Wanderung um die Bèrnia ( Spanien )


Publiziert von Lu3418 , 5. Oktober 2008 um 18:44.

Region: Welt » Spanien » Valencia » Alicante
Tour Datum: 2 Oktober 2008
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Zeitbedarf: 4:00
Aufstieg: 380 m
Abstieg: 380 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Im Text beschrieben

Auch Badeferien an der Costa blanca (zwischen Valencia und Alicante) können einen  zum Wandern reizen, zumal das Hinterland sehr gebirgig, wild und romantisch ist. Möchte hier kurz eine Wanderung um die Bèrnia vorstellen, welche am Schönheit und Beschaulichkeit weitab vom Touristenstrom nichts zu wünschen übriglässt. Die Bèrnia ist ein eigenständiger ca 1350m hohe wildgezackter Gebirgsrücken-einem Drachen gleichend- zwischen den Ortschaften Callosa im S und Xalon im N gelegen, etwa 40 Autominuten von Calpe, unserem Standort, entfernt. Bereits um 07.00 Uhr starten wir mit dem Auto in Richtung Benissa, wo man kurze vorher den Abzweiger Richtung Xalon wählt, um dann gleich  nach weiteren 100 m erneut nach links abzweigt nach Pinos,einem kleinen Bergdorf am nördlichen Fuss der Bèrnia gelegen. Der dunstige Himmel über dem Meer färbt sich bereits rötlich und kündigt den baldigen Sonnenaufgang an. Etwa 3 km nach Pinos erreicht man die Passhöhe ( ca 600m ), wo unsere Wanderung gebinnt (Die Strasse führt weiter abwärts nach Xalon).
Man kann die etwa 4-5 stündige Rundwanderung in beiden Richtungen machen. Da es noch  früh ist, nehmen wir den Weg linksherum der über dem Meer aufgehenden Sonne  entgegen. Ein gelb-weiss markierter anfänglich breiter Weg bis zu einem Quellbrunnen ( Fontana ) verengt sich dann zu einem Pfad mässig, dann steiler ansteigend durch bis zu mannshohe Macchia (sehr stachelig, lange Hosen und gutes Schuhwerk sehr empfehlenswert). Nach einer knappen Stunde erreicht man die sog. Fora, einem natürlichen ca 30 m langen ein Meter hohen  schmalen Durchgang, welcher unter steil aufstrebenden glatten Kalkwänden auf die Südseite der Bergkette führt, von wo man einen überwätigenden Blick aufs Meer und das an Manhatten erinnernde Benidorm und weitere Berge im Hinterland hat. Die Vegetation ändert sich frappant: wo im Norden vor allem Erika, Stechginster und Zwergeiche dominieren, überwiegen südseitig Palmen, blühender Rosmarin und Salbei. Der schmale oft schlecht erkennbare Pfad mit spärlichen Markierungen schlängelt sich in einem auf und ab entlang der schroffen Felswände nun westwärts bis man nach weiteren 1 1/2 Stunden eine Anhöhe erreicht am westlichen Ende des Bergmassives. Hier erkennt man noch Ruinen einerFestungsanlage gegen die anstürmenden Mauren, welche recht gross gewesen sein muss. Auch eine aus dieser Zeit stammende Quellfassung ist noch zu erkennen ( wenn man sie findet !). Der Weiterweg wird nun wieder einfacher und führt leicht absteigend wieder auf die Nordseite und am Schluss durch Rebberge zurück zum Ausgangspunkt.
Eine äusserst empfehlenswerte Wanderung für einigermassen berggewohnte Leute. Genug zu trinken mitnehem, tagsüber kann es auf der Südseite sehr heiss werden auch noch Ende September!
Wanderschuhe und lange Hosen von Vorteil. Eine Windjacke im Rucksack kann nicht schaden, da sich gerade um dieses Gebigsmassiv  oft nachmittags heftige lokale Gewitter entladen können.

Tourengänger: Lu3418

Galerie


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