Der "Europäische Gedanke"


Publiziert von Wolfgang Schaub, 16. Dezember 2009 um 11:51. Diese Seite wurde 1104 mal angezeigt.

Unser / mein Hobby, alle höchsten Berge eines jeden europäischen Landes zu besteigen, hat etwas mit Sammeln zu tun, weniger mit Bergsteigen, wie jeder gleich erkennt, wenn er die Listen sieht, die zu diesem Thema kursieren. Da ist auch Holland und Dänemark dabei, allesamt kleine Maulwurfshügel. Je kleiner allerdings desto schwieriger manchmal zu definieren; aber das ist nicht mein Thema hier. Auch von mir gibt's eine Liste, sozusagen eine um alle noch sonstwie "unabhängigen" Gebiete erweiterte:  http://www.gipfel-und-grenzen.de/die_hoechsten.php

Im Grunde hat das Hobby nicht einmal etwas mit Sammeln zu tun. Im Laufe meines Sammlerlebens stellte sich schnell heraus, dass es die politische Vielfarbigkeit unseres Kontinents ist, die so fasziniert: Da gibt es alle möglichen Staatsformen, große und kleine, etablierte und nicht anerkannte, ja sogar Staaten ohne Staatsgebiet und selbstinszenierte Operettenstaaten. Es gibt Staaten, die nach Asien übergreifen und damit die Diskussion auslösen, was Europa eigentlich ist: Eine politisch zu definierende Entität, oder kulturell oder geographisch oder religiös? Nichts davon greift richtig und alles greift ein wenig anders.

Wie wir gerade an Sputniks San-Marino-Erlebnis gesehen haben, gibt es Staaten in Europa, deren Existenz nicht nur hochgradig erstaunlich ist, sondern die auch noch mit vorbildhaften inneren Strukturen ausgestattet sind, so dass nicht einmal ein Napoleon oder ein Mussolini sich daran vergriffen.

Dann gibt es die verschiedensten Regierungsformen: Diktaturen und Demokratien, Republiken und Monarchien, Feudalsysteme (Insel Sark), ja sogar 2 Theokratien, eine weltlich verkappte im Vatikan und eine richtige auf dem Berg Athos. Und zuletzt gibt es in Europa Gebiete, die irgendwie mehreren zugleich gehören (Spitzbergen, deutsch-luxemburgisches Kondominium entlang der Sauer), ein Gebiet, das sich oszillierend die Souveränität abwechselnd mit dem Nachbarland teilt (die Fasaneninsel im Bidassoa), Enklaven und Exklaven, und zuletzt auch ein Gebiet, das gar niemand gehört (Rockall). Kurz: Es gibt die wildesten Strukturen, eine wahre Pracht.

Und nun meine Frage: Kann man das Hobby auf eine quasi höhere Ebene heben, indem man es als Mittel propagiert, um den "europäischen Gedanken" wachzuhalten und wiederzubeleben? Wir brauchen dringend eine Identifikation mit Europa (die Schweizer scheinen es begriffen zu haben; die Brüsseler Bürokraten scheinen es gerade zu vergessen, und die vom Europäischen Gerichtshof allemal). Kann man das Hobby einem breiteren Publikum erschließen? Ideen dazu bitte!!

Wolfgang Schaub



Kommentare (14)


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Sputnik Pro hat gesagt: EU kontra Europa ;-)
Gesendet am 17. Dezember 2009 um 08:10
Nun ja die EU ist NICHT Europa, sondern mur ein Teil davon. Flächenmässig sind sie sogar der kleinere Teil Europas als die Nicht-EU-Staaten :-)

Nun zur Frage: Vielen Leute denen ich von Europaprojekt erzählte fanden die Idee super. Doch dann kam oft die Frage, von wo ich die Infos dazu habe. Und da sind wir schon beim Punkt, denn die Infos (besonders Karten) muss man sich überall im Netz oder in der Buchhandlung zusammensuchen. Aus diesem Grund wird HIKR wohl in Zukunft eine wahre Fundgrube werden, denn wenn hier alle Europäische Höhepunkte einmal schön beschrieben sind, werden es Zukünftige "Eurosammler" es leichter haben mit planen.

