Wallis will lieber Landschaftsschutzgebiete abschaffen, als sie durchzusetzen!


Publiziert von Schneeluchs, 6. Juni 2013 um 22:19. Diese Seite wurde 1675 mal angezeigt.

Hallo zusammen,

Zermatt plant die Abschaffung des Landschaftsschutzgebietes (BLN) Monte Rosa!
Der Walliser Grossrat konnte schon für das Anliegen gewonnen werden, jetzt ist die Sache beim Bund hängig.
Damit soll der Gebirgslandeplatz verteidigt werden, welcher gemäss einem unabhängigen Gutachten nicht mit den Schutzzielen vereinbar ist.
Angenehmer Nebeneffekt: Man könnte wieder neue "touristische Infrastruktur" bauen...!
Das Versprechen von 1973 würde damit rückgängig gemacht: Damals hatte sich Zermatt verpflichtet, als "Kompensation" für den Bau der Kleinmatterhornbahn dieses Gebiet unter Schutz zu stellen.

Mehr Info

Wer findet, dass das Landschaftsschutzgebiet Monte Rosa auch weiterhin aufrecht erhalten werden soll, selbst wenn es nicht mit wirtschaftlichen Partikularinteressen zu vereinen ist, bitte die Petition "unterzeichnen" und (z.B. via Facebook) weiterverbreiten.



Kommentare (41)


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jfk hat gesagt:
Gesendet am 7. Juni 2013 um 01:11
Unglaublich was da einige findige Zermatter zugunsten der kurzfristigen
Gewinnmaximierung opfern wollen. In diesem Sinn: Unterschreibt unbedingt die Petition!

silberhorn Pro hat gesagt:
Gesendet am 7. Juni 2013 um 10:53
Gestern unterschrieben! Sehr gut hast Du die, wäre es nicht im Wallis, schier unglaubliche Meldung in diese Community gestellt.

TeamMoomin hat gesagt: Habe
Gesendet am 7. Juni 2013 um 23:20
auch unterschrieben und werde es an Freude etc. weiterleiten, es ist verdammt traurig was Geld immer wieder bewirkt.

Mo6451 Pro hat gesagt:
Gesendet am 8. Juni 2013 um 04:57
habe auch schon unterschrieben und zusätzlich auf meine facebookseite gestellt.

Hitsch hat gesagt:
Gesendet am 8. Juni 2013 um 14:18
Warum ist es so verwerflich, dass auch Bergkantone ihre wirtschaftlichen Interessen verfolgen wollen?

jfk hat gesagt: RE:
Gesendet am 8. Juni 2013 um 18:37
Gegen dass hat wohl kaum jemand etwas. Ich finde es allerdings fragwürdig, wenn dazu Landschaftsschutzgebiete von nationaler Bedeutung zerstört werden.

Ausserdem ist es aus meiner Sicht auch ökonomisch alles andere als sinnvoll. Zwar kann so kurzfristig sicher mehr verdient werden, aber man muss bedenken, dass die Touristen vor allem wegen der wilden, ruhigen und intakten Bergwelt ins Wallis kommen. Wenn die nun immer weiter zerstört wird, kann das langfristig dem Tourismus und somit der Walliser Wirtschaft kaum dienlich sein.

G. Jonas

Myron hat gesagt: RE:
Gesendet am 8. Juni 2013 um 20:10
Zermatt investiert bis ins Jahr 2018 1,2 Mia. (Mia., nicht Mio.!) in touristische Angebote - und die einmalig schöne Bergwelt in und um Zermatt ist heute schon recht verbaut und teilweise verschandelt worden.
Bloss 1 bis 1,5 Prozent des touristischen Umsatzes erwirtschaftet Zermatt mit dem Heliskiing. Dafür soll der Schutz einer einmaligen Gebirgslandschaft geopfert werden?

Henrik Pro hat gesagt: Die alle Lebensbereiche
Gesendet am 8. Juni 2013 um 21:04
erfassende Ökonomisierung wird vielleicht ...endlich dazu führen, dass diese Weisssagung sich erfüllt: www.koch4u.de/Spass/zitate_indianer.htm.

