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Ishinca (5,530m)


Published by Louise86 , 18 September 2016, 21h55.

Region: World » Peru
Date of the hike:19 August 2016
Hiking grading: T3 - Difficult Mountain hike
Mountaineering grading: PD
Waypoints:
Geo-Tags: PE 
Time: 4 days
Height gain: 1970 m 6462 ft.
Height loss: 1970 m 6462 ft.
Access to start point:Taxi von Huaraz bis Coshapamba bei Pashpa (ca. 3600m)
Accommodation:Rifugio Ishinca (4390m) Bivacco Giorgio Longoni (5000m)
Maps:AV-Karte Cordillera Blanca Süd

Tag 1: Aufstieg ins Base Camp "Valle Ishinca" (4350m)
Zu dieser defensiv geplanten 4-Tages-Tour starten wir von Huaraz aus am 19. August um 8 Uhr und legen in einem Mini-Bus die 2 Stunden Fahrweg bis zu unserem Ausgangspunkt nahe des Dorfes Pashpa auf einer Ebene bei einem kleinen See zurück. Unterwegs bewundern wir die vergleichsweise grüne Vegetation und bekommen von unserem Bergführer erzählt, dass dieses Tal in der Region für Blumen- und Gemüseanbau bekannt ist.
Von unserem Ausgangspunkt wandern wir zunächst in Fahrrichtung weiter geradeaus an einem kleinen Waldstück vorbei hinunter in ein kleines Tal, bevor wir auf der anderen Seite auf einem aussichtsreichen Weg wieder ansteigen und links des Flusses in das Ishinca-Tal hineinwandern. In ca. 4h überwinden wir den sanften Anstieg von 750 HM, wobei wir uns Zeit für ausgedehnte Pausen lassen.
Im ausgeschilderten, weitläufigen Basecamp auf 4350m Höhe stellen wir unsere Zelte rechts an den Felsen mit Blick auf Urus und Tocllaraju auf. Im Felsen sind zudem noch Schrauben zu finden, sodass man sich bei Bedarf im Abseilen üben kann. In ca. 500m Enfernung befindet sich das Rifugio Ishinca. Beim Besuch des Rifugios lernen wir, dass es von einer talienischen Missionarsgemeinschaft betrieben wird. Hier gibt es die Möglichkeit einzukehren, zu übernachten und auch gegen ein kleines Entgelt zu duschen. Und besonders wichtig: Espresso! Trotz vieler kleiner Flusszweige im Basecamp ist die Wasserqualität sichtbar schlecht und wir gehen deshalb zum Wasser holen soweit wie möglich Richtung ins Tal hinein.

Tag 2: Aufstieg ins Moränencamp beim "Vivac Longoni" (4990m)
Den zweiten Tag lassen wir den Aufstieg von 600HM langsam angehen und verlassen das Basecamp nach einer Verabschiedung vom Tocllaraju-Team erst gegen 11.30 Uhr. Dafür gehen wir geradeaus von unserem Zeltplatz an den Felsen entlang und lassen die Flusszweige und das Rifugio auf der anderen Seite des Tals dabei linkerhand liegen.
Der Weg hoch zum Moränencamp am Bivacco Giordano Longoni auf knapp 5000m Höhe schlängelt sich auf den ersten ca. 2km serpentinenartig am Hang hinauf. Dann erreichen wir eine Ebene, die wir mit Blick auf den Wasserfall zu einer längeren Pause nutzen. Hier lernen wir, dass auch akklimatisierte Bergführer nach jahrelanger Ausbildungszeit immer wieder unter der Höhe leiden können. Schließlich folgt eine zweite Aufstiegsphase, die ähnlich steil wie die erste ist, jedoch etwas mehr Kraft in Anspruch nimmt, weil Teile des Wegs von Geröll bedeckt sind. Insgesamt brauchen wir für den Aufstieg zum Moränencamp 3,5 Stunden, was aber auch den Magenproblemen zweier auf dem Team geschuldet ist.
Vom Moränencamp, dem Bivacco Giordano Longoni und dem nahegelegenen Kreuz auf einem Felsen genießen wir Ausblicke auf den Ranrapalca und den Tocllaraju. Vor dem Bivcacco, das als Übernachtungsmöglichkeit für 40 Soles pro Nacht genutzt werden kann, lassen wir uns mit Blick auf den Ishinca die morgige Aufstiegsroute am SW-Hang erklären und erörtern eine alternative Abstiegsroute am NW-Hang. Für Susanne und unseren Bergführer Miguel heißt es Brot, Suppe und Coca-Tee an diesem Abend und für uns alle ein frühes Zubettgehen vor dem Gipfeltag.

Tag 3: Gipfeltag!
Wir legen um 5 Uhr morgens los, folgen dem Weg vom Moränencamp Richtung Felsenkreuz und steigen dann auf einem schmalen, immer wieder von Felsen zersetzten Weg auf der anderen Seite der Moräne Richtung Gletscherrand auf. Dabei wachen im Morgengrauen rechterhand der Ranrapalca und hinter uns der Tocllaraju über uns.
Nach 1,5 Stunden erreichen wir den Beginn des Gletschers und starten mit der mühsamen Überquerung einer nur sanft ansteigenden, aber mit Büßereis übersäten Ebene – wieder ein eindrucksvolles Zeichen der in den letzten Jahren schnell voranschreitenden Gletscherschmelze, war die Aufstiegsroute zum Ishinca am Südwesthang in unserem Buch „Classic Climbs of the Cordilliera Blanca“ vor 10 Jahren als leicht eingestuft worden!
Erst eine Stunde vor Erreichen des Gipfels werden wir für das Überqueren des Büßereises mit einer klar erkennbaren Trasse belohnt. Kurz vor 8.30 Uhr trennt uns nur noch eine 5m Eissteilwand (40-50°) vom schmalen Gipfelgrat. Den erreichen wir im Sonnenschein und genißen einem atemberaubenden Blick.  Neben Tocllaraju, Urus und Ranrapalca sind auch zahlreiche, türkisleuchtende Gletscherseen in unserem Blickfeld.
Ein kurzer Blick unseres Bergführers auf die von ihm noch im letzten Jahr begangene Alternativroute reicht um zu entscheiden, dass wir auf derselben Route absteigen. Genau das tun wir dann nach einer kurzen Pause und der wohlverdienten Gipfelschoki und erreichen dann gegen 11.30 Uhr wieder das Moränencamp. Den Abstieg zum Basecamp legen wir dank einiger steilen Abkürzungen am Hang in knapp 2 Stunden zurück.
Wiedervereint mit dem müden aber glücklichen Tocllaraju-Team wird dieses Mal mit dem in ganz Peru geschätzten Cusquena auf einen 5000er und einen 6000er angestoßen!
 

Hike partners: Louise86


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