Übrigens gibt es eine Englische Homepage, die sich nur mit den Eorpäischen Landeshöhepunkte befasst und einige Infos bietet: http://www.europeansummitchallenge.co.uk/

Wolfgang Schaub hat gesagt: RE:EU kontra Europa ;-)
Gesendet am 17. Dezember 2009 um 09:54
Danke, Sputnik. http://www.europeansummitchallenge.co.uk/: Natürlich wieder ein paar Fehler. Finnland, Italien, Monaco und Montenegro kann ich so nicht unterschreiben, aber sonst ist die Liste ganz gut. Offenbar haben die richtige Gipfel gemeint. Da fangen schon die Spitzfindigkeiten an. Und weil ich die so liebe, habe ich unbedingt auch "Grenzen" in mein Kalkül einbezogen, denn Grenzen laufen oft nicht, wie es die Geographie nahelegt. Und schon sind wir wieder bei der Frage, warum wir überhaupt Grenzen haben, und was die Grenzen Europas sind. Und so weiter, wie gehabt.

Ganz wie bei Dir finden Leute, denen ich meinen Spleen erläutere, die Idee faszinierend. Aber beim Nachdenken fällt manchen auf, dass das gar nicht so viel mit Bergsteigen im Sinne von Klettern und hohen Bergen zu tun hat. Da sind viele Kleinhügelchen dabei. Der normale Bergsteiger interessiert sich nicht für so einen Quatsch. Der normale Bergsteiger ist unpolitisch.

Meine Erfahrung jedoch ist: Je mehr ich mich mit meinem Hobby beschäftige, desto politischer wird es, desto mehr gerät es zur Leidenschaft. Bin ICH noch normal?

ju_wi hat gesagt: meine Herangehensweise ist anders
Gesendet am 17. Dezember 2009 um 18:04
Hallo Wolfgang,
obwohl mich das Sammeln von Landeshöhepunkten und Bergen auch fasziniert, wie ich ja auch auf meiner Hikr-Homepage schon schreibe, steht das Politische und auch die Vollständigkeit dabei nicht im Vordergrund.

Was steht dann im Vordergrund? Tja, gute Frage. Wie gehe ich denn ran? Seit 2003 habe ich 15 Landeshöhepunkte auf 5 Kontinenten besucht. - eine aktuelle Liste dieser Touren - alle in Hikr findet sich hier.

Ausgesucht sind die eigentlich nach folgenden Kriterien - in dieser Priorisierung:
1. möglichst hoch und bergsteigerisch interessant - aber noch für mich/uns gut und ethisch sauber (!)bewältigbar (Kili ja - Mt Everest nein)
2. die Besteigung wird mit einer möglichst intensiven Erkundung des Landes selbst - und das in jeder denkbaren Hinsicht, wie Bevölkerung, Hauptstadt, Kultur, Essen, Musik, Literatur, etc.. - verbunden.. Dies gilt natürlich umso mehr, wenn das Land ein paar km weiter entfernt liegt. D.h. eigentlich geht es ums "Länder erschließen" mit dem Höhepunkt "Besuch des höchsten Punkt".
3. in der Reihenfolge möglichst divers gestreut in die verschiedensten Regionen/Kulturen der Erde
4. zu Freizeit / Jahreszeit und Geldbeutel passend -> ein Besuch von Belgiens Höhepunkt ist besser als gar keiner, denn der Zeit/Geldaufwand ist nicht sehr hoch - aber ich würde ihn nicht gegen den Großglockner oder Mt Blanc tauschen, wenn ich wählen könnte.