Cari saluti

silberquäki

Alpin_Rise hat gesagt: Der grenzdebile neue Werbespruch
Gesendet am 8. Juni 2013 um 23:26
Zermatt - no matter what

bringt wohl ziemlich auf den Punkt, was in gewissen Köpfen dort (und hier im Forum) abgeht...

Danke fürs Einstellen und
G, Rise

Henrik Pro hat gesagt: RE:Der grenzdebile neue Werbespruch
Gesendet am 9. Juni 2013 um 00:58
Und so wirbt es sich im Original.

83_Stefan hat gesagt: RE:Der grenzdebile neue Werbespruch
Gesendet am 9. Juni 2013 um 14:44
Danke für den Link zum pdf! Meine Meinung zu besagtem Dokument erlaube ich mir kurz anhand dreier Zitate nachfolgend kurz darzulegen:

> Der Slogan spielt auch mit den Doppellauten der Worte Zermatt, Matterhorn, matter

Potzblitz, gut dass das erklärt wird - da wäre ich nie drauf gekommen!

> Die Tonalität der Kampagne ist ruhig und gemütvoll. Das durchgängig edle Design wird durch den Popup-Effekt des Matterhorns, das wie dreidimensional im Bild steht, aufgelockert

"Popup-Effekt" ist richtig klasse! Aber noch besser wär's, wenn das Matterhorn blinken würde. Oder das Schlumpfenlied singen...

> Die Kampagne richtet sich an Stamm- und Neukunden

Sehr gut! Dann muss also niemand die Augen verschließen, wenn er an den Plakaten vorbei kommt.

Sorry für meinen leichten Aggressionsanfall, der mich zu diesem Kommentar getrieben hat, aber der Ausverkauf der Alpen muss gestoppt bzw. in akzeptable Bahnen gelenkt werden. Ein Naturschutzgebiet abzuschaffen, nur weil's einem gerade nicht mehr ins Konzept passt, finde ich frech. Es stellt sich die Frage: Warum ist die Natur dort plötzlich nicht mehr schützenswert, wenn sie es davor war?!?
Und noch was: Heli-Skiing finde ich egoistisch und pervers.

PS.: Ich will mich hier mit niemandem anlegen, der anderer Meinung ist, sondern nur kurz meine eigene Meinung kundtun.

Mistermai hat gesagt: Aufhebung von Schutzgebieten
Gesendet am 9. Juni 2013 um 20:39
Anscheinend sehen die Zermatter Kollegen Schutzgebiete maximal als zurückgestellte Landreserven für die Zukunft. Wenn Schutzgebiete so nach Lust und (Geschäfts-)Laune aufgehoben werden, dann werden sie ihrem Namen definitiv nicht gerecht!

Lulubusi hat gesagt:
Gesendet am 9. Juni 2013 um 22:49
So und ich trample jetzt mal so einigen auf den Füssen rum!
Naturschutz über alles! :-(
So einige in der Schweiz wie auch hier würden am liebsten die ganze Nation in ein Naturschutzgebiet verwandeln.
Mal sollte aber auch immer daran denken, dass wenn man es genau nimmt so einiges an Bergsport nicht mehr möglich ist! Auf von Hikrn.
Bereits jetzt basiert einiges bzw. darf einiges nur auf Grund besonderer Vereinbarungen gemacht werden. Ein Naturschutzgebiet abschaffen ist def. Quatsch.

Aus den vorliegenden Unterlagen die sich hier in diesem Forum befinden, kann ich mir aber kein genaues Bild machen! Die vorliegenden Infos sagen nur aus, dass ein Helilandeplatz abgeschafft werden soll. Dass da Zermatt reagiert ist wohl verständlich!

