Hiken auf KRETA (1): Afendis Stavromenos (1476 m); höchster Punkt des Thriptis-Gebirges


Publiziert von johnny68 Pro , 19. September 2010 um 20:24.

Region: Welt » Griechenland
Tour Datum: 8 September 2010
Wandern Schwierigkeit: T1 - Wandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: GR 
Zeitbedarf: 4:00
Aufstieg: 600 m
Abstieg: 600 m
Strecke:Thripti - Afendis Stavromenos
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit dem PW nach Thripti
Unterkunftmöglichkeiten:in Agios Nikolaos bzw. in den Küstenorten an der Mirabello-Bucht

Mitte September 2010 habe ich 10 Ferientage auf Kreta verbracht. Nur am Abend habe ich zum Abkühlen vor dem Hotel im Meer (26 ° C!) gebadet; die übrige Zeit habe ich verschiedene Touren gemacht: auf die höchsten Gipfel der 4 im Osten/in der Mitte gelegenen Gebirge (Thriptis-, Dikti-, Idi- und Asterousia-Gebirge), Schluchttouren, Küsten- und Macchia-Wanderungen.
 
Allgemeines
 
Kreta ist mit 8260 km2 die grösste griechische Insel. Sie ist rund 300 km lang und max. 50 km breit. Sie ist im Sommer sehr heiss und trocken. Mitte September waren die max. Temperaturen bis 35 ° C. Im Winter kann es auf den Bergen viel Schnee haben. Die Insel ist sehr gebirgig. Der höchste Gipfel (Timios Stavros im Idi-Gebirge) ist 2456 m hoch.
 
Wenn man wie ich (Agios Nikolaos) im östlichen Teil der Insel stationiert ist, muss man sich auf Hikes in Ost- und Mittelkreta beschränken. Die Distanz zu den interessanten Gebirgen und Schluchten von Westkreta („Weisse“ Berge – Lefka Ori mit der sehr bekannten, aber auch überlaufenen Samaria-Schlucht) ist zu gross.
 
Die Wander- und Bergwege sind in Kreta überraschend gut gekennzeichnet. Dies ist vor allem dem Europäischen Fernwanderweg E4 zu verdanken (Südportugal – Zypern; das gegenwärtige Ende liegt im Osten von Kreta bei Kato Zakros). Der E4 führt kreuz und quer durch Kreta und ist mit Stangen und gelben Fahnen gut markiert. Als Wegmarkierungen findet man zudem Steinmänner, farbige Punkte oder Pfeile und hie und da Hinweistafeln.
 
Etwas prekärer ist es mit den Kartenwerken. Hier gibt es für Hiker wirklich nichts Exaktes. Die Karte von „Freytag & Berndt“ (1:150'000), die ich mir gekauft habe, ist eher für Autofahrer. Vom Bergverlag „Rother“ gibt es 2 Wanderführer (West- und Ostkreta), wo auch alle Gipfeltrails beschrieben sind.
 
Unbedingt notwendig sind sehr gutes Schuhwerk (hohe, feste Trekkingschuhe) und dichte lange Hosen. Die Trails sind meistens überaus steinig. Kein Gras hält die Steine zusammen! Die Vegetation besteht vielerorts aus teilweise mannshohen Dornbüschen, die eklig kratzen.
 
Mitnehmen muss man genügend Vorrat an Trinkwasser. Unterwegs gibt es nur wenig Stellen, wo man Flaschen auffüllen kann.
 
Für die meisten Touren ist ein Mietwagen unentbehrlich. Mit dem ÖV erreicht man die entlegenen Orte kaum.
 
Mit der Sprache und der Schrift kommt man nach einer kurzen Angewöhnung gut zurecht. Meistens versteht man englisch. Ortstafeln sind häufig, aber nicht immer, in griechischer und lateinischer Schrift gestaltet. Es ist nützlich, wenn man vorher das griechische Alphabet lernt! Die Leute sind im Übrigen sehr hilfsbereit.
 
 
Besteigung des Afendis Stavromenos
 
Die Besteigung des höchsten Berges des aus der Ferne zackig ausschauenden Thriptis-Gebirges ist leicht: die Funkantennen auf dem Gipfel sind durch eine Strasse (Dirt Road) erschlossen.
 
Ich startete die Tour im schön gelegenen Dörfchen Thripti (wo es eine nette Taverne gibt). Thripti erreicht man von Westen über eine schmale und zum Teil recht abenteuerliche Strasse. Ab Thripti benützt man für 2 km ein Feldsträsschen genau Richtung Osten (Teil des E4). Nach 2 km biegt man nach Süden ab und geht weitere 4 km auf der Dirt Road (die zum Teil abgerutscht ist) in Kehren den Hang hoch. Parallel zur Dirt Road verläuft eine kaputte Stromleitung (es hängen abgerissene Drähte auf die Strasse herunter!).
 
Wenn man eine erste Anhöhe erreicht hat, sieht man den Gipfel mit den Antennenmasten vor sich. Auf dem Gipfel hat es wie so oft in Kreta eine Kapelle, zudem eine verschlossene Schutzhütte. Weil die Stromleitung auf den Gipfel kaputt ist, röhrt für den Betrieb der Antennenmasten hier oben dauernd ein Generator. Vom Gipfel aus hat man eine schöne Aussicht über den gesamten Ostteil Kretas.
 
Rückkehr auf demselben Weg nach Thripti. 

Tourengänger: johnny68


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