E3-Wanderung mit Jeschken (1012 m) und zum Isergebirge


Publiziert von ju_wi , 24. April 2009 um 22:17.

Region: Welt » Tschechien » Ještědský hřbet / Jeschkengebirge
Tour Datum:12 April 2009
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CZ 
Zeitbedarf: 7:45
Aufstieg: 1050 m
Abstieg: 860 m
Strecke:26,6 km
Unterkunftmöglichkeiten:Lesní chata (Bedřichov)
Kartennummer:KČT 20-21 Jizerské hory

Der Tag 3 unserer 4-tägigen Osterwanderung in Böhmen auf dem Europäischen Fernwanderweg E3 führt uns aus dem Jeschkengebirge über dessen höchsten Gipfel, den Ještěd/Jeschken (1012 m) und durch die Stadt Liberec zum Isergebirge.

Morgens am Ostersonntag gibt es ab Punkt 8 Uhr ein gutes Frühstück in unserer Pension Novina. Danach machen wir uns wieder auf den Weg. Wir steigen wieder das kurze Stück zum  
Krizanske-Sattel hinauf und biegen links ab in die sehr steil rot markierte Führung, die uns zunächst gut 150 m durch dichten Wald hinauf führt und in die Nähe des Malý Ještěd (Kleiner Jeschken) bringt. Dahinter führt der Wanderweg wieder etwas absteigend auf einen breiteren Forsteweg, der uns mehrere km bis zum Auerhahnsattel (Tetřeví sedlo) leitet, an dem man auf eine Straße stößt. Die Straße wird gequert man passiert einen Parkplatz mit Kiosk und wandert das geteerte Sträßchen geradewegs auf den Jeschkengipfel zu, dessen furturistisch anmutender Fernsehturm sich schon den ganzen Morgen und auch am gestrigen Tag häufig zeigt.

In einer Kurve des Sträßchens weisen die Markierungen geradeaus in einen Feldweg. Von hier an (gut 800 m ü NN) beginnt eine Wanderung durch die Schneereste. Es ist feuchter Schnee mit viel Schmelzwasser, durch das wir z.T. in Serpentinen die steile Flanke des Jeschken erklimmen. Die Vegetation hier oben sieht sturmgepeitscht aus - mit niedrigen Nadelhölzern und Latschen, Ebereschen und viel Geröll. Nach einem steileren Abschnitt treffen wir auf ein Sträßchen schon recht nah am Gipfel. Die Markierung führt geradeaus - doch wir wollen von hier den kurzen Abstecher zum Gipfel unternehmen. Daher biegen wir links ab und folgen dem Teerweg, der nach einem Geradeausstück in einer Kurve durch eine kurze Unterführung unter der Seilbahn führt. Von dort bietet sich auch ein schöner Tiefblick auf Liberec und das Isergebirge hinter dem Kessel.

Hinter der Unterführung und um die Kurve gelangen wir zum Hoteleingang am Turm und der Säule dahinter, die scheinbar, am höchsten Bodenpunkt des Jeschken (1012 m) steht. Über Blockwerk (oder daneben mit angelegtem Weg steigen wir zu einer Plattform mit Kiosk ab, von der sich eine schöne Aussicht auf das Lausitzer Gebirge und das westliche Jeschkengebirge bietet. Es ist aber schon einiges los hier am Ostersonntag. Wir gehen wieder hinauf zu dem Turm und schauen uns darin etwas um. Neben einigen Infotafeln beherbergt der Turm Cafeteria und Restaurant, sowie ein Berghotel. 5 Stockwerke werden so genutzt - darüber befindet sich ein Radiosender. Nach Besichtigung des Turms wenden wir uns noch zum Gipfelkreuz, das wir zwischen den ganzen Bauten bisher noch gar nicht bemerkt hatten. Schießlich spazieren wir zurück zu den E3-Markierungen. Der Pfad trifft nach kurzem Abstieg aber schnell wieder auf das Zufahrtsträßchen, mit dem wir abwärts wandern bis zu einem Sattel mit dem Horský Hotel Ještědka, wo ein Schotterweg rechts abbiegt, dem wir markiert folgen. Ein längeres Stück am breiten Grat durch soeben verlassene Skigebiete folgt, in dem wir meist auf einer schmelzenden, aber noch recht geschlossenen Schneedecke wandern.

