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Ab in die Wüste


Published by Jackthepot , 15 March 2014, 22h51.

Region: World » U.A.E.
Date of the hike: 8 February 2014
Hiking grading: T1 - Valley hike
Waypoints:
Geo-Tags: UAE 
Time: 2:00
Height gain: 120 m 394 ft.
Height loss: 120 m 394 ft.
Route:Tal Moreb - Düne -Tal Moreb
Access to start point:Ruwais - Ghayathi - Aradah - Liwa-Oase - Tal Mireb - Dune East ... und auf gleicher Strecke wieder zurück.
Accommodation:z.B. Hotel Mezairaa **** in Liwa-Oase (direkt am Rand der fantastischen Dünen).
Maps:- - -

Unterwegs in U.A.E.  In seiner westlichen Hälfte ist dieser Staat auf der arabischen Halbinsel ist nun wirklich nicht mit vielen landschaftlichen Reizen versehen: salzige, sandige Schotterebenen prägen das Bild, Steppe soweit das Auge reicht. Einen freien Tag einer knapp 2-wöchigen Dienstreise nutzten wir für einen Trip in die Wüste .. in die "richtige Wüste" ... mit viel Sand und riesigen Dünen...so wie man es sich vorstellt. Das Tal Mireb im Süden des Landes war Ziel unseres Ausfluges und liegt scheinbar mitten in der SandWüste Rub al-Chali eine der größten Sandwüsten der Erde. Sie bedeckt mit ca. 780.000km² das südliche Drittel der Arabischen Halbinsel und besteht im wesentlichen (ca. 500.000 km² ) aus teilweise riesigen Sanddünen, die der Passatwind in südwestliche Richtung vorantreibt. (Zum Vergleich: Die Fläche von D + CH + A zusammen ca. 482.000km²).
Ausgangspunkt unserer 250km langen Anreise war Al Jebal nahe Ruwais - wo die Erdöl-, Gas und Chemie-Ecke von U.A.E. liegt. Etwas östlich von Ruwais, zweigt in Richtung Süden (Ghayathi) führend eine bestens ausgebaute 4-spurige 'Landstrasse' ab. Nach etwas mehr als 30km kommt man durch das ansprechend morderne und grüne Beduinenstädtchen Ghayathi (ca. 15.000 EW), das u.a. sehr gute internationale (Privat-)Schulen und ein (nach westlichem Empfinden) hervorragendes Krankenhaus hat.
Typisch arabisches Flair: ein riesiges schwarzes Beduinenzelt gleich neben der Strasse, davor mehrere Holzständer mit Falken drauf... daneben die fetten SUVs der Oberklasse (Porsche und so)....
Weiter südwärts - kurz nach Ghayathi gibt es rechts und links der Straße noch scheinbar große Palmenwälder (alles bewässert/sonst gäb's da nix) mit Kamelrennbahnen ... doch wenige Kilometer später, gibt es nichts mehr außer öde Steppe. Ein Kreisverkehr - Abzeig ostwärts Richtung Abu Dhabi und dann nur noch schnurgerade, leere Autobahn . . . wenige Kilometer später ändert sich -fast schlagartig- das komplette Landschaftsbild:  die öde Steppe ist verschwunden, kleine bis mittlere, rot bräunlich gefärbte Sanddünen säumen die 4-spurige Strasse zu beiden Seiten ... soweit der Blick reicht Sand, noch mehr Sand, Sanddünen. Wenn uns auf den nächsten 100km 10 Autos entgegengekommen sind, waren es viele ... aber immer 4-spurig!  Einzige Abwechslung neben der Strasse: eine kleine Kamel(besser: Dromedar)karavane war unterwegs am Zaun entlang.
Interessant auch, wenn die Dünen der Strasse zu Nahe gewandert sind, rücken Bagger an und baggern sie wieder 'auf Abstand' und flacher ... der Sand wird einfach in Windrichtung irgendwo auf der anderen Straßenseite wieder abgekippt. Noch ein interessanter Aspekt, komischerweise sind die Straßen relativ 'sandfrei'. Natürlich staubt es wenn man mit dem Auto fährt (sieht man vor allem nachts im Scheinwerferlicht). Der Trick: Sand verdichtet sich nicht, wenn man drüberfährt (so wie Schnee), ist der Sand getrieben von einer Windböe erstmal über die Teerdecke unterwegs, so erreicht er wenig gebremst vom Mittelstreifen auch die andere Seite  der Strasse und verliert sich dort im sandigen Geländestreifen neben der Fahrbahn... Natürlich funktioniert nur so lange die Sand-Verfrachtungen im normalen Rahmen bleiben bzw die Dünen noch weit genug von der Straße entfernt sind - wenn nicht -> Bagger.

