Croce di dio sia lodato (1447m) und Puntana Galera (1437m), Aspromonte


Publiziert von Tef Pro , 4. Oktober 2012 um 19:43.

Region: Welt » Italien » Kalabrien
Tour Datum:29 August 2012
Wandern Schwierigkeit: T4- - Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: I 
Aufstieg: 850 m
Abstieg: 850 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:von der SS106 entlang der Ionischen Küster, in Bianco ab ins Landesinnere (nicht ganz einfach zu finden, etwas südlich des Zentrums) und dann weiter nach Samo. In den Ort hinein und immer die dickste Straße nehmen. auf schmaler Teerstraße kurvenreich bergwärts, irgendwann geht es rechts zu einem "Urlaub auf dem Bauernhof". Hier links weiter, bis der Teerbelag aufhört. Dort oder schon etwas vorher parken

Ganz im Süden Kalabriens erhebt sich das schönste und wildeste Gebirge, das Aspromonte. Da es geologisch anders ist, wird es nicht mehr dem Appenin zugerechnet.
Im Westen ist es sehr bewaldet, nach Osten hin zum Ionischen Meer wird es karger ud zerklüfteter. Hier lassen sich wunderbare Touren mit durchaus etwas alpinem Anspruch angehen in absoluter Einsamkeit. Wir hatten gut gewählt, denn es wurde eine abwechlungsreiche 5-Sterne Tour!
Schon alleine die Anfahrt ist sehr abenteuerlich und aufregend. Vom Ende der geteerten Straße wandern wir auf der Schotterstraße in einigen Kurven weiter bergwärts. Dabei kann man immer wieder Schleifen abkürzen. Die Ausblicke sind von Anfang an sehr schön, der Boden ist hart und steinig, alte Kiefern und andere verkrüppelte Bäume säumen den Weg. Der Weg umgeht einen Hügel rechts (Abstecher problemlos möglich, aber nicht extra lohnend, der der Gipfel bewaldet ist).
Dahinter erblicken wir einen Sattel mit Baumgruppe, dahinter erhebt sich der schön aussehende Gipfel Puntana Galera mit seinem Vorgipfel. Wir werden sie auf dem Rückweg überschreiten und im Sattel herauskommen. Desweiteren beginnt im Sattel der Pfad unseres Rückweges zum Ausgangspunkt.
Doch zunächst bleiben wir auf der Straße, die rechts an den Gipfel vorbei aufwärts zu einer Schulter führt. Dahinter schwenkt der Weg nach links und quert nun im leichten Auf und Ab die Flanke. Dabei wird der Weg zunehmends schmäler, bei Verzweigungen immer den am besten ausgeprägten Pfad wählen. Landschaftlich ist es sehr schön hier, Kiefern wechseln mit mannshohen Ginsterbüschen, dazu werden mehrere Schuttrinnen gequert. Schließlich erreichen wir den Sattel nördlich der Puntana Galera.
Nach links werden wir später über den Rücken hinaufsteigen, doch zunächst steigen wir auf der anderen Seite nordwärts den Hang hinauf, halten uns dabei leicht links und erreichen einen kleinen Einschnitt. Hier führt ein deutlicher Pfad hindurch, schwenkt dahinter nach links und steigt weiter den mit mehr und mehr Kiefern bestandenen Hang hinauf. Weiter oben geht es dann nach rechts und in einen Graben hinein. In diesem Graben steigen wir aufwärts bis wir dichten Wald erreichen.
Hier gehen nun mehrere Wege ab, wir wenden uns nach links (Holzschild "punta cellulare") und folgen einem breiten Waldweg leicht bergan. Bald blicken wir schön zur Punta Galera. Der Weg führt rechts leicht abwärts aus dem Wald heraus und wieder leicht hinauf zum Gipfel Croce di dio sia lodato (1447m), etwas frei übersetzt "Gott sei Dank samma endlich do" ;-).
So schlimm war es nicht, im Gegenteil. Vom Gipfel führt ein frisch präparierter Weg abwärts zu zwei schön im Schatten stehenden Picknickbänken. Dabei genießt man eine schönen Blick zu einem Wasserfall. Ah, wär das jetzt schön..eine Dusche.
