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Kokořínsko - Eine Spezialitätentour in der Daubaer Schweiz


Published by lainari , 25 May 2017, 22h02.

Region: World » Tschechien » Dokeská pahorkatina
Date of the hike:21 May 2017
Hiking grading: T1 - Valley hike
Waypoints:
Geo-Tags: CZ 
Time: 4:00
Height gain: 270 m 886 ft.
Height loss: 270 m 886 ft.
Route:13 km
Access to start point:Auto bis Tuhaň u Dubé
Maps:1:50.000, KČT Nr. 11 České středohoří východ

Umgebinde, Felsengassen, -keller und eine Felsen-Darre
 
Dieser Morgen begann mit alternativen Fakten. Als ich erwartungsfroh an die letzte Kreuzung vor meinem geplanten Ausgangspunkt rollte, ging mein Blick nach links ins Leere. Die Straße war wegen einem Brückenneubau unterbrochen. So fuhr ich bis ans Ende von Tuhaň u Dubé (Tuhan b. Dauba) und wendete. Kurzentschlossen parkte ich neben dem Gemeindeamt auf dem verbreiterten Fußweg, der offenbar dafür vorgesehen war. Der auf meiner Wanderkarte grün markierte Wanderweg, war mittlerweile mit brauner Farbe aus der Realität entfernt worden. Ich versuchte den getilgten Markierungen zu folgen. Kaum außerhalb des Ortes kam es wie es kommen musste, in der unübersichtlichen Landschaft Kokořínsko (Daubaer Schweiz) mit vielen Höhenzügen, Tälern und Richtungswechseln ging mein Kontakt zur einstigen Markierung verloren. Ich hielt mich so gut es ging an meinen inneren Kompass und kam an einer alternativen Einmündung ins Údolí Květnice. Hier war eine rote Markierung auf dem Talweg angebracht, meine Karte sagte Gelb. Diese dauernde Ummarkiererei und Wegverlegerei hat wahrscheinlich den Zweck den Verkauf der Neuauflagen der Wanderkarten anzukurbeln. Mir reicht die Karte auch so als Anhaltspunkt. Ich hielt mich talaufwärts und sah ein alternatives Tier. Da es träge in einer Ecke seiner Weide lag und dabei schon bedrohlich schnaubte, setzte ich geschwind meinen Weg fort. Nach etwa vierhundert Metern fand ich die Einmündung des verpassten getilgten Wanderweges, hatte also fast alles richtig gemacht. Nun war es nicht mehr weit nach Pavličky (Pablitschka). Hier folgte ich zunächst der blauen Markierung und lief hinauf in den Wald, um dem Felsenweg Ebelova cesta (Cesta z Pavliček pod Dubovou horu) einen Besuch abzustatten. Ich beging den typischen Einschnitt auf voller Länge und schaute mir die Details an. Dann kehrte ich in den Ort zurück.
 
Hier folgte ich nun der roten Markierung die eigentlich Grün sein sollte, aber lassen wir das. Der Weg schlängelte sich am Waldrand als tiefe Hohle durch lehmigen Boden. An einem einzelnen Haus tappte ich zunächst vorbei, weil ich den dortigen Weg für eine private Zufahrt hielt. Als am Ende einer Lichtung am Weg noch kein weiterer Abzweig zu verzeichnen war, kehrte ich um. Der Weg am Haus wandte sich überraschend in ein Seitentälchen hinein und erreichte das einstige Siedlungsgebiet des Ortes Lešnice (Leschnitz). Heute werden noch drei Anwesen als Wochenendsitze genutzt, die übrigen Häuser wurden abgetragen. Man sah aber die typischen zugehörigen Keller, ein Brunnenhaus und eine skalní sušárny (Felsen-Darre), die einst zum Trocknen landwirtschaftlicher Produkte genutzt wurde. Zurück auf dem Wanderweg ließ ich mich von der Ausschilderung zur einstigen Felsenburg Čap (Tschap) leiten. Als einziger Besucher pausierte ich kurz an der markanten Felsenkeule. Im Gegensatz zum letzten Besuch nahm ich heute den gelben Abstieg ins Čapský důl. Im Tal lief ich kurz aufwärts. Der nach links abzweigende unmarkierte Weg war gerade von einer Kindergruppe mit etwa einem Dutzend Pferden besetzt, die an einer Engstelle geführt werden mussten. Ich wartete ein wenig und folgte dann nach. Unterwegs bog ich noch einmal nach links ab und durschritt wieder einen typischen Felsenweg. Aus dem Wald heraus kam ich nach Tuhanec (Tuhanzel). Ich lief gerade über die Hauptstraße und verließ den Ort auf einem Flurweg. Dieser endete an einer Wiese mit kniehohem Gras an deren Rand ich in Richtung einer Betsäule ging. Dort gab es einen Feldweg. Vorbei an einem blühenden Rapsfeld schlenderte ich durch den herrlichen Tag. Nach rechts führte eine Allee zur Kaple sv. Huberta (St. Hubertus). Hier legte ich auf einem Bänklein meine Mittagspause ein. Aufgebrochen, kam ich schließlich nach kurzer Zeit nach Tuhaň u Dubé zurück und trat die Rückfahrt an.
 
Die pausenbereinigte Gehzeit betrug 4 h.
Die absolvierte Wegstrecke ist teilweise nicht als Wanderweg markiert und mit T1 zu bewerten.

Hike partners: lainari


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T2
14 Jun 15
Kokořínsko (Daubaer Schweiz) · lainari

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