Und zu Heliskifahren ist egoistisch und pervers! Dann sage ich nur dazu: Klettersteig gehen ist ebenso egoistisch und pervers! Wer die Felswand nur dank einem Klettersteig hochgehen kann, der solls bleiben lassen! Entweder kann ich kletter und wenn nicht, habe ich in der Wand nix verloren.

Es ist immer Ansichtssache! Und in dieser Diskussion fehlt mir eindeutig die Tolleranz!

Schneeluchs hat gesagt: RE: Toleranz und Rücksicht
Gesendet am 10. Juni 2013 um 01:41
Ich wollte nicht wirklich diskutieren hier, nur informieren, was abgeht. Trotzdem lasse ich mich jetzt kurz drauf ein...

Was nützt das denn, wenn du hier auf den Füssen rumtrampelst?
Die Unterlagen sagen: Ein Naturschutzgebiet soll abgeschafft werden. Und das findest du ja selber Quatsch.

Helis machen nun mal Lärm (oder sagen wir objektiv messbare laute Geräusche, welche viele Menschen als unangenehm empfinden). Es ist doch schön, wenn es auch noch ruhige Gebiete gibt - in den Städten und Tälern ist es ja hektisch und lärmig genug - und immer mehr. Genau solche Ruhegebiete könnten die Landschaftsschutzgebiete sein. Nicht die ganze Nation, das ist eine Utopie und will wohl niemand hier ;) Aber ausgerechnet dort, wo sonst nicht gemotort wird, kommen dann die Helis daher und es wird gerotort... :( Das gefällt halt nicht allen, und diesen Menschen darf man auch genauso Toleranz entgegenbringen. Heisst dann im Prinzip, ihnen ihre Ruhe lassen und woanders hin Lärm produzieren gehen!
Wenn die Lärmfans überall tun können, was sie wollen, gibt es nirgends Ruhe, was nicht fair ist gegenüber den Ruhesuchenden, welche diese nirgends mehr finden. Das ist auch nicht Toleranz!

Nicht alle sind leider gegenüber Lärm unempfindlich; viele stört er, sie empfinden ihn als unangenehm. Helilärm kann lästig sein und auch Angst auslösen. Heliflieger verhalten sich in deren Ohren völlig rücksichtslos und kritisieren dann auch noch die Belärmten wegen mangelnder Toleranz, wenn sie sich wehren.

Wenn diejenigen, welche auch ruhige Gebiete wünschen/brauchen, mal einen kleinen verdienten politischen Sieg erringen, darf man ihnen den doch auch gönnen und lassen und auch mal was wegstecken; beinahe immer ist es ja umgekehrt, müssen die Lärmgeplagten klein beigeben!

Schneemann hat gesagt: RE: Toleranz und Rücksicht
Gesendet am 10. Juni 2013 um 16:27
Naja, es handelt sich wohl nicht um ein Naturschutzgebiet, sondern um ein Landschaftsschutzgebiet. Ehrlich gesagt muss man auch sagen dass es im ewigen Eis der Viertausender eigentlich so gut wie keine Natur (Flora, Fauna) gibt. Das ist eine Wüste und da kann man entsprechend wenig "zerstören". Es geht also eher um ästhetische Befindlichkeiten. Das mag auch nicht unerheblich sein, aber es ist doch was anderes...

Schneeluchs hat gesagt: RE: Toleranz und Rücksicht
Gesendet am 17. Juni 2013 um 17:20
Gletscher und Berge sind keine Natur und auch keine Landschaft?
Ich finde die Gletscherlandschaften eine Schöne, keine Wüste ;)
Oh, doch: Zerstören kann man da ganz viel!

Schneemann hat gesagt: RE: Toleranz und Rücksicht
Gesendet am 18. Juni 2013 um 16:50
Bitte nicht falsch verstehen, ich liebe Eis und Schnee, wie man schon an meinem Namen erkennen kann ;)
Aber in einer Gletscherlandschaft auf 4000m Höhe lebt fast nichts mehr. Vegetation gibts keine mehr und ausser Vögeln wird man wohl auch kaum höhere Tiere finden. Naturzerstörung finde ich deswegen einfach ein fragwürdiges Argument, was wird denn konkret zerstört? Es geht um unser ästhetisches Befinden und vielleicht noch den Lärm. Das ist doch auch genug, da muss man nicht noch mit Naturzerstörung argumentieren...

