenthal, 16 km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:mit Postauto von Schöftland nach Walde
Zufahrt zum Ankunftspunkt:WSB bis cff logo Teufenthal
Kartennummer:LK1089 Aarau, 1109 Schöftland

Wie schon oft ist bereits die Anreise zur Wanderung ein Erlebnis. Da der schnellste Weg von Bern nach Schöftland nicht (mehr) über Aarau führt, sondern über Zofingen, steigen wir dort nach weniger als einer halben Stunde Fahrzeit im InterRegio auf den Bus um, der sogleich losfährt. Und diese Fahrt ist überraschend abenteuerlich, auch wenn wir aufgrund des dichten Nebels nicht allzu viel sehen können. Kurvenreich und ziemlich schmal ist die Strasse, die durch das Mühletal zum Passübergang Linden (583 m) hinauf führt. Und auch die Abfahrt Richtung Uerkheim hat es in sich, denn beim hohen Tempo wird der Bus auf der unruhigen Strasse ziemlich durchgeschüttelt. Offenbar sind die Fahrpläne aber derart spitz kalkuliert, dass die Fahrer gar nicht anders können, als so zu rasen, denn wir kommen ziemlich pünktlich in Schöftland an. Etwas geruhsamer ist dafür die anschliessende Fahrt hinauf ins Ruedertal, wo wir nebst einer grösseren Wandergruppe fast die einzigen Passagiere sind. In Walde lassen wir diese Gruppe alleine weiterfahren und steigen aus.

Walde (607 m), grösster Ortsteil der Gemeinde Schmiedrued-Walde, liegt im hinteren Teil des Ruedertales, welches namentlich zwischen Schlossrued und Schmiedrued tief eingeschnitten und sehr schmal ist. Kein Wunder, bezeichnet die grossformatige Hochglanzbroschüre von AARGAU TOURISMUS, die ich vom diesjährigen Eidgenössischen Schützenfest mit nach Hause gebracht habe, das Ruedertal als "aargauisches Emmental".

Nach dem Aufwärmkaffee in der "Pinte" steigen wir bergan, um vorbei am Hof Lee den Rastplatz Bründlichrüz (710 m) zu erreichen. Wie bei meiner letzten Tour in dieser Gegend, ist er auch heute verlassen, denn es ist trotz Sonne kühl und vom vielen Regen der letzten Zeit ist sowieso alles klatschnass.

Der Weiterweg führt uns nun über den anfänglich sehr breiten, später zunehmend schmaler werdenden Höhenrücken zwischen Rueder- und Wynental. Für ein Stück weit benutzen wir dazu den im letzten Jahr eingeweihten Schlossrueder Erlebnisweg, wo Informationstafeln über Flora, Fauna und Landwirtschaft informieren. Aber auch der Weg selbst lässt keine Langeweile aufkommen, denn Wald und offenes Gelände wechseln sich in rascher Folge ab und mal geht es bergauf, mal bergab -  wie im Emmental eben! Schliesslich nähern wir uns dem bedeutendsten Passübergang zwischen Rueder- und Wynental, dem Böhler (auf der aktuellen Landeskarte neuerdings mit zwei "ö", dafür ohne "h" geschrieben). Das dortige kleine Beizli hat leider geschlossen, aber wir haben ja unser Picknick dabei.

Nach dem Pass folgt nochmals ein Aufstieg auf die Hochwacht (653 m), einen der besten Aussichtspunkte der Gegend. Bei klarem Wetter sähe man von hier Alpengipfel wie Glärnisch,Uri-Rotstock , Wildhorn oder La Berra, aber leider ist die Luft heute derart trüb, dass nicht mal die recht nahe gelegenen Zentralschweizer Alpen zu erkennen sind.

Auf einem steilen und nassen Weg steigen wir über die Nordseite ab und folgen dem Höhenweg Richtung Rütihof durch einen ausgedehnten Wald, ehe wir zum Wannenhof abbiegen, wo dann der Abstieg ins Wynental beginnt. Dort endet die erste Tour der diesjährigen Herbstferien bei mittlerweile recht warmem Wetter. Ob es wohl so bleibt...?

Tourengänger: ABoehlen, Stini


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