Serlas - Val Prüna


Publiziert von sursass58 , 26. August 2012 um 13:32.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Oberengadin
Tour Datum:11 August 2012
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Zeitbedarf: 3:30
Aufstieg: 1204 m
Abstieg: 437 m
Strecke:einfache Bergwanderung
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit der RHB bis Bahnhof La Punt - Chamues-ch

Noch vor den Zeiten der Handy bin ich mal das Val Prüna bis nach La Punt gerannt, um für einen verletzten Freund, er war mit dem Gleitschirm zuhinterst im Tal abgestürzt, Hilfe zu holen. Ich wollt schon lange das Tal besuchen. Vom Bahnhof geht es über Asphalt bis zum Eingang des Tales, wo ein guter Kiesweg bis zur Alp Serlas (2017) hochführt. Am Anfang ist das Tal noch eng, der wilde Fluss Ova Chamuera führt wildes Wasser ins Tal. Später weitet sich dann das Tal und saftige grüne Weiden ohne Tiere liegen vor mir. In Serlas kann man nicht von einr Alphütte reden, sondern von einem mehrstöckigen währschaften Steinhaus. Ich lese auf der Tafel, dass das die grösste private Alp im Kanton Graubünden ist. "Fabricheda da G. Orlandi da Bever cu bain agricul, inaugureda l'an 1828. Insembel cun las alps Prüna e Prünella fuorma Serlas la pü granda alp privata cal Chantun Grischun.) Ausser drei Pferde treffe ich niemand und laufe nach einer kurzen Rast weiter der rechten Hangseite ins Val Prüna hinein. Am Anfang begleitet durch viele Legföhren und weiter oben bleiben nur noch die Alpenblumen. Das Wetter macht mir Sorgen, denn düstere Wolken überziehen den Himmel und ein Gewitter ist nicht auszuschliessen. Vor mir taucht der Piz Languard auf (3175). Von hinten sehr unwirtlich, von der Südseite aber gut begehbar. Bei Alp Prüna (2270) und der Hütte deuten einige aufgehängte Socken an, dass hier menschliche Tiere von Zeit zu Zeit leben. Der Weg führt weiter, schon bald über eine Brücke auf die andere Talseite Richtung Fuorcla Muragl (2891). Der Blick in den oberen Teil des Val Prüna zeigt mir eine unglaubliche Steinwüste. Kaum vorstellbar, dass ich da mal durchgerannt war. Vor Der Weg über Weiden wird immer steiler und flacht denn ab und wird immer steiniger und felsiger. Ein Ehepaar mit einem etwa 3-jährigen Kind müht sich in diesem Aufstieg ab. Das Kind ist teilweise im Rucksack des Vaters oder an der Hand der Mutter. Wie wirken wohl die Landschaft, unten das saftige grün und oben die Stein- und Felswüsten auf das Kind? Auf dem Pass angekommen öffnet sich ein weiter Blick Richtung Samedan und St. Moritz. Das Gewitter ist nicht gekommen und der Himmel hat sich aufgeklart. Der Abstieg Richtung Lej Muragl (2715) geht einfach und auf der linken Seite ist ein wuchtiger Blockgletscher erkennbar, welcher bis in den See hineinreicht. Von da führt der Weg leicht sinkend zum  Berggasthaus und Romantikhotel Muottas Muragl (www.muottasmuragl.ch). Dieses erste Alpine Plusenergie-Hotel wurde 2010 neu eröffnet. Von da lasse ich mich mit der alten, aber neu renovierten Standseilbahnmüde ins Tal fahren.
Die Tour ist gut machbar, wobei es etwa 20 km waren und der steile Teil am Schluss kam. Würde man die Tour auf dem Muottas Muragl beginnen, wäre sie viel einfacher. Es gibt vom Val Chamuera noch einige schöne Varianten, sei es über die Fuorcla Prünella und Fuorcla Tschüffer zum Lej da Pischa oder über die Fuorcla Chamuera ins Val da Fain. Man kann auch weiter unten bei der Acla Veglia (2023) ins Val Lavirun abzweigen und über die Fuorcla Chaschauna nach S-chanf runter.

Tourengänger: sursass58

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