83_Stefan hat gesagt: RE:
Gesendet am 10. Juni 2013 um 07:43
Lieber Lulubusi, ich akzeptiere deine Meinung (Stichwort "Toleranz"!). Man muss nicht immer derselben Meinung sein, das ist klar.

Aber nur kurz, um meinen Standpunkt etwas zu verdeutlichen:
1. Ich bin keiner von denen, die alles in ein Naturschutzgebiet umwandeln wollen. Ganz sicher nicht, denn auch der Mensch braucht seinen Platz zum Wirtschaften. Aber ein Naturschutzgebiet, das existiert, aus Gründen der Wirtschaftlichkeit aufzulösen, geht für mich gar nicht, denn es hat seine Gründe, dass es eingerichtet wurde.
2. Ein Klettersteig fliegt nicht mit ohrenbetäubendem Lärm in der Gegend herum. Wegen der Menschen stört mich das jetzt nicht so, aber für die Tiere, die sowieso jeden Tag im Winter um ihr Leben kämpfen müssen, ist das gefährlich. Und da den Heli-Skifahrern das offenbar egal ist, sehe ich sie nun mal als egoistisch an. Ganz davon abgesehen bin ich auch kein Klettersteig-Fan, aber ich bin ja ein toleranter Mensch und jedem das Seine, sofern niemand anders stark darunter leiden muss.
3. Mag sein, dass du dir denkst, warum sich ein Bayer in eine "schweizerische" Diskussion "einmischt". Aber ich sehe die Alpen als Erbe der gesamten Menschheit, nicht nur der Schweiz. Die Welt gehört meiner Meinung nach allen Menschen gleichermaßen.

...und jetzt "trample ich niemandem auf den Füßen rum" - warum denn auch?!? - sondern wünsche allen HIKRn einen guten Start in die neue Woche!

TeamMoomin hat gesagt: RE:
Gesendet am 10. Juni 2013 um 15:05
Ich denke die ganze Diskussion ist auch sehr schwierig da man sich fragt wo ist was Eingriff in die Natur. Könnte z.B. überspitzt (nicht meine Meinung) auch sagen Kletterer die Bohrhaken brauchen sollten nicht klettern gehen nur die welche ne 6a free solo oder nur mit mobilen Sicherungen hinkriegen, aber anderseits wenn man allen Naturschutz so streng nimmt kommt der Normalbergänger kaum mehr in die Alpen.

Jeder muss halt hier siene Meinnung haben aber auch andere akzeptieren. Die welche wollen sollen unterschreiben und die anderen eben nicht.

Lulubusi hat gesagt: RE:
Gesendet am 19. Juni 2013 um 19:11
Korrekt, ein Klettersteig macht keinen Lärm, verschandelt aber mit seinen Drähten, Bügeln, Stiften und Leitern ebenfalls die Landschaft.

Schneeluchs hat gesagt:
Gesendet am 10. Juni 2013 um 01:10
Noch ein interessanter Artikel im Tagesanzeiger, welcher sachlich die verschiedenen Standpunkte wiedergibt:

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Zermatt-startet-Angriff-auf-das-Schutzgebiet-Monte-Rosa/story/18166130

eva79 hat gesagt: RE:
Gesendet am 10. Juni 2013 um 09:12
Zum Thema Heliskiing: da könnte man aber, analog zum Klettersteig sagen: wer nicht selbst den Berg hochkommt, soll es bleiben lassen;-).
Letztes Jahr an der Dufourspitze hielt ich im Silbersattel-Couli kurz Smalltalk mit einem der Anthamatten Brüder, die mit Kunden und Heli angereist waren, ihre Kunden die 300hm auf die Dufourspitze führten, wobei das Couloir rauf weniger nach führen und mehr nach ziehen aussah;-); und ihre Kunden gerade abliessen. Der U-Ton war "von der Hütte würden die das niemals auf den Berg schaffen". Nun ja;-).

