Hekla


Publiziert von Delta Pro , 7. Juni 2008 um 10:32.

Region: Welt » Island
Tour Datum: 7 August 2007
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: IS 
Zeitbedarf: 3:00
Aufstieg: 680 m

Bei grauem Wetter auf den Vulkan-Riesen Hekla

 

Die Hekla ist ein gewaltiger Vulkan, der in den letzten Jahrhunderten immer wieder Tod und Verderben über den Südwesten Islands brachte. An schönen Tagen ist der Berg, der sich rund 1000 Höhenmeter aus den Lava-Ebenen erhebt, aus grosser Entfernung sichtbar. Leider sind diese Tage recht selten und nur zu oft hüllen sich die Gipfelpartien der Hekla in Wolken.

 

Eine Besteigung der Hekla ist technisch einfach – ein ausgetretener Weg führt die flachen Aschehänge hoch. Dennoch kann die Orientierung schnell problematisch werden, wenn man keine Sicht hat. Deshalb ist bei schlechten Verhältnissen Vorsicht geboten. Ist man nicht motorisiert, kann man die Hekla von der mit einem Linienbus erreichbaren, südlichen Landmannalaugar-Strasse aus besteigen. Der Anmarsch bis an den Fuss des Berges ist in diesem Fall jedoch lang und eher eintönig. Insgesamt schafft man es wohl nicht unter 25km Wegstrecke. Mit einem 4x4 geht’s bedeutend einfacher. Eine recht ruppige und zum Schluss ca. 40 Steigungsprozent steile Piste führt auf eine Schulter im Nordostkamm der Hekla bis auf rund 800 m.ü.M. Wenn man den Wagen nicht ruinieren will, stoppt man, sobald der Kamm erreicht ist.

 

Zu Fuss geht es in einer guten Viertelstunde zum Ende der Piste und dann einen steilen Aschehang hoch. Nach einem hübschen Seitenkrater gilt es ein frisches Lavafeld mit sehr scharfen Steinen zu durchqueren. Anschliessend geht es wieder gemütlicher über den breiten Ostrücken der Hekla hinauf, teilweise über Schneereste. Am Schluss überquert man gar einen Gletscher, der jedoch wegen der massiven Asche-Auflage nicht als solcher erkennbar ist. Nur schwache Fliessstrukturen an der Oberfläche deuten auf Eis im Untergrund hin. Ein Gipfelbuch befindet sich in einem gut gepflegten Metallkasten, sobald man den Kraterrand erreicht. Der höchste Punkt befindet sich etwas weiter links. Auf dem Weg dorthin passiert man einige Fumarolen. Wenn man sich in die Asche setzt und sich etwas eingräbt, hat man bald wohlig warm – wunderbar bei der kalten und windigen Witterung! Jedoch: Nur nicht zu lange sitzen bleiben – sonst wird man gegart! Obwohl wir einen grauen und teils gar stürmischen Tag erwischt haben, ist der Tiefblick in die endlosen Aschebenen und auf die Muster, die durch frische Lavaströme in die Landschaft gezeichnet sind, beeindruckend.


Tourengänger: Delta, sglider

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