Ixta mit Popo-Blick


Publiziert von detlefpalm Pro , 22. Dezember 2018 um 09:05.

Region: Welt » Mexiko » Puebla
Tour Datum:13 November 2007
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: MEX 
Zeitbedarf: 1 Tage 12:00
Aufstieg: 1400 m
Abstieg: 1400 m
Strecke:14 Kilometer

Iztacchihuatl (kurz: Ixta) ist der dritthöchste Berg Mexikos, und Popocatepetl (kurz: Popo) der zweithöchste. Der Ixta hat nicht die typische Vulkanform von Popo or Pico de Orizaba, sondern hat die Form eines langgezogenen Bergrückens. Von Osten und Westen gesehen, gleicht der Berg einer schlafenden Frau, und dementsprechend sind auch die verschieden Gipfel bezeichnet:

La Cabellera: Die Haare
La Cabeza: Der Kopf
La Oreja: Das Ohr
El Cuello: Der Nacken
El Pecho: Die Brust
La Barriga: Der Bauch
Las Rodillas: Die Knie
Los Pies: Die Füße

Ziel der meisten Bergwanderer und Bergwanderinnen ist, der Ixta auf die Brust zu steigen. Das ist der höchste Punkt, der in der Literatur wechselweise mit 5230 Meter oder 5286 Meter angegeben wird. Meistens erfolgt das über die Knie. Das ist ein langer Weg, ca 14 Kilometer, der auf knapp 4000 Meter beginnt, und auf dem mehrere Höhen und Tiefen zu überwinden sind. Die meisten Gipfelaspiranten rechnen mit einer Zeit von 12 Stunden, das ist auch ungefähr was wir benötigten.

Neuerdings wird der Ixta sehr häufig von Mexikanern auch als Tagestour (in der Nacht beginnend) von Mexiko City begangen. Verglichen mit der Zeit unsere Besteigung, in 2007, scheint heutzutage deutlich weniger Schnee zu liegen, das mag aber auch jahreszeitlich bedingt sein. Leider hört man jetzt vermehrt von Raubüberfällen am Startpunkt, daher ist es vielleicht keine schlechte Idee sich dem Wochenend-Strom anzuschliessen, der für genügend Betrieb am Parkplatz sorgt.

Wir gingen es damals gemächlicher an: Wir verbrachten zur Akklimatisierung eine Nacht am Paso de Cortes, der Ixta und Popo voneinander trennt. Am nächsten Tag wanderten wir recht gemütlich bis knapp hinter die Füße (Col 3 oder Portillo 3) und sonnten uns dort. Die Idee war soviel Zeit in der Höhe zu verbringen wie möglich, um am nächsten Tag schon ein wenig angepasster den Gipfel zu versuchen.

Zweite Übernachtung dann in der Altzomoni Lodge. Ich weiß nicht wie es jetzt da aussieht; in 2008 war das eine Baracke mit Stockbetten auf dem Geländer der Radiomasten. Dort kochte man in den 8-Bett Zimmern, und es war recht voll.

Am Gipfeltag dann Aufbrauch in der Dunkelheit. Mit dem Auto zum Parkplatz La Joya. Von dort auf der vom Vortag bekannten Strecke, diesmal bis zur Biwakschachtel Grupo de los Cien, wo wir noch in der Dunkelheit ankamen und die Biwaker (Biwakanden?) aufweckten. Der Hütte folgt der Anstieg auf die Knie, das anspruchvollste Stück. Unsere Gruppe hatte ein Seil dabei, war aber eigentlich nicht nötig. Am Schluß der kurzen Kraxelei erreicht man die Knie mit einem wackeligen Gipfelkreuz - auch hier schwanken die Höhenangaben, aber alle bleiben über 5000 Meter.

Dann weiter einfach aber lang auf der Arista del Sol, mit auf und ab, meistens über Firn, bis zum Gipfel - eine Art Anticlimax, da recht flach. Trotz unseres Akklimatisierung Programms merkten wir die Höhe sehr.

Das dominate Fotomotiv währen der gesamten Besteigung bleibt der Popcatepetl; die schwungvollen Gratrücken gewinnen scheinbar erst so an Drama. Wir sahen auch bis zum Pico de Orizaba, und währen des Aufstieges in der Dunkelheit gab es tolle Blicke nach Puebla, besonders als die Sonne über der Stadt aufging.

Tourengänger: detlefpalm


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27 Dez 97
Iztaccihuatl · Much-Wœlli

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