Grds. gab es doch mal einen guten Grund dafür, das Gebiet als Naturschutzgebiet zu erklären, Zermatt ist ohnehin übererschlossen mit Bahnen und da braucht es nicht noch den Heli Tourismus. Sicherlich ist das eine Einnahmequelle für die Zermatter aber ich schätze die finden dann auch etwas neues Lukratives:-).

Hitsch hat gesagt: ....
Gesendet am 10. Juni 2013 um 13:10
über den Sinn und Unsinn des Heliskiing kann man glaube ich ewigs diskutieren, in dieser Frage sind die Positionen glaube ich bezogen.

Ich bin durchaus auch nicht begeistert, dass die Schutzzone aufgehoben wird. Jedoch würde ich mir nicht anmassen eine Entscheidung der Einheimischen Bevölkerung und des Kantons mittels einer Petition aus zu hebeln.
Das erinnert mich an stark an die Zweitwohnungsinitiative. Zugegeben, ich war und bin immer noch dagegen, aber in diesem Fall hat den Regionen, welche es betrifft diktiert, was sie zu tun haben. Auffallend war damals, dass eben diese Regionen gegen die Initiative waren.
Ich glaube es würde keinem Zermatter in den Sinn kommen, den Ausbau des Flughafen Zürich zu Mittels Beschluss, Petition zu erzwingen, ohne dabei Rücksicht auf die Anwohner zu nehmen. ( Bedenke, für alle ausser für die Anwohner, ist ein 24h Betrieb und eine neue Startbahn konfortabler)

Meiner Meinung nach, sollte man die Einheimische Bevölkerung selbst entscheiden lassen, was sie mit Ihrer Umwelt machen, denn sie haben in jedem fall auch die Konsekuenten zu tragen ( Ertragsausfälle durch wegbleibende Gäste usw.)

TeamMoomin hat gesagt: RE:....
Gesendet am 10. Juni 2013 um 15:01
Naja nur so ein Gedanke am Rande...die Bergwelt der Schweiz gehört nicht den Menschen die am nächsten Wohnen hier z.B. den Zermattern sondern allen Menschen in der Schweiz, also denke ich ahben Sie halt doch nicht alleine das Recht, aber gebe dir Recht dass dies absolut ansichtssache ist.

Gruss Oli

Hitsch hat gesagt: RE:....
Gesendet am 10. Juni 2013 um 15:49
gut das gilt ja nicht nur für die Bergwelt. Sondern für die gesammte Landschaft Schweiz mit deren Infrastruktur usw.

Schneeluchs hat gesagt: Egoismus pur!
Gesendet am 17. Juni 2013 um 17:31
Ich finde die Idee verfehlt, dass jemand einen Berg besitzen und mit ihm tun kann, was er will!
Alles auf dieser Erde und wohl auch im Weltall muss irgendwem gehören, der es dann ausbeuten und für seine egoistischen Interessen beliebig kaputtmachen darf?

Soweit ich weiss, hebelt eine Petition gar nichts aus, noch weniger erzwingt sie irgendwas, sondern stellt rechtlich lediglich eine Willenserklärung dar. Lassen wir die Kirche im Dorf...

Und mit dem FHZH und der 2.WI hat das überhaupt nichts zu tun!
Bitte sachlich bleiben... danke!

Lulubusi hat gesagt:
Gesendet am 18. Juni 2013 um 07:48
genau Sachlich bleiben! Finde ich auch!
Es ist aber wohl klar dass sich Berggemeinden oder Kantone und ihre Bevölkerung gegen Massnahmen die vorgeschrieben werden und mit der etwas abgeschafft werden soll, was schon länger besteht wehren! Vor allem wenn sich "Flachlandbevölkerung" die nicht dort leben und ihr Einkommen bestreiten einmischen.

