Mallorca Ostküste: Puig de sa Font


Publiziert von Greg , 24. Oktober 2010 um 15:22.

Region: Welt » Spanien » Balearische Inseln
Tour Datum:20 Oktober 2010
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: E 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 260 m
Abstieg: 260 m
Strecke:Cala Millor - Bella Vista - Na Penyal - Puig de sa Font - Son Servera - Cala Millor
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Von Palma mit dem "Bus Red" Richtung Cala Millor, ca. 1.5h, 9€
Unterkunftmöglichkeiten:Diverse Hotels in Cala Millor

Mallorca Ostküste kombiniert mit kleinen Wanderausflügen. Diese Tour hat Expeditionscharakter. Alle, die lieber eine einfache und gut markierte Wanderung vorhaben, sollten sich nicht auf diese Tour einlassen.

Was ich als easy Tour annahm, entpuppte sich dann also doch noch wegen einiger Faktoren zu einem Unternehmen mit Biss: Es existieren keine brauchbaren Wanderkarten; vermeintliche Wanderwege führen plötzlich ins Nichts hinaus und wenn sie das nicht tun, steht man plötzlich vor einem verschlossenen Tor mit mehr oder weniger furchterregenden Hinweisen darüber, was passieren könnte, wenn man die Funktion des Tors nicht respektiert. Hat man mal einen Trampelpfad gefunden, erfordert es Konzentration, von diesem nicht abzukommen. Teilweise sind diese Wege komplett ver- und überwachsen. Lässt man aber all diese Aspekte weg (Orientierung in weglosem Gelände usw.), so liegt man mit einer T2+ Bewertung für die folgend beschriebene Tour sicher nicht falsch.

Starten kann man die Tour in Cala Millor. Hier empfehle ich, einfach mal in Richtung des Hausberges "Na Penyal" zu laufen. Er ist gut erkennbar am felsigen Gipfelaufbau, aber in keiner mir bekannten Karte eingezeichnet. Nach einigem Wirrwar (verschlossene Tore, usw) gelangt man dann an den südlichsten Fuss des Berges, von wo aus ein Weg zu einem Restaurant ("Bella Vista") führen würde. Diesen folgt man, irgendwann weist ein Schild darauf hin, dass man sich eigentlich auf dem Weg zum Berg befinde ("Bergweg"). Nach etwa 500 Metern geht links ein Weg weg, der mit "Son Servera" angeschrieben ist, aber eigentlich der Weg auf den Gipfel ist. Das könnte verwirrend sein, es ist aber der richtige Weg. Diesen folgt man, der Weg wird steiniger, und bereits hier gäbe es wohl die eine oder andere Möglichkeit, vom Weg abzukommen. Verfehlt man den Weg, kann man schnell mal (un)gewollt an die eine oder andere T4 Stelle gelangen. Nach kurzer Zeit befindet man sich auf dem Gipfel des Hausbergs.

Nun folgt man weiter in Richtung Nordwesten dem Trampelpfad, der sich bald einmal in dichtem Buschwerk verliert. Es kann 2-3 Ansätze brauchen, bis man weiter kommt - einfach nicht aufgeben und immer suchen! Die unübersichtlichste Stelle folgt, nachdem man direkt vom Grat in ein kleines Tal gelangt. Bis wir hier den Weg wieder fanden, verging sicher eine gute Viertelstunde in allgemeiner Verwunderung und Ratlosigkeit. Danach geht es aber ohne Probleme weiter, der Pfad ist wieder gut sichtbar. Vor Durchqueren von dichtem Buschwerk darf man sich nicht scheuen, auch wenn es dabei mal eher dunkler wird.

Später gelangt man an eine Weggabelung. Die nach links und rechts wegführenden Wege wären beide befahrbar und sind daher auch kein Problem, um aus der Ferne auszumachen, sollte man sich vorher verlaufen haben. Wir folgen dem Weg nach links Richtung Südwesten, und in einer weiten Kurve zieht dieser nach Nordwesten bis bald wieder an eine T-Verzweigung hin. Hier hätte man die Möglichkeit, nun direkt nach Son Servera weiterzulaufen, oder wer noch ein wenig Action will, kann den Gipfel vor sich noch unter die Sohlen nehmen (T3+). Spuren sind nur knapp erkennbar, zum Glück findet man ab und zu ein Wegmännchen. Diese Strecke zum Gipfel rauf ist relativ heikel. Schnell verliert man sich und kommt vom Weg ab. Tipp: Tendenziell eher westlich halten, sonst kann es passieren, dass man plötzlich vor einem Abgrund steht (der Hügel fällt östlich mit einigen Felswänden ab). Oben auf dem Gipfel angekommen, hat man eine wunderbare Aussicht auf Son Servera einerseits, und auf die Bucht von Cala Millor andererseits. Hier bietet es sich an, eine Mittagspause einzulegen.

Der Abstieg gestaltet sich ebenfalls wieder eher schwierig, hier kamen wir vorübergehend vom Weg ab, kämpften uns durch die Büsche durch und stiegen den einen oder anderen grossen Stein hinab. Schlussendlich kamen wir wieder bei der Weggabelung unten an. Hier nimmt man den Weg Richtung Nordosten nach Son Servera unter die Füsse, und bald darauf befindet man sich dort, und kann die Eindrücke geniessen, wie man sie sonst als Tourist nicht erhält. Zurück nach Cala Millor ist es nicht mehr allzu spektakulär: Man läuft am Besten der Hauptstrasse entlang ca. 3-4 km Richtung Bucht, und befindet sich dann wieder in Cala Millor.

Fazit: Ein netter Ausflug für alle, die mal in Cala Millor Badeferien machen wollen, aber dennoch nicht auf eine knackige Wanderung verzichten möchten. Wer aber primär zum Wandern auf "richtigen" Bergen nach Mallorca gehen will, dem empfehle ich eher die Nordwest Küste.

Tourengänger: Greg


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T1
11 Mär 11
Von Sa Coma nach Cala Millor · monigau

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