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Velo- und Wandertour durch Angkor, auch 8. Weltwunder genannt.


Published by Mistermai , 24 February 2014, 16h07.

Region: World » Kambodscha » Nördliches Kambodscha
Date of the hike:24 February 2014
Hiking grading: T3 - Difficult Mountain hike
Mountain-bike grading: F - Easy
Waypoints:
Geo-Tags: K 
Time: 10:00
Height gain: 100 m 328 ft.
Height loss: 100 m 328 ft.
Route:Siem Reap - Angkor (Siehe Bericht) und zurück.
Accommodation:Unzählige von sehr günstig bis seeeehr teuer in Siem Reap.

So viel vorneweg: Angkor ist gigantisch und kaum fassbar, wenn man es nicht mit den eigenen Augen gesehen hat. Auf 200km2 nördlich der kambodschanischen Stadt Siem Reap sind bis heute über 1000 Tempel und Heiligtümer aus der Khmer-Blütezeit (ca. 800 - 1250 n.Chr.) entdeckt worden. Heute sind die meisten von Urwald überwuchert. Trotzdem sind sie (auch dank Restaurationsarbeiten) erstaunlich gut erhalten und verbreiten Indiana Jones - Feeling.

2 Millionen Menschen. So viele sind es, die jedes Jahr Angkor besuchen - der grösste Teil davon in der Trockenzeit. Folglich muss man sich gut überlegen, welche Orte man zu welchen Tageszeiten besucht, um den ärgsten Besucherströmen aus dem Wege zu gehen. Für mich hiess es in erster Linie mal: Früh aufstehen. Um 4 Uhr ertönte mein Wecker, um 4:50 hatte ich bereits mein Ticket (als 2. Besucher des Tages) gekauft. Dem vorausgegangen war eine 4.5km lange Velofahrt von Siem Reap, die ich mit einem gemieteten Mountainbike zurückgelegt hatte.

Nun konnte es also losgehen. Anstatt wie alle anderen Frühaufsteher zum berühmten Angkor Wat zu eilen, um dort den Sonnenaufgang zu erleben, hielt ich mich rechts zum Tempel mit dem Namen Ta Prohm. Weitere 8-Velokilometer später erreichte ich dessen Aussenmauer und betrat das Gelände. Dieser Tempel ist vor allem berühmt für die Bäume, die über sein Mauerwerk gewachsen sind und so eine mythische Stimmung verbreiten. Mit meiner Stirnlampe erkundete ich den noch im Dunkeln liegenden Tempel und war dabei absolut alleine. Traumhaft.

Nachdem die Sonne aufgegangen war wurden auch die Ausmasse dieses Tempels klarer. Der Tempel erstreckt sich über eine Fläche von 1000 x 600 m und ist von einer Mauer und einem Wassergraben umgeben, wobei letzterer nicht mehr ganz so geometrisch korrekt daher kommt, wie er es mal gewesen ist. Nach ausgiebigen Erkundungen ging ich rüber zum naheliegenden Banteay Kdei, der sehr ähnlich, wenn auch etwas kleiner daher kommt.

Noch immer waren wenig Leute auf dem Gelände und für mich bahnte sich das erste Highlight an: Die flächenmässig grösste Anlage mit dem Namen Angkor Thom. Unglaubliche 3x3 km ist diese Anlage gross und wird von einer massiven Mauer und einem gigantischen Wassergraben umgeben. Letztere sind übrigens nötig, um den Grundwasserstand unter dem Gebäude konstant zu halten in Regen- und Trockenzeit. Hätten das die Khmer-Architekten  nicht sichergestellt, wäre das Fundament in Bewegung geraten und der Tempel in wenigen Jahren abgesoffen.

Im Innern dieser Anlage besichtigte ich die 3 grössten Ruinen, die unbeschreiblich massiv daher kommen. Immer wieder staune ich, wie die Leute damals derart grosse Steine in unglaublicher Präzision aufgeschichtet haben. Zement oder Eisen wurde übrigens bei keinem der Bauwerke verwendet.

Während die meisten Touristen mit Tuktuks unterwegs waren, war ich überglücklich mit meinem Mountainbike. Für sportliche Individualtouristen mit Sicherheit das beste Fortbewegungsmittel, auch wenn die Mietpreise mit 3-6$ für kambodschanische Verhältnisse unverschämt sind...

Zu guter letzt besuchte ich zwischen 12 und 14 Uhr das weltberühmte Angkor Wat. Diese Anlage ist kaum in Worte zu fassen: Alles ist einfach nur Gigantisch. Vom über 200m breiten Wassergraben, bis zum 65m hohen Tempel. Das Gebäude ist in 3 Ringe gegliedert, wobei man nach innen immer höher emporsteigt Richtung Heiligtum. Mein Zeitplan ging voll auf: Alle Leute, die sich das Gebäude am Morgen angeschaut hatten, verliessen gerade die Anlage als ich sie betrat. Auf der obersten Ebene des Gebäudes, wo man sonst einfach durchgeschoben wird von den Unmassen an Besuchern waren wir zu diesem Zeitpunkt rund 10-20 Personen.

Ganz einfach werden die Gebäude übrigens nicht erreicht: Extrem steile Steintreppen führen hoch und vor allem auch wieder runter. Immer wieder können Touristen beobachtet werden, die den Rückweg nur auf allen Vieren und rückwärts bewältigen können.

Um 14 Uhr, als sich Angkor Wat langsam wieder zu füllen begann, war dann Schluss für mich. Die Bilanz nach 10h: 40km auf dem Fahrrad und eine unbestimmte (aber nicht zu verachtende) Anzahl Kilometer zu Fuss.

Ein absolut eindrücklicher Tag - mit weniger Touristenströmen als erwartet (und befürchtet)!

Hike partners: Mistermai


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