Zum sachlich bleiben. Da sollen sich erstmal alle die nicht in den Bergen leben und wohnen, in diesem Fall Zermatt, an der eigenen Nase nehmen!
In den Städten bestehen, ist jedem bekannt, Projekte und Vorschläge eine Maut einzuführen damit jeder der hinein will bezahlen muss! Wenn dann die Landbevölkerung sich dagegen äussert! Sind es genau die selben, die ungehalten reagieren und rumposaunen dass wir dazu nicht zu sagen haben! Aber halt!!! Die Stadt ist genau so Allgemeingut wie die Berge auch!!!

Also nicht eines als allen gehörend anschauen und das andere nicht!


Schneeluchs hat gesagt: Stadt und Berge
Gesendet am 18. Juni 2013 um 08:41
Die Stadt und deren Verkehrssystem ist vom Mensch gemacht und gehört somit logischerweise demjenigen, der sie gemacht hat. Die Berge bei Zermatt hingegen wurden nicht von den Einheimischen gemacht.

Hitsch hat gesagt: RE:Stadt und Berge
Gesendet am 18. Juni 2013 um 09:43
Ach BITTE! Ist die Stadt in der Luft gebaut? Auch das Land auf welchem die Stadt gebaut ist, muss nach deiner Definition als Allgemeingut angeschaut werden!
Ich bin einfach der Meinung, dass man zwar seine Bedenken anbringen kann, die Entscheidung über solche Sachen letztendlich bei der hiessigen Bevölkerung liegen sollte.

Myron hat gesagt: RE:Stadt und Berge
Gesendet am 18. Juni 2013 um 11:56
> die Entscheidung über solche Sachen letztendlich bei der hiessigen Bevölkerung liegen sollte.

Schönes Demokratieverständnis... Im konkreten Fall geht es um Bundesrecht (Aufhebung BLN-Gebiete), da haben alle Schweizer etwas dazu zu sagen.

Schneeluchs hat gesagt: RE:Stadt und Berge
Gesendet am 18. Juni 2013 um 18:35
Danke für den wertvollen und klugen Hinweis ;)

Hier geht es aber wirklich nicht um Städte, sondern darum, ob man einfach nach Belieben ein Hochgebirgs-Landschaftsschutzgebiet streichen darf, weil gewisse Leute (dazu gehören nicht nur Einheimische, auch ausländische Piloten z.B.) dann weniger Geld machen und andere weniger Fun haben (das könnten durchaus auch Mittel- oder gar Ausländer sein - die Einheimischenleier ist zu schwarzweiss gestrickt! Es gibt sicher auch Einheimische, welche für den Schutz sind.

Und klar, die Profiteure dürfen selbstverständlich alleine entscheiden, alle andern, welche am Schutz und an der Ruhe interessiert sind, sollen gefälligst schweigen...
Genau SO läuft es im BAZL bis anhin, und genau deswegen ist es heute überhaupt noch immer erlaubt, in Schutzgebieten zu Fliegerln und Heliskierln nach Spass und Laune und natürlich Portmone.

Myron hat gesagt: RE:
Gesendet am 18. Juni 2013 um 12:02
> Vor allem wenn sich "Flachlandbevölkerung" die nicht dort leben und ihr Einkommen bestreiten einmischen.

Im kontreten Fall geht es um 1 - 1,5 % des gesamten Umsatzes, das Zermatt verlieren würde.

Verkraftbar, nicht?

Bedenke bitte, dass die Flachlandbevölkerung die Touristen sind, die das Geld in die Berge bringen und auch durch ihre Steuern die armen Berggebiete unterstützen.


Schneeluchs hat gesagt: Finanzausgleich
Gesendet am 18. Juni 2013 um 18:22
...und das Wallis 500 Mio. Fr. Finanzausgleich jährlich erhält, wenn ich richtig gelesen habe.

Myron hat gesagt: RE:Finanzausgleich
Gesendet am 18. Juni 2013 um 20:23
jep, kommt etwa hin. Aber darüber darf ich mich als Berner nicht beklagen, erhalten wir doch am meisten von allen Kantonen (wegen dem Oberland) ;-)

[www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Finanzausgleich-Welche...]


