Valle d'Ossola Sonnseite


Publiziert von ABoehlen Pro , 23. Februar 2009 um 20:29.

Region: Welt » Italien » Piemont
Tour Datum:20 Februar 2009
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: I 
Zeitbedarf: 4:00
Strecke:Domodossola - Calvario - Gabi Valle - Valpiana - Tappia - Anzuno - Calvario - Domodossola
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo Domodossola
Unterkunftmöglichkeiten:diverse meist kleinere Hotels in Domodossola, z.B. "Da Sciolla"
Kartennummer:LK285(T) Domodossola

Reizvolle Wanderung durch die rechtsseitigen Hänge des Valle d'Ossola. Sie ist auch im Büchlein "Itinerari Escursionistici" der "Libretti Ossolani" in umgekehrter Richtung mit teils leicht anderer Routenführung beschrieben (Tour Nr. 1)

Meine Wandersaison 2009 beginnt dort, wo jene von 2008 geendet hat - in Domodossla. Um dem nicht enden wollenden Winter wenigstens für einen Tag zu entfliehen, besteige ich wieder mal um 7.35 Uhr den Cisalpino, der bis auf weiteres mit EW IV-Pendelzügen der SBB geführt wird. Bei so viel Komfort und Platz frage ich mich allen Ernstes, wer sich da noch die engen, unpraktischen Neigezüge zurückwünscht...

Milano-Reisende wechseln in Domodossola auf eine bereitstehende italienische Komposition am Bahnsteig gegenüber, während für mich hier Endstation ist. Prächtiges Wetter empfängt mich, allerdings ist es nicht viel wärmer als nördlich der Alpen. Aber die Sonne steht ja noch tief um 9.15 Uhr...

Südwärts durch die Stadt führt mich der Weg und schliesslich steil zum Sacro Monte Calvario hinauf. Von der Wallfahrtskirche auf ca. 410 m bietet sich ein schöner Blick über das Häusermeer der Stadt. Der prächtige Garten ist leider geschlossen, aber im Moment gäbe es wohl eh noch nicht viel zu sehen, denn auch hier herrscht durchaus noch Winter und namentlich die schattigen Hänge sind auch in tiefen Lagen schneebedeckt.

Höchste Zeit also, auf die Sonnenseite zu kommen. Vorbei am Informationsbüro des "Riserva naturale speciale del Sacro Monte Calvario di Domodossola" und über einen kleinen Strassenpass erreiche ich Trontana und folge von da an einem schön gelegenen, kaum befahrenen Strässchen, welches dem Abhang entlang führt. Die zahlreichen Hunde vor den Häusern und in den Gärten freuen sich wohl, mich zu sehen, denn es kläfft auf Schritt und Tritt :-)

In Rogoledo (350 m) endet vorerst die Höhenwanderung und auch das Strässchen ist hier zu Ende. Eine steile Mulattiera führt nun im Zickzack talwärts; ein netter Herr zeigt mir die Stelle, wo er abbiegt. Unten, wo der Rio d'Anzuno aus seinem engen Tal hervorströmt, liegt Gabi Valle (282 m). Von dort ist es nicht mehr als 500 Meter bis zur Hauptstrasse. Ich steige jedoch wieder den Berg hinauf und gelange nach einer Weile durch einen sonnendurchfluteten Wald zu Kirche und Dorf Valpiana (380 m). Anders als in der Karte dargestellt, biegt der Wanderweg nach Murata nicht erst in der Haarnadelkurve links ab, sondern bereits ca. 200 Meter vorher an einem Wegweiser. Der Hinweis "Attenzione pericolo" gefällt mir zwar nicht besonders, dennoch gehe ich weiter. Der Pfad ist schmal und teils verbuscht, besonders gefährlich ist das aber wirklich nicht. Leider wird aber im steilen Abstieg nach Murata der halbe Wald abgesägt, und die Bäume liegen kreuz und quer am Boden. Auf solche Abenteuer habe ich im Moment noch keinen Bock und so mache ich kurzerhand rechtsumkehrt und kraxle wieder nach Valpiana hinauf.

Von dort zieht sich ein guter Weg weiter den Berg hinauf ins Dörfchen Tappia, das zwar lediglich auf 637 m liegt, wo aber der Boden noch mit Schnee bedeckt ist.

Der Weiterweg auf dem Höhenweg Via dei Torchi e dei Mulini ist namentlich im Tal von Anzuno äusserst mühsam, da komplett vereist. Ab Anzuno (551 m), wie Tappia ein kleines Bergdörfchen in sonniger Lage, bessern sich die Bedingungen, aber besonders im schattigen Übergang von Cruppi zum Calvario geht es wieder eisig und rutschig zu und her.

Auf dem Calvario schliesst sich der Kreis und durch die Stadt gelange ich zurück zum Bahnhof. Die Zeit reicht noch für ein Bier in der Bar "Regina", ehe mich der Comazzibus wieder Richtung Schweiz befördert. Der Chauffeur klärt mich beim Vorweisen des GA darüber auf, dass seit Anfang 2009 sämtliche Schweizer Abonnemente auf dieser Strecke nicht mehr gültig sind. Aber 2 Euro bis Iselle sind ja noch moderat!

Tourengänger: ABoehlen

Galerie


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