Granitzacken über dem Regenwald - Gunung Kinabalu (4095 m)


Publiziert von PStraub , 9. März 2018 um 17:42.

Region: Welt » Malaysia » Sabah
Tour Datum:27 März 1997
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: MAL 
Aufstieg: 2200 m
Abstieg: 2200 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:nach Kota Kinabalu, dann nach rechts

Wer schon in Kota Kinabalu ist, wird sich den Gunung / Mount Kinabalu, welcher der Stadt den Namen gegeben hat, wohl nicht entgehen lassen.
Wie ich den Berichten von MicheleK und edy entnehme, ist dessen Besteigung zunehmend "strukturiert". Schon damals musste man in einem Nationalpark-Büro in der Nähe des Hafens ein Permit organisieren und die Übernachtung und den Guide buchen.
Wenn man das bezahlt hatte, kümmerte sich niemand darum, ob man diese Dienste auch in Anspruch nahm.


Das erste Mal (1987) machte ich es wie vorgesehen: Mit einem Shuttle zum Timpohon Gate (1800 m) fahren und dort übernachten. Da ich nicht allzulange herumhängen wollte, machte ich einen Trip in den Regen- und Nebelwald der Umgebung, übrigens ein Nationalpark und UNESCO-Welterbe.
Die Vegetation ist wirklich eindrücklich, man sollte sich Zeit nehmen für eine lange Wanderung. Zurück bei den Unterkünften stellte ich fest, dass ich mir einen Blutegel eingefangen hatte. Das ist ja soweit harmlos, es gibt nur eine Sauerei - Hirudin stoppt die Blutgerinnung.

Von hier gings hinauf zur Laban-Rata-Hütte. Einmal mehr botanisch äusserst eindrücklich. Mit etwas Aufmerksamkeit findet man hier Kannenpflanzen (Nepenthes), von denen es auf Borneo mehr Arten gibt als auf der ganzen übrigen Welt zusammen.

Der Normalablauf sieht vor, in Laban-Rata zu übernachten und dann zu unchristlichen Zeiten aufzubrechen, um auf dem Gipfel den Sonnenaufgang zu erleben.
So habe ich es auch gemacht. Trotz weit späterem Aufbruch war ich zu schnell droben und habe mir bei der Warterei fast den A*** abgefroren.
Der Witz ist: Wir sind über einem Dschungel auf 6° Nord, da ist die Chance auf Regen und/oder Nebel weit grösser als auf einen farbenprächtigen Sonnenaufgang. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt - und ich darf nicht klagen, bei meinem Besuch war es gar nicht so schlecht.

Bei der zweiten Besteigung (1997) waren Irène und ich gemeinsam unterwegs. Und foutierten uns um die vorgegebenen Abläufe. Wir fuhren selber zum Gate und zogen gleich los Richtung Laban-Rata. Dort waren wir noch taufrisch, sodass ich sie fragte, ob sie gleich weiter wolle. "Klar doch" - also in einem Zug bis auf den Gipfel. Noch kamen uns jede Menge "Spätgeborene" entgegen, aber auf dem Gipfel waren wir weitgehend allein.

Die Besteigung selber ist einfach. Zwischen dem Gate und Laban-Rata ist man immer im Wald und die Wege sind eher feucht. Ab hier geht man auf Stein. All die Sicherungsmittel, und von denen hat es massenhaft, dienen für einen geübten Wanderer eher dekorativen Zwecken. Für die Einheimischen mit ihren Sneakers und ihren Konditionsmängeln wird das allenfalls anders aussehen.


Ein paar Landes-Höhepunkte
Dufourspitze / Walliser 4000er (CH - Ski)
Mont Blanc (F - Ski)
Zugspitze (D - Wandern)
Gunung Kinabalu (Ost-Malaisa - Wandern)
Pico Bolívar (Venezuela)
Pico Simón Bolívar (Kolumbien, nicht ganz)

Fotos:
Oberste Reihe: Papierfotos der ersten Besteigung, selber eingescannt, darum die mediokre Qualität.
Die übrigen sind eingescannte Dias der zweiten Besteigung

Tourengänger: PStraub


Galerie


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