Angerkogel (2114m) und Nazogl (2057m)


Publiziert von Tef Pro , 15. April 2009 um 22:34.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Totes Gebirge
Tour Datum:11 April 2009
Schneeshuhtouren Schwierigkeit: WT4 - Schneeschuhtour
Wegpunkte:
Geo-Tags: A   A-OÖ 
Aufstieg: 1200 m
Abstieg: 1200 m
Strecke:Hintersteinalm(1029m)-Gschwandgraben-Aiplhütte-Angerkogel-Nazogl
Zufahrt zum Ausgangspunkt:vom Pyhrnpaß Richtung Süden, bis nach links die straße zu den Hintersteinalmen weggeht. Offiziell ist die Zufahrt gesperrt, jedoch wird sie bis zum Parkplatz vor den Almen geduldet
Kartennummer:Kompass Nr. 70

Im Südosten des Toten Gebirges erstreckt sich eine weitläufige, hochebenartige Hügellandschaft mit dem Angerkogel als höchsten Punkt. Im Winter ein optimales Skitouren und Schneeschuhgelände. Bei vernünftiger Spurwahl ist die Lawinengefahr als gering einzustufen.
Wir starteten beim Parkplatz der Hintersteinalmen. Hier heroben auf 1000 Meter Höhe ist vom Frühling noch nichts zu spüren. Der Schnee ist nun am morgen noch hart gefroren, so dass wir unsere Schneeschuhe erst mal am Rücken lassen.
Wir gehen in westliche Richtung zwischen einigen Almen hindurch und biegen dann nach links ab. Man überquert auf einer Brücke den Bach und stuert direkt auf einen Graben am Südwesteck der Wiese zu: den Gschwandgraben. Und in diesen steigen wir nun auf. Er ist gleichmäßig steil, doch da er pistenartig eingefahren ist kommen wir mit den Krallen gut voran. Wem es zu steil ist, kann auch unten bei den Almen auf der Forststraße bleiben und in weiten Schleifen ansteigen. Der Graben führt erst im Wald bergan, dann wird das Gelände freier und kurz vor dem erreichen der Forststraße noch einen Hauch steiler. Wir überqueren die Straße geradeaus und kürzen so eine weitere Schleife ab.
Dann folgen wir dem Weg nach rechts. Nach einer knappen viertel Stunde geht es nach einer sanften Rechtskurve nach links in den Wald hinein (meist gespurt).
Wir befinden uns nun in der Mulde zwischen Lärchkogel im Süden und dem Kühfeld im Norden. Und in dieser mit Lärchen bestandenen Mulde, die recht breit ist und somit Abstand zu den Flanken läßt, steigen wir nun gleichmäßig bergan, bis es bei der kleinen Aiplhütte kurz flacher wird.
Den Lärchkogel haben wir nun hinter uns gelassen, die Wände des höheren Kühfeld bleiben auf der rechten Seite. Über Hügel und Mulden steigen wir links davon in nordwestlicher Richtung weiter bergan. Das Gelände wird immer freier, die Aussicht immer besser.
Wir steuern direkt auf einen Gipfel zu, umgehen diesen rechts und sehen nun unser Gipfelziel. Um dies zu erreichen geht es nochmal kurz abwärts und dann in der linken Flanke hinauf zum Verbindungsgrat zwischen Angerkogel und Nazogl.
Hier wenden wir uns nach rechts, überwinden die Wechte an der schwächsten Stelle und steigen über den Ostrücken zum kleinen Gipfelkreuz auf. Es sind auch einige Skitourengänger unterwegs, denn die Bedingungen sind noch gut.
Von oben haben wir einen phantastischen Ausblick: im Norden das Warscheneck, im Süden die zahllosen Gipfel der Tauern, im Westen der Grimming und der Dachstein und im Osten die Ennstaler Alpen.
Leider pfeift der Wind ganz schön, so daß wir nicht zu lange bleiben wollen. Aber wir haben noch einen 2. Gipfel im Programm: wir steigen wieder auf den vorher erwähnten Verbindungsgrat ab und gehen ohne Probleme über den abgeblasenen Rücken hinüber zum Nazogl mit großem Kreuz.
Hier ist es fast windstill und es läßt sich angenehm sitzen, zur vorher erwähnten Aussicht haben wir nun auch noch einen Tiefblick ins Ennstal mit Liezen.
Im Sulzschnee steigen wir dann auf dem gleichen Weg ab, dabei die Aussicht Richtung Osten genießend. Im Gschwandgraben war der Schnee noch recht hart, so dass wir auch hier flott runter kamen. Bei den Almen suchten wir uns dann ein schönes Plätzchen für eine letzte Pause.

Tourengänger: Tef

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T2
30 Aug 08
Nazogl/2057m · pexx

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