Kota Kinabalu - Hauptstadt von Sabah / Ost-Malaysia


Publiziert von PStraub , 9. März 2018 um 19:38.

Region: Welt » Malaysia » Sabah
Tour Datum:27 März 1997
Wandern Schwierigkeit: T1 - Wandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: MAL 

Zwei Mal habe ich in Kota Kinabalu Station gemacht, 1987 und 1997. Beide Mal habe ich von hier aus den Gunung Kinabalu bestiegen, siehe hier.

Das erste Mal besuchte ich die Stadt als Startpunkt einer gut dreimonatigen Reise durch die Region, bei welcher ich weitgehend ohne Planung von Ort zu Ort unterwegs war.

Damals war KK sehr beschaulich, sehr provinziell. Noch war zu sehen, dass die Stadt nach den Zerstörungen des Krieges mehr schnell als sorgfältig wiederaufgebaut worden war. An modernen Bauten gab es fast nur das sehr eindrückliche Sabah Museum, von der mächtigen Moschee gab es beim ersten Besuch erst Pläne. Und Gerüchte über zweifelhafte Finanzmanöver.
Deren Bau war eine Symbolhandlung und Machtdemonstration: Damals bildeten Malayen in Ost-Malaysia keineswegs die Mehrheit, Chinesen und diverse alteingesessene Völker waren zahlreicher und diese waren selten Muslime.

Noch gab es mitten in der Stadt dem Ufer entlang die Kampung Air, die "Wasserdörfer", Pfahlbau-Siedlungen in der Art, wie die Orang Asli (proto-malayische Stämme, quasi die Ureinwohner) bevorzugt wohnten.
Solche Wasserdörfer hätten eine Reihe Vorteile: über dem Wasser ist es vergleichsweise kühl, und die Entsorgung übernimmt das Meer. Wird allerdings die Wasserzirkulation unterbrochen, verkommen diese Siedlungen schnell zu stinkenden Kloaken.
Auf dem Satellitenbild ist zu sehen, dass der ganze Uferbereich mittlerweile grossräumig aufgeschüttet wurde.

Das Meer direkt vor der Stadt lud nicht gerade zum Schwimmen ein, doch man konnte mit dem Bus nach Tanjung Aru hinaus fahren. Dort hatte es einen netten Strand (Pantai), und die fliegenden Händler boten frisch aufgehackte Kokosnüsse zur Erfrischung an.
Von der Marina des Tanjung Aru Hotels konnte man sich für ein paar Ringgit per Taxi-Boot zur gegenüberliegenden Insel (Pulau) Gaya bringen lassen. In einer kleinen Bucht hatte es ein schönes Riff zum Schnorcheln. Nach zwei Stunden holte mich das Boot-Taxi wieder ab. Seither habe ich nie mehr ohne T-Shirt geschnorchelt ..

Bei der ersten Reise flog ich anschliessend in einem Vierplätzer nach Tawau und von dort nach Tarakan im indonesischen Teil von Borneo/Kalimantan. Das war insofern speziell, als Indonesien und Malaysia offiziell im Kriegszustand waren - Suharto lässt grüssen - und die Grenzen an sich nicht passierbar.

Bei der zweiten Reise kam ich von einem Tauchaufenthalt in Sipadan. Sipadan ist eines der eindrücklichsten Tauchreviere weltweit. Neben einem unvorstellbar reichen Riffleben sorgt der Dropoff am Uferriff für ein leichtes Prickeln: es soll gegen 3000 m vertikal hinunter gehen. Seit dem Abu-Sajaf-Entführungsfall im Jahr 2000 ist das Resort geschlossen, nur noch Tagestouristen sind erlaubt. Und die werden die riesigen Palmendiebe, die dort in der Nacht scharenweise die Palmen erklettern, nie zu Gesicht bekommen.

KKs Bedeutung kommt von seiner Funktion als Hauptstadt von Sabah, zumindest damals die reichste Provinz Malaysias. Gesehen haben muss man es nicht. Aber immerhin hat KK jetzt einen HIKR-Eintrag.

Tourengänger: PStraub


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Kommentare (1)


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Mo6451 Pro hat gesagt:
Gesendet am 9. März 2018 um 21:38
an Kota Kinabalu habe ich auch gute Erinnerungen. Allerdings ging ich damals noch nicht in die Berge, sondern habe drei Monate auf den Philippinen verbracht.


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