Daher steht zum Jahreswechsel der Ras Dashen in Äthiopien an - nachdem wir am Elbrus leider im August scheiterten: www.hikr.org/tour/post16103.html

Neben der Ländererschließung ist das Hauptmotiv für mich der "Reiz oben zu stehen". Man besinnt sich und spürt dabei etwas, dass im gesamten Land kein höherer Fleck mehr vorhanden ist. Das Politische gerät für mich dabei insofern in den Hintergund, als dass ein ähnlich erhebendes Gefühl auch bei einem höchsten Gebirgsgipfel auftritt. Der höchste Sierra Nevada (Mulhacen), Pyrenäengipfel (Aneto) oder auch Ammergauer (Daniel), Lechtaler (Parseier) usw. sind für mich ähnlich interessante Ziele wie Landeshöhepunkte.

=> Ich habe weder das bei Sputnik vorherrschende Ziel, Europa möglichst komplett abzudecken - noch den Kuriositäten-Sammelanspruch von Wolfgang. Ein Besuch von Rockall würde mich beispielsweise überhaupt nicht interessieren.

Interessant sich darüber auszutauschen und verschiedene Facetten in der Selbstreflexion zu entdecken. Insofern denke ich, dass jeder von uns 3 (Sputnik, Wolfgang, ju_wi) zwar Ähnlichkeiten - aber auch ganz andere Motive / Herangehensweisen an das Thema aufweist.

Grüße, Jürgen

Wolfgang Schaub hat gesagt: RE:meine Herangehensweise ist anders
Gesendet am 17. Dezember 2009 um 18:46
Voll in Ordnung. Jeder auf seine Weise.

Schade, dass der Elbrus nicht geklappt hat. Er klappt an sich leicht, wenn nur das Wetter stimmt.

Wenn Du ein ganz tolles "Oben"-Gefühl haben willst, dann empfehle ich den Aconcagua, üblicherweise im Januar förmlich zu erwandern, trotz seiner Höhe von 6952 m. Da bist Du dann der Höchste außerhalb von Himalaya und Pamir und vermutlich für die Zeit, wo Du auf dem Gipfel sitzt, der Höchste weltweit, denn im Januar steigt niemand im Himalaya oder Pamir rum.

Und noch toller: Als Everest-Ersatz empfiehlt sich der Chimborazo, der Höchste Ecuadors und nebenbei der höchste Berg der Erde vom Erdmittelpunkt aus gemessen. Was kümmert mich die Willkür, dass alle vom Meeresspiegel aus messen!

Das, was Du als "Ländererschließung" bezeichnest, steht bei mir auch ganz vorne. Nie käme ich auf die Idee einen Berg zu besteigen, wenn mich nicht sein Umfeld interessierte.

Bei meiner Sammelleidenschaft kommt dazu, dass sich bei zunehmender Vollständigkeit der Sammlung das elitäre Gefühl der Einzigartigkeit einstellt - vulgo Eitelkeit genannt. Ganz extrem war das bei mir auf Rockall, denn da kommt 1) keiner so schnell hin, 2) keiner so schnell vom Schlauchboot auf den Felsen und 3) keiner so schnell hoch. Dass mir das glückte, und zwar im ersten Anlauf, kann ich heute noch nicht fassen.

ju_wi hat gesagt: RE:meine Herangehensweise ist anders
Gesendet am 17. Dezember 2009 um 20:54
Hallo Wolfgang aus Kelkheim :-)
das mit dem Rockall nehme ich zurück beim Drübernachdenken. Das kann ich mir doch schon als interessant vorstellen - und das Feeling was Du beschreibst, verstehe ich auch. Ich würde es nur nicht unbedingt selbst angehen.

Wie man an Deiner Schilderung zum Vaalserberg sieht, bringt bei Dir das Hobby auch eine intensive Beschäftigung mit den Hintergründen der Gegend mit - und damit eine schöne Horizont-Erweiterung. Und das ist super!

@Axi: Auf dem Vaalserberg war ich übrigens auch schon. Allerdings nicht als Extra-Tour - sondern, weil mein Bruder damals 5 km entfernt in Aachen eine Studentenwohnung hatte - und wir bei einem Besuch mal an die frische Luft wollten.

