Devils Postpile National Monument, Rainbow Falls und Lower Falls


Publiziert von pika8x14 Pro , 12. September 2011 um 16:40.

Region: Welt » United States » California
Tour Datum:28 Juli 2011
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: USA 
Zeitbedarf: 3:00
Aufstieg: 200 m
Abstieg: 200 m
Strecke:Ranger Station (Shuttle Bus Stop #6) - Devils Postpile - Rainbow Falls - Lower Falls - Reds Meadow Resort (Shuttle Bus Stop #10)
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Von der U. S. Route 395 und die Mammoth Scenic Loop oder von Mammoth Lakes aus über die Minaret Road (State Route 203) zum Mammoth Mountain Adventure Center (dort befinden sich zahlreiche Parkplätze und u. a. auch die Talstation der Seilbahn auf den Mammoth Mountain). Weiter mit dem Reds Meadow/Devils Postpile Shuttle Bus zur gewünschten Haltestelle. Gebühr 7 Dollar pro Erwachsenen und Tag, Kinder 4 Dollar. Von 19.00 - 07.00 Uhr ist auch die Fahrt mit dem Pkw zu den wenigen Parkplätzen auf dem Gebiet des National Monument bzw. von Reds Meadow möglich (10 Dollar pro Fahrzeug).
Unterkunftmöglichkeiten:Große Auswahl in Mammoth Lakes: zahlreiche Hotels, Campingplätze (auch an den Seen) u. s. w.
Kartennummer:"Mammoth Trails" Hiking Trail Map (Herausgeber: ESIA/Inyo National Forest) sowie kostenlos erhältliche Infoblätter mit Kartenskizze.

Heute steht ein Besuch im Devils Postpile National Monument an, welches übrigens 1911, also vor genau 100 Jahren, seinen Schutzstatus erhielt. Hier wollen wir zu den berühmten Basaltsäulen und zwei Wasserfällen wandern. Nach der gestrigen doch ziemlich anstrengenden Tour zum *Matterhorn Peak soll es also zur Abwechslung entspannt zugehen.

Vom Mammoth Mountain Adventure Center fahren wir im sehr gut gefüllten Shuttle Bus zur Haltestelle #6 (Ranger Station/Devils Postpile Trailhead). Entsprechend der Hinweistafel starten wir zum Devils Postpile - ausgeschildert sind 0,4 Meilen, d. h. gut 600 m. Unmittelbar nördlich vor dem Postpile erreichen wir eine Verzweigung, an der nach links der beschilderte Rundweg über den „Top of Postpile“, also dessen „Dach“ - die Oberseite - abzweigt. Wir halten uns aber erstmal rechts und schauen uns Devils Postpile von unten an: Senkrecht stehende und auch gebogene Basaltsäulen bilden ein etwa 20 m hohes Kliff. An der Basis der Basaltsäulen-Formation liegen unzählige Stücke dieser Säulen. Unser Weg führt unterhalb dieses Hangs aus „Säulenschutt“ vorbei. Das Devils Postpile ist insgesamt sehr beeindruckend, allerdings irgendwie kleiner, als wir (und wohl auch einige andere) es uns zuvor an Hand der überall präsenten Bilder (Postkarten u. s. w.) vorgestellt haben. Leider ist auch das Licht morgens/mittags eher schlecht, da die senkrechte Säulen-Wand nach Westen zeigt und so im Schatten liegt.

Wir laufen weiter nach Süden, kommen an einer schönen Basalt-Formation schräg angeordneter Säulen vorbei und erreichen den südlichen Abzweig des Wegs zur Oberseite des Devils Postpile. Da wir den Abstecher dorthin natürlich machen wollen, biegen wir links ab. Nach wenigen Minuten und 20 - 30 Meter Aufstieg erreichen wir eine Fläche, die von weitem aussieht, als wäre sie mit Gehwegplatten oder großem Pflaster belegt. Tatsächlich sind hier die ziemlich regelmäßigen Basaltsäulen durch Gletscher von oben glatt poliert wurden - auf jeden Fall sehenswert. Man könnte jetzt den Rundweg komplett machen und zum oben erwähnten Abzweig nördlich des Postpile absteigen. Wir gehen aber in südliche Richtung auf den Hauptweg zurück, da wir ja noch zu den Wasserfällen möchten.

