Sind die Amerikaner etwa gehfaul?


Publiziert von rojosuiza , 15. Dezember 2016 um 10:28.

Region: Welt » United States » California
Tour Datum:19 März 2010
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: USA 
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Greater Los Angeles: Sunland, Tujunga, Burbank,
Unterkunftmöglichkeiten:Familie Tujunga

Sind die Amerikaner gehfaul? - Ja, sie sind es, und Gott sei Dank!
 
rojosuiza erhält dadurch das teure Vorrecht, ganz allein durch die Natur streunen zu dürfen, obschon er in der Grossstadt ist.
 
Das mag einer nicht glauben, der Zürich und seinen Üetliberg kennt. Zwar 'laufen' auch da die meisten mit der Bahn, aber auf den Fusswegen gibt es doch immerhin noch ein rechtes Mass (manche würden sagen: Übermass) an Zürchern.
 
Nicht so in Los Angeles. Die (wohl eingewanderten) Wanderer der Dreissiger Jahre sind ausgestorben.  Man rennt auf breiten Pfaden, das schon; man führt den Hund Gassi, wo's noch vertraut nach Asphalt riecht und nicht steil ist; man wagt sich gar zum 'Bergsteigen' auf die Feuerwehrstrassen, die als schmale Schneisen die hiesigen, niederigen Berge durchschneiden. Aber alleine gehen, auf wildem, schmalen Pfad, oder gar wild durchs niedrige Gebüsch, den Chapperal, wo hier doch der mountain-lion lauern soll, die mountain-goat oder gar Zecken, Schlagen und ähnliches Getier... Nein, das denn doch nicht.
 
Sunland-Tujunga liegt am Rand von Los Angeles. Viel wachsen kann es nicht mehr, das Tal ist voll. Begrenzt wird es von den Verdugo mountains, hinter denen sich Burbank verbirgt, und den Ausläufern der San Gabriel mountains, hinter denen vorerst nichts ist, und danach  erst weit weg Lancaster und Palmdale (wo man lieber nicht ist).
 
Einem erfahrenen Alpin-Wanderer macht das Gelände kaum Schwierigkeiten. Auch weglos ist es gut zu meistern, und kartenlos geht es auch, solange man die Haupthimmelsrichtungen im Auge behält und man kleinere oder grössere Korrektur-Märsche in Kauf nimmt.
 
Das Gebiet ist in einer Trockenzone. Wasser gibt es so gut wie nicht nicht, Schatten gibt es so gut wie nicht.
 
Dafür gibt es Pflanzen, die das letzte an Luftfeuchtigkeit auffangen, mit akrobatischen Mitteln. Wer die Nase beim Aufstieg tief am Boden hat,  der sieht am frühen Morgen erstaunliche Beispiele.

Die grösste Herausforderung ist immer die: Wie komme ich aus dem Privaten mit seinen Zäunen und Absperrungen hinaus ins Offene Land, und wie komme ich danach wieder zurück aus der Wildnis ins städtische Gelände, dessen Aussengrenzen allüberall wieder mit Zäunen und Absperrungen gewapnet sind?
 


Tourengänger: rojosuiza


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