Kronsberg - Umrundung in den Sonnenuntergang hinein


Publiziert von Alpenorni Pro , 7. Dezember 2012 um 12:39.

Region: Welt » Deutschland » Norddeutsches Tiefland
Tour Datum: 5 Dezember 2012
Wandern Schwierigkeit: T1 - Wandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: D 
Aufstieg: 160 m
Strecke:25,2 km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Bhf. Hannover-Anderten-Misburg
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Messe-Ost, Stadtbahnlinie 6

Der höchste Berg im Stadtgebiet Hannovers (53m) ist der Kronsberg. Ursprünglich und von Natur aus erreichte dieser einst weitestgehend kahle Höhenrücken 106,1m über dem Meer. Eine Erdaufschüttung stockte diesen kleinen Kamm aber vor 12 Jahren auf nun 118,2 m Höhe auf und gleichzeitig entstand auch ein zweiter Aussichtshügel etwas weiter südlich, der mit 107,3 m vermessen wurde.
Immer wieder gern erwähnt : Schon Reinhold Messner konnte hier dem Ruf des Berges nicht widerstehen und erklomm in Begleitung der hiesigen Alpenvereinssektion diesen schönen Aussichtspunkt, dereinst anlässlich eines seiner 8000er-Multimedia-Abende, auf seiner Rundreise durch die Veranstaltungshallen der Republik...

Als alteingesessener Hannoveraner bin ich schon x-mal hier oben gewesen und habe auch die allmähliche Aufforstung auf dem Kamm und natürlich die Aufschüttung der beiden Hügel (anlässlich der Weltausstellung EXPO 2000) mitverfolgt. Letztere bieten im Sommer einen Anziehungspunkt für die farbenfrohen Schwalbenschwänze, einen hier sehr seltenen Schmetterling, der mich immer an die Berner Voralpengipfel erinnert, wo man ihn ,z.B. auf dem Gehrihorn, teils recht häufig antreffen kann.
Aber nun steht der Winter vor der Tür. Da wird es frostig und die Wildgänse ziehen über Norddeutschland. Schmetterlingszeit ade...
Meine Wanderstrecke :
Start am Bhf. Anderten-Misburg. Zur Hindenburgschleuse und ein Stück dem Mittellandkanal folgen, bis man rechts zum Kamm des Kronsbergs abzweigen kann. Auf dem breiten Kammweg geradeaus zum schon von weitem sichtbaren Gipfelkreuz 118m.
Abstieg in Richtung Wülferode und über die Autobahn hinweg zum Brinksoot, einem im Frühjahr sehr idyllischen kleinen Weiher. Nun etwas schlammig weiter zum NO-Rand des Bockmer Holzes, einem ausgedehnten Waldgebiet (mit vielen Schlüsselblumen im Frühjahr).
Nun auf Feldwegen (Stadtkarte 1:20.000 empfehlenswert) einmal ganz um das Waldgebiet herum, über die B 443 hinweg (hier rasteten noch erstaunlich viele (ca. 160) Kiebitze auf den Ackerflächen), an den Müllinger Anglerteichen vorbei in Richtung Rethen, und, nun nach Norden abzweigend, am ADAC-Übungsgelände über die Schnellstraßen hinweg.
Nach dieser riesigen Runde ist man wieder am Kronsberg angelangt, nun aber am Südrand.
Mittlerweile war die Sonne untergegangen, aber ich kraxelte in ziemlicher Dunkelheit noch hoch zum Südhügel 107m, wo mich der Blick auf die nächtliche Beleuchtung unserer 500.000-Einwohner-Stadt faszinierte.
Von da aus ist es dann nicht mehr weit bis zur Haltestelle Messe/Ost, wo einen die Stadtbahn wieder ins Zentrum zurück bringt.



Tourengänger: Alpenorni

Galerie


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