Auch den Botrange in Belgien habe ich damals als Abstecher bei einem Wochenendbesuch eines Freundes bei Brüssel unternommen. Und da sind wir dann auch nicht einfach kurz hin und fertig, sondern haben ihn in eine Halbtageswanderung durchs Hohe Venn einbezogen.

Grüße aus Eppstein, Jürgen

PS: Gestern abend war ich noch in der Kletterhalle im Sportpark Deines Heimatorts :-)

Wolfgang Schaub hat gesagt: RE:meine Herangehensweise ist anders
Gesendet am 17. Dezember 2009 um 22:04
Gruß nach Eppstein!

Also: Zurücknehmen brauchst Du nichts. Ich versteh schon, wenn jemand sagt, dass ihm Rockall hinten a. A. vorbei geht. Immerhin weißt Du überhaupt, was Rockall IST, das ist ja schon viel wert.

Trainiert habe ich für Rockall übrigens mit Greenpeace am Walterfelsen im Lorsbacher Tal. War eine ganz nette Gaudi. Es ging um Bespringen eines senkrechten Seils, Festklammern und sich dann senkrecht hocharbeiten.

Momentan suche ich nach wilden Typen, die mit mir nächsten August/Sept. die Narodnaya im Ural "machen". Höchster des Ural. Arktis. Wäre das nix für Euch alle? Wir könnten einen schönen Männerausflug daraus machen.

Wolfgang

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Wolfgang Schaub hat gesagt: RE:meine Herangehensweise ist anders
Gesendet am 17. Dezember 2009 um 19:30
Ich will mich zwar nicht aufdrängen, aber gerade der Vaalserberg liefert ein gutes Beispiel für den politischen "Knack" des Hobbys: Nicht nur findet sich dort ein Dreigrenzenpunkt (Be - DE - NL), es ist sogar ein Fünfgrenzenpunkt, wenn man die ehemaligen Grenzen des belgisch-preußischen Kondominiums Neutral-Moresnet dazurechnet, ein politisches Kuriosum, das da 1816 - 1918 bestand. Nie davon gehört? Ich auch nicht, bis ich mich näher mit dem Vaalserberg beschäftigte. Immer wieder kommen bei den Höchsten Europas Grenzen ins Spiel.

Bitte zu berücksichtigen, dass ich nicht in Alpennähe wohne. Für mich ist jeder "richtige" Berg weiter weg als der Vaalserberg. Und ich bin 65. Da gehen "richtige" Berge nicht mehr so flott.

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Gelöschter Kommentar

Wolfgang Schaub hat gesagt: RE:meine Herangehensweise ist anders
Gesendet am 17. Dezember 2009 um 20:32
Meines Wissens nach ist Saba schon jetzt niederländisch. 2 x war ich auf dem Mt.Scenery, 1 x davon über Nacht im Mondlicht.

Ich begrüße ihn als künftigen höchsten Berg der Niederlande, wenn's denn so wird wie angekündigt. Vielleicht spricht man dann auch endlich niederländisch auf Saba. An sich fallen dort nur Amis rum. Und die Kreolen sprechen ein Patois.

.

felixbavaria hat gesagt: RE:meine Herangehensweise ist anders
Gesendet am 18. Dezember 2009 um 01:06
Hallo Mark,

> Dann muss man halt für alle Europäischen Höhepoints noch in die Karibik düsen

Hehe ;-) Also ich wüsste, wie ich mich - genügend Zeit und Geld vorausgesetzt - zwischen Saba und Vaalserberg entscheiden würde.
Für ein "Projekt" kommt's schon wieder drauf an - sieht man Europa als politische oder geographische Einheit? Bzw. will man alle "politischen" oder "geographischen" Höhepunkte besuchen? Ein ähnliches Problem gibt es ja auch bei Spanien - Mulhacén (auf dem Festland) oder Pico del Teide (höher, aber auf Teneriffa und daher nicht mehr in Europa).