Lulubusi hat gesagt: RE:
Gesendet am 19. Juni 2013 um 19:19
Und genau die Touristen verpesten mit ihren Autos die Bergluft und verursachen Lärm!?
Wenn aber die Bevölkerung aus den Bergen in die Stadt will soll sie zahlen.

Na ja wenn jemand das selbe macht, ist es nicht das selbe.

Aber da waren wir schon mal.

Myron hat gesagt: RE:
Gesendet am 19. Juni 2013 um 19:34
aha, den Text noch geändert.

> verpesten mit ihren Autos die Bergluft und verursachen Lärm!?

Yep, die Helikopter verpesten die Luft und machen Lärm, zum Spass einiger weniger.

>Wenn aber die Bevölkerung aus den Bergen in die Stadt will soll sie zahlen

Da tut Erklärung Not, k. A. was du meinst. Das Road Pricing wurde in noch keiner Schweizer Stadt eingeführt. Oder meinst du die Autobahnvignette? ;)

Schneeluchs hat gesagt: no car, no heli :)
Gesendet am 19. Juni 2013 um 21:54
Ich habe übrigens KEIN Auto!
Die Helis machen den Lärm leider auch dort, wo man vor den Autos Ruhe hat! Sie dringen in die sensibelsten Räume vor.

Lulubusi hat gesagt: RE:no car, no heli :)
Gesendet am 19. Juni 2013 um 22:36
Super!
Wenn ich schaue wo überall Autos stehen und vor allem wie viele, Frage ich mich ernsthaft welches das grössere Übel ist, Heliski oder Auto.

Viele der Autofahrer die sich jedes Wochenende in die Berge bewegen, fahren in ebenso in sensibelste Räume ein wie die Helis, aber das fällt eben nicht so auf, weil es ja schon normal ist!

orome hat gesagt:
Gesendet am 18. Juni 2013 um 13:13
nachdem ich durch die Arbeit über 3-4 Jahre etwas Einblick in die Struktur und Verständnis der Air Zermatt bekommen habe und die unverständliche, vor allem komplett unrefelektierte Heli-Geilheit (entschuldigung man kann das gar nicht anders nennen) recht vieler Menschen mich immer wieder in ungläubiges Staunen versetzt hat, muss ich doch sagen, dass es sich ein zivilisiertes Land nicht leisten sollte, solche Entscheidungen von Menschen treffen zu lassen, die beim Anblick eines Helis schon eine feuchte Hose bekommen, bzw. nur das eigene Geld im Kopf haben.
Natürlich entscheide ich mich anders, wenn meine eigenen Interessen betroffen sind, Sowohl in Zermatt als auch beim Flughafen. Grade deshalb darf eine solche Entscheidung eben nicht alleine von den involvierten vor Ort getroffen werden, weil sie niemals unparteiisch sind. Und wenn einige meinen, ein Geburtsrecht am Naturverschandeln zu haben, dann dürfen diese Holzköpfe gerne zurück ins Mittelalter, wo Dinge noch auf diese Art geregelt wurden.

Basti hat gesagt:
Gesendet am 22. Juni 2013 um 12:51
unterschrieben und geteilt!

Schneeluchs hat gesagt: Heute in der RZ
Gesendet am 22. November 2013 um 15:59
"Ein Austritt aus dem BLN Gebiet ist wohl Träumerei" - DAS sind noch Träume...

http://www.rz-online.ch/zeitung/frontal-interview/2013-46/gerold-biner-74

"...Aber wir wollen uns endlich Gehör verschaffen und zu einer Diskussion anregen..."
Genau! Lasst uns diskutieren :)
Gehör verschaffen sich die Helis ja schon lange, und wie!

"...aber die Leute, die es tangiert, ... erhalten kein Gehör."
Herr Biner meint hier paradoxerweise nicht die Lärmgeplagten!


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