Schließlich führt uns der E3 etwas bergab, der Schnee wird weniger und wir kommen zum Plateau Pláně pod Ještědem mit einer Hütte mit Sonnenterrasse, an der unser Weg links steil hinabführt. Durch ein längeres Waldstück erreichen wir die Talstation der Seilbahn um Jeschken und kurz später den Stadtrand von Liberec mit dem Vorort Horni Hanichov. Die nächsten 5 km wandern wir ständig leicht absteigend an der Straßenbahnlinie entlang durch Vororte von Liberec. Wir queren unter der Stadtautobahn und direkt dahinter gleich zweimal über die enttäuschend häßliche Führung der Lausitzer Neiße. Durch ein paar Blöcke mit hohen Wohnhäusern gelangen wir dann an einen belebten sehr modern anmutenden Platz und kurz später in die Fußgängerzone. Wir marschieren wieder etwas ansteigend zum Rathausplatz Radnice. Das Rathaus von Liberec ist eine echte Sehenswürdigkeit. Auf dem Platz in tollem Flair kehren wir in dem schönen Wetter draußen in ein Bistro ein und nehmen ein sehr leckeres kleines Lunch.

Die Fortsetzung nach O weiter aus dem Neißetal leicht ansteigend führt uns durch ein Villenviertel mit herrlcihen alten Bauten und zu dem wohl sehr renommierten Zoo von Liberec. Uns fehlt die Muße für einen Zoobesuch und wir umrunden das Tiergehege rechts bis wir an den Liberecer Volkspark Lidové Sady gelangen. Hier verlassen wir das Stadtgebiet und machen uns an die gut 400 Hm Anstieg in die Vorberge nach Bedřichov. Wir betreten nun auch das Isergebirge (Jizerské hory), nachdem wir mit Betreten des Stadgebietes von Liberec das Jeschkengebirge hinter uns gelassen haben. Es folgt ein schöner Anstieg mit einigen Ausblicken durch Wald, der teilweise an steinigen Formationen vorbeiführt. Der Frühling kehrt nach den 2 warmen Wochen seit Ende März nun auch hier im kontinental geprägten Sudetenkamm ein.

Nach gut 1 Stunde erreichen wir das obere Ortsende von Rudolfov (Rudolfsthal). Ein kurzes Stück das Sträßchen hoch und ein Gasthaus passierend biegen wir wieder links in den Wald und wandern durch diesen noch stetig weiter ansteigend. Mehr und mehr Schneereste tauchen links und rechts und schließlich auch auf dem Weg auf, bis wir am Sattel Bedřichovske Sedlo Malinek auf 775 m oberhalb von Bedřichov wieder an ein Sträßchen und ein Waldlokal stoßen. Mit dem Sträßchen wandern wir in den nahen Ort Bedřichov hinein und folgen noch knapp 2 km der Straße bis wir in einer Serpentine (immer noch im Ort) mit dem E3 links abbiegen müssen. 100 m den Seitenweg hinauf sehen wir sofort unser letztes Nachtquartier der Tour vor uns - die moderne und empfehlenswerte Lesní Chata, in der wir auf der Sonnenterrasse noch zu Abend essen. Frühstück soll es hier erst ab halb 9 geben - das ist uns am letzten Tag mit Heimfahrt deutlich zu spät. So machen wir mit dem Wirt einen Deal, dass er uns schon um 7 Uhr aufsperrt und abends steckt er uns noch ein paar Lebensmittel für das Frühstück zu.

Tourengänger: ju_wi

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Geodaten
 491.gpx Tag 3: Novina-Bedřichov (26,6 km)

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