Bützi und Stockflue: Wunderbare Kraxelfelsen ob Brunnen


Publiziert von budget5 , 24. Mai 2008 um 18:33.

Region: Welt » Schweiz » Schwyz
Tour Datum:24 Mai 2008
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: Rigigebiet   CH-SZ 
Zeitbedarf: 4:30
Aufstieg: 800 m
Abstieg: 800 m
Strecke:Brunnen Bahnhof - Wilerbrugg - P.506 - Chräjen - Bützi (P.917) - Stockflue (Duumen) - Urmiberg - Unter Brunniberg - Seewen
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit dem Zug: Von Arth-Goldau aus mit dem Regionalzug nach Brunnen.
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Genau gleich, einfach eine Station früher.

Das Bützi und die Stockflue bzw. Duumen befinden sich beim Urmiberg, ob Brunnen. Sie bieten kurze, aber schöne Kraxeleinen und eine schöne Aussicht. Vor Allem das Bützi hat es in sich. Seit wenigen Monaten wurden nun neue Seile installiert, die den Abstieg sehr vereinfachen. Die ganze Tour wird eher selten begangen und ist deswegen ein kleiner "Insider Tipp".

Mit Stefan hatte ich gestern noch telefoniert und wir haben uns geeinigt, heute einen mir noch fehlenden Rigi-Felsen zu besteigen. Das Bützi hörte sich nach Beschreibung von www.klettersteig.de sehr unterhaltsam an. Also starteten wir um 10.00 Uhr am Bahnhof Brunnen. Dem Wegweiser folgend ging's zuerst über die Muota, dann via zwei Kehren zu einem einsamen Wohnhaus und Bauernhof ob Wilen. Hier biegt man Rechts ab und folgt dem Wegweiser "Urmiberg, Timpel" bis zum Waldbeginn. Dort erwarteten wir eigentlich eine mühsame Suche nach dem Einstieg, jedoch wurden neue Wegweiser installiert und erleichterten die Sache.

Hier begann nun der alpine Teil. Wir folgten den roten Markierungen bis zur Felswand des Bützi, auch bekannt als Bütziflue. Dort begann die einfache Kletterei über Geröll und mit schöner Aussicht auf Uri und den Vierwaldstättersee (T3+). Nach wenigen Minuten gelangten wir auf das Bützi, und staunten über die schöne Rundsicht und das kreative "Hüttli" mit dem Gipfelbuch.

Der folgende Abschnitt ist die Schlüsselstelle der Tour. Der Abstieg erstreckt sich über mehrere Felspartien, die nun aber gut mit Stahlseilen gesichert sind. Ein Helm ist aber trotzdem sehr empfehlenswert, da sehr leicht Steinschlag ausgelöst werden kann. Über ein erstes kleines Couloir (T4) gelangt man wieder auf einen Waldpfad, dann kommt eine beinahe senkrechte Felswand ins Blickfeld. Mit vollem Krafteinsatz gilt es nun sich vorsichtig runter zu hangeln und nicht auszurutschen (T5). Schließlich ist man wieder auf Waldwegen und folgt diesen bis mehr und mehr Felsblöcke den Weg überfluten. Es beginnt der Aufstieg zur Hütte unter dem Duumen, Stockflue.

Diesen Abschnitt könnte man als leichte Block Kletterei bezeichnen, die jedoch teilweise ausgesetzt verläuft. Längere Zeit klettert man nun auf diesem Grat und gelangt schlussendlich zur Hütte (T4). Der Weg führt weiter durch den Wald. Beim grossen Wegweiser gingen wir Rechts weg (keine Beschriftung) und kamen zum Fuße der Stockflue. Hier war ich bereits einmal oben, aber da mein Kollege auch auf die Stockflue wollte, ging ich halt ein zweites Mal. Über Leitern, Tritte und Felsen gelangt man Innert wenigen Minuten auf den höchsten Punkt (T4). Nach dem Gipfelbucheintrag machten wir uns auf den Weg zum Restaurant bei der Urmiberg Bergstation. Gestärkt und Motiviert absolvierten wir jetzt den letzten Teil unserer Tour: Den Abstieg. Zuerst dem Wegweiser entlang nach Unter Brunniberg und von dort Richtung Seewen, Schwyz (T2). Bis nach Seewen (Bahnhof) braucht man vom Urmiberg ca. 1.5 h. Erschöpft aber Glücklich machten wir uns per Zug auf den Heimweg. Zwei großartige Felsen, Bützi und Duumen.

Das T5 bezieht sich aufs Bützi, da es doch einige heikle Stellen aufweist. Ach ja, Helm mitnehmen, denn die Steine rollen schnell am Bützi und am Duumen.


Tourengänger: budget5

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Kommentare (1)


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GeoFinder hat gesagt: Schöne Kurztour
Gesendet am 15. November 2009 um 11:43
Vielen Dank, "budget5", für Deinen Bericht. Ich habe mich davon anregen lassen und bin die Tour über Bützi und Stockflue weiter bis zum Gotterli gestern gegangen. Leider hatte es einen etwas lästigen (aber nicht kalten) Föhnsturm. Es war eine kurzweilige Tour mit netten Kraxeleinlagen.


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