Sputnik Pro hat gesagt: Europäische Höhepunkte
Gesendet am 18. Dezember 2009 um 08:19
Wie ihr richtig bemerkt habt gint es einige wenige Länder in Europa, dessen höchste Punkt ausserhlab des Kontinentes liegen, es sind dies:

- Dänemark: Der Gunnbjørn Fjeld (3694m) auf Grönland auf dem Kontinent Nord- und Mittelamerika.
- Grossbrittanien: Mount Paget (2934m) auf South Georgia, einer Insel im Südatlantik die zur Antarktis gehört.
- Niederlande: Mount Scenery (877m) auf der Insel Saba in der Karibik, Nord- und Mittelamerika.
- Spanien: Pico del Teide (3718m) auf Teneriffa das zu Afrika gehört.

Aus diesem Grund sind die höchsten Europäischen Erhebungen von DK, GB, E und NL:
-E: Mulhacén (3482m)
- GB: Ben Nevis (1344m)
- DK: Slættaratindur (882m)
- NL: Vaalserberg (322m)

Ich sehe das folgendermassen:

Beim Sammeln der EUROPÄISCHEN Landeshöhepunkte ist der höchste Gipfel in Europa oder auf der Grenze Europa/Asien (Georgien, Aserbeidschan). Desshalb habe ich z.B beim Vaalserberg als Titel auch geschrieben "Höchster Niederländer in Europa".

Wenn man dagegen die Afrikanischen Landeshöhepunkte sammeln würde, wäre Spanien auch als afrikanisches Land dabei mit dem Pico dee Teide, auch Frankreich hätte so einen Afrikanischen Landeshöhepunkt (Piton des Neiges; 3069m) usw...

Die Türkei, Russland und Kasachstan haben eine Euroäischen und Asiatischen Landeshöhepunkt, da sie sich über zwei Kontinente erstrecken.

Bei meiner persönlichen Europagipfelsammlung ziehe ich die Länder südlich des Kaukasus, die ganze Türkei und sowie Zypern mit ein. Erstens sind dies richtig tolle und hohe Gipfel und die Länder eine Reise wert. Zudem haben sie eine enge Beziehung zu Europa und deren Geschichte, und nebenbei in der UEFA ;-)

Von einigen Länder werde ich sicher mehrere Höhepunkte besuchen:

- Türkei: Büyük Ağrı Dağı (5165m) und der europäische Mahya Dağı (1031m).
- Dänemark: Møllehøj (171m) auf den dänischen Festland und Slættaratindur (882m) auf den Färöer, dem Dänischen Landeshöhepunkt in Europa.
-Spanien Pico del Teide und Mulhacén.
-Portugal: Pico (2351m) auf den Açores und Serra da Estrela (1993m) auf dem Fesland.

Und wenns mir wirklich langwelig ist gibts ja noch die Überseelandeshöhepunkte von NL, DK und GB... obwohl eigentlich die Landeshöhepunkte alle Mittelmeerländer auch eine spannende Sache sein könnte...

Noch etwas zu den kleinen Landeshöhepunkte: Hier ist der Gipfel Nebensache auf der Reise und so hat man viel Zeit um das Land zu erkunden und Leute kennen zu lernen. So kann ich Moldawien jedem absolut empfehlen :-)

Wolfgang Schaub hat gesagt: RE:Europäische Höhepunkte
Gesendet am 18. Dezember 2009 um 08:37
Schön zu lesen. Schön zu sehen, dass wie ich auch DU Deine Definitionsprobleme hast. Anfangs dachte ich, als ich das so las, dass Du Dich an irgendwelche geographischen Definitionen von Europa hältst (die ganz willkürlich sind, sind nur Konventionen), dann merkte ich aber, dass Du der "schönen Berge" wegen eine kulturelle Dimension zulässt.

Das genau war mein Punkt: Wie definieren wir eigentlich Europa?

(Ich hätte das von einer europäischen Verfassung erwartet, dass in ihr steht, gleich als Paragraph 1: Was ist Europa? Was ist es nicht? Aber nix da. Sie haben in Lissabon lieber Hunderte von Seiten Papier produziert, alles für den Müll.)


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