Nach unserer Rast geht es auf gleichem Weg zurück bis in den Sattel vor der Puntana Galera. Nun nicht wieder durch die Flanke sondern einfach geradewegs den schwach ausgeprägten Rücken auf meist ganz passablen Pfadspuren hinauf, zuletzt über einen etwas steileren Wiesenhang. Oben angelangt, wenden wir uns nach links um im leichten auf und Ab zum höchsten Punkt mit Steinmann zu gelangen.
Wunderbar ist der Rundumblick, im Osten lädt bereits das Ionische Meer zum Bade. Doch das muß noch warten.
Wir gehen vom höchsten Punkt wieder einige Meter zurück und steigen dann rechts über Schrofenhänge hinab zu einer Scharte zu Füßen eines Felsturmes (zuletzt I). In der Scharte wenden wir uns nach rechts den Schutthang hinab und unterhalb des Felsturmes schräg nach links zum Rücken, der zum Vorgipfel führt.
Einem Felshindernis weichen wir links aus, gehen zurück hoch zum Grat und dann in die rechte Flanke. Etwas ausgesetzt führt der Pfad nun unterhalb des Felsgipfels herum. Nun bleibt noch der Abstieg in den zu Beginn erwähnten Sattel. Hier muß man nun immer wieder einige Felsstufen abklettern (bis II), zuletzt weichen wir kurz nach rechts aus und stehen wenig später im Sattel.
Anstatt die Schotterstraße zurückzugehen, wählen wir einem Pfad, der direkt im Sattel schräg nach rechts (südlich) in den Hang führt. Er ist sogar immer wieder markiert (rote Punkte). Nach einer etwas unangenehmen, abgerutschten Stelle quert der Pfad schräg nach rechts in ein Waldstück und wendet sich dann wieder nach links in den mit Ginsterbüschen bestanden Schrofenhang.
Schließlich erreichen wir einen Sattel mit schönem Ausblick. Der Farn steht hier echt üppig und der Pfad ist auf Anhieb nicht so einfach zu sehen. Man steigt einfach den Farnhang links abwärts, rechts taucht eine alte Steinruine auf, an einem Felsen ein großes Markierungszeichen. Der Pfad führt unten nach links auf die Felshänge zu.
Hier beginnt nochmal ein wunderschönes Wegstück, denn der Pfad ist hier in den Fels geschlagen und führt durch eine schöne Landschaft. Unmittelbar nach dem Felsweg erreichen wir, umstanden von Bäumen, eine Quelle. Bauern haben hier mit einem Schlauch das Wasser angezapft, aber es gibt einen Hahn, so daß man sich am köstlichen Wasser bedienen kann.
Danach geht es weiter durch die Hänge leicht abwärts, bis der Weg breiter wird und in einen Feldweg übergeht. Rechts tauchen bald Viehställe auf, der Weg taucht in Wald ein und führt leicht ansteigend dahin, bis er auf unsere Straße trifft. Da wir etwas weiter oben parken, muß Mann wieder ein Stück hinauf.
Nun geht es ab ins Auto, hinabgekurvt und hinein ins Ionische Meer. Wenn noch Zeit übrig ist, lohnt ein Besuch des alten Städtchen Gerace.

Tourengänger: Tef

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Kommentare (3)


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Saxifraga hat gesagt:
Gesendet am 5. Oktober 2012 um 15:35
Schöne Berichte von eurem Kalabrien-Urlaub sind das! Aber ihr habt wirklich Nerven im August dort herumzukrabbeln. Muss ja unendlich heiß gewesen sein...

Tef Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 8. Oktober 2012 um 20:51
Ach, nach dem verregneten Sommer kam uns die Hitze gerade recht..ist auch halb so schlimm, wenn die Luftfeuchtigkeit nicht zu hoch ist und danach das Meer wartet :-)
2 1/2 Wochen ohne Jacke, jeden Tag mind. 30°, nachts nicht unter 20°...A Draam!

Francesco hat gesagt: RE:Complimenti!
Gesendet am 5. Oktober 2012 um 16:19
Bellissima e selvaggia Calabria.


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