Heierli Nadel 1627 (Erstbeschreibung)


Publiziert von Hampi , 3. November 2012 um 21:17.

Region: Welt » Schweiz » Appenzell
Tour Datum: 3 November 2012
Klettern Schwierigkeit: III (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-AI   CH-SG   Alpstein 
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Wanderweg zwischen Hoher Kasten und Staubern

Zu Ehren von Hans Heierli hat man eine markante Felsnadel zwischen dem Hohen Kasten und der Staubern auf „Heierli-Nadel“ getauft. Hans Heierli war Chemielehrer an der Kanti Trogen und der Initiant des ersten Geologischen Wanderwegs der Schweiz, der 1971 eröffnet wurde (Hoher Kasten - Saxerlücke). Hans Heierli verstarb 2003. Er war nie selber auf seiner Nadel. Ein Besteigungsversuch mit 2 Bergführern scheiterte am brüchigen Fels.
 
Als Abschluss und als Dessert unserer Fels- und Kletttersaison benutzen Ivo und ich dieses föhnige Novemberwochenende um die Heierli-Nadel zu besteigen.
Der Wanderweg von der Staubern zum Hohen Kasten ist schneebedeckt, die Felsnadel aber dank Föhn bereits aper und trocken.
Die Nadel ist auf der Appenzellerseite ca. 40 Meter hoch, auf der Rheintalerseite geht es mindestens 100 Meter senkrecht hinunter.
Wir starten am rechten Fuss der Nadel. Der steile Grat ist mit Legföhren bewachsen. Nach dem „Durchkriechen“ der ersten Legföhre geht es erstaunlich leicht neben den weiteren Föhren hoch bis unter den eigentlichen, 8 Meter hohen Turm. Hier richten wir den 1. Stand ein. Über eine Felsplatte geht es zum 2. Stand. Ein grosser Felszacken bietet sich hier als Ankerpunkt für unsere Bandschlinge an. Dann vorbei an einem rostigen Haken auf die zweite Platte und hoch auf den kleinen Gipfelgrat. Bereits nach dem ersten Stand hapert es mit der Qualität des Felsens. Oben ist der Grat nur noch brüchig. Auch bei grosser Vorsicht fallen uns beim Überqueren dauernd ganze Felsbrocken aus der Wand.
Trotzdem, ein tolles Gefühl auf dieser Nadelspitze und eine fantastische Aussicht über das Rheintal. Wir schlingen unser Seil um den Gipfelturm (3) und seilen uns ganz vorsichtig zum Stand 1 ab.

Unser Fazit:
Nur etwas für sehr angefressene .......

Material:
Standsicherung durch Bandschlingen (praktisch keine Möglichkeit für Klemmkeile)
Seil 30m
Helm (lose Steine)
 
 

Tourengänger: Hampi

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