Der Weg zu den Rainbow Falls ist ab Devils Postpile ca. 3 km lang. Er führt anfangs durch lichten Wald, bald aber auch durch offenes Gelände, da ein Waldbrand 1992 („The Rainbow Fire“) den Baumbestand vernichtet hat. Immer der guten Beschilderung folgend und so einige Abzweige ignorierend geht’s allmählich bergab. Dabei queren wir auf kleinen Brücken noch die Bäche Reds Creek und Boundary Creek. Auf teilweise sandigem und extrem staubigem Pfad (besonders toll, wenn zwischendurch auch Pferde unterwegs sind) erreichen wir die Rainbow Falls. Vom oberen Aussichtspunkt erkennt man den Regenbogen in der  Gischt des über 30 m hohen Wasserfalls sehr gut. Nach kurzem Zwischenstopp an einem etwas tiefer liegenden Aussichtspunkt steigen wir über steile Steinstufen zum Flussufer unterhalb des Wasserfalls ab.

Nach einer Pause geht`s wieder hoch auf den Weg in der Nähe der Aussichtspunkte. Wir richten uns nun nach dem etwas unscheinbaren Wegweiser und wandern in etwa 20 Minuten talwärts zu den Lower Falls. Der Pfad dorthin ist dabei deutlich schmaler als zuvor und es ist vergleichsweise einsam. Der Wasserfall selbst ist auch nicht so groß wie die Rainbow Falls, aber trotzdem sehr schön.

Zurück geht’s dann erstmal auf dem bekannten Weg vorbei an den Rainbow Falls. Nach Überquerung des Boundary Creek halten wir uns jedoch an Verzweigungen rechts (zweimal) in Richtung Reds Meadow Resort. Der Weg vom Lower Fall zum Reds Meadow Resort steigt dabei die ganze Zeit leicht an, führt wieder über das Gelände des Waldbrands, zum Schluss aber auch noch durch etwas Schatten spendenden Wald und über ein kurzes Stück Asphaltstraße. Im und am Reds Meadow Resort gibt es zahlreiche Touristenangebote - Übernachtungsmöglichkeiten, Pferdetouren, Essen/Trinken, Souvenirs u. s. w. Und vor allem die Haltestelle (#10) für den Shuttle Bus. Dieser bringt uns zurück zum Mammoth Mountain Adventure Center und entwickelt dabei bergauf eine noch nie gehörte extreme Geräuschkulisse.

Unmittelbar in der Nähe von Devils Postpile und Mammoth Mountain Adventure Center befindet sich auch der sogenannte Minaret Vista. Von diesem Aussichtspunkt hat man grandiose Blicke zu einem zackigen Felskamm, den Minarets. Diese Möglichkeit haben wir natürlich genutzt - sogar mehrmals - weil’s einfach „so schön“ ist.

Fazit: Sehr schöne, kurze Tour. Viele weitere Besucher - in der sehr kurzen Saison ist dies wohl immer so, deshalb möglichst an einem Wochentag wandern. Abschnittsweise sehr sandiger/staubiger Weg. Wirklich große Hitze (heute). Eine Wanderung in umgekehrter Richtung (erst Wasserfälle, dann Devils Postpile) und ein noch späterer Start sind sinnvoll, wenn man gutes Licht auf das Basalt-Säulen-Kliff haben möchten - natürlich ist’s dann ggf. noch wärmer. Die Wanderung lässt sich vielfältig verändern und erweitern (andere Ausgangs-/Endpunkte, weitere Trails, ...).


pika8x14 sind heute: A. + A. + A.
 


Tourengänger: pika8x14

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