Nach hundert Kilometern im Sanddünenland wird es plötzlich wieder grün. Die Straße mündet bei Aradah nach links (ostwärts) in das Gebiet der Liwa-Oase ein. Diese bestehen aus etwa 50 Einzeloasen, die sich in einem nordwärts gewölbten Bogen auf fast 100km Länge in West -Ost Richtung erstrecken gegenüber dem grünen Oasengürtel türmen sich nun die wirklich berghohen Sanddünen. Nach gut 25km - kurz nach der Oase Qatuf zweigt dann die Strasse  nach Süden (rechts) in Richtung Tal Mireb ab, das man nach 20km Fahrt durch ein wahres Wunderland der Riesensanddünen erreicht. Zwischen den einzelnen of Kilometerlangen Dünen befinden sich immer wieder flache, salzig-helle brettel-ebene Schotterpfannen (kann man auch auf Google-Maps sehen). Man sagt im Tal Mireb ist die riesige Moreeb-Düne (50°steile, ca. 120 hohe Sand(Süd-)Flanke sein eine der höchsten Sanddünen der Welt. Bekannt ist dieses Tal auch bei den Motorsportfans auch für seine Sandrennen (Moreeb Hill Championships) wo sich verrückte Buggyfahrer an der 50° Sandflanke messen....also unverbaute ruhige Natur (hier) eher Fehlanzeige.
Dennoch ein Dünengipfel musste her, wenn auch nicht der höchste, aber der zweit oder dritthöchste tats auch - schließlich brachte diese Düne es auch locker über die Höhe > 200m ü.NN. Mit gut 1h Aufstieg bei ca. 20° - 25°C (in der Sonne) und einer Halbliter Flasche Wasser locker machbar ... im Sommer (bei 50°C im Schatten ) sicherlich 'tödlich'. Die Aussicht von oben: absolut beeindruckend .... braun-rötliche Sanddünen in alle Himmelsrichtungen soweit das Auge reicht - nix anderes.

Auf der Rückfahrt zur Liwa-Oase haben wir einen kurzen Abstecher nach rechts (ostwärts) zur Oase von Mezairaa gemacht (5 km/dort trifft die E45 von Tarif kommend auf den Liwa-Oasen-Bogen). In dem kleinen Örtchen gibt es neben diversen Tankstellen (!) auch ein sehr gutes Hotel rechts auf einem Hügel - nicht zu übersehen / Riesenauffahrrampe (Mezairaa-Hotel **** / Liwa) mit gutem Restaurant (und kühlem Bierchen). Zurück dann auf gleicher Strecke wie Hinfahrt

Alles in allem  - ein sehr langer, aber sehr lohnender Tagestrip in die Wüste.

Was es sonst noch so gab in U.A.E.  hier ...


Hike partners: Jackthepot


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Comments (2)


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ABoehlen says: UAE - nicht mit vielen landschaftlichen Reizen versehen??
Sent 16 March 2014, 10h36
> Unterwegs in U.A.E. Dieser Staat auf der arabischen Halbinsel ist nun wirklich nicht mit vielen landschaftlichen Reizen versehen:

Stimmt so wohl nicht ganz: Habe gerade das Buch "Fujairah - an Arabian Jewel" (Motivate Publishing, Dubai 1994) vor mir liegen, das ich vor Jahren mal gekauft habe. Den Bildern nach ist dieses Emirat ganz im Osten an der Grenze zu Oman wirklich so etwas wie ein Juwel, wo es beispielsweise im Wadi Wurrayah "one of Arabia's rare waterfalls" zu bestaunen gibt.

Gruss
Adrian

Jackthepot says: RE:UAE - nicht mit vielen landschaftlichen Reizen versehen??
Sent 16 March 2014, 14h23
'Rare Waterfalls' ...sag' ich doch: "...nicht mit vielen landschaftlichen Reizen..." ;-))

Aber du hast recht - ich hab den Anfang der Tourenbeschreibung etwas umgestaltet.
VLG Harald


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