Talaia Freda de Morell


Publiziert von Delta Pro , 10. November 2010 um 21:55.

Region: Welt » Spanien » Balearische Inseln
Tour Datum:12 Oktober 2010
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Zeitbedarf: 3:00
Aufstieg: 400 m

Kurze aber spannende Tour in der Einsamkeit des Nordwesten Mallorcas

Mallorca ist vor allem bekannt für unzählige Deutsche Touristen und viel Party. Erstaunlicherweise sind auf Hikr aber noch keine Alpinwanderungen im gut erschlossenen „deutschen“ Ferienparadies beschrieben. Die einsamen Gebirge Mallorcas unter sommerlich warmen Herbsthimmel zu entdecken war unser Ziel für diese Woche. Leider machte uns das Wetter, zumindest teils, einen Strich durch die Rechung: Während in der Schweiz strahlender Sonnenschein über dem Nebel herrschte, mischte ein spasshaft „Medicane“ (mediterraner Hurricane) genanntes Tief das Wettergeschehen auf den Balearen auf. So kamen fast mehr Touren mit Goretex Jacke auf Mallorca zusammen, als das ganze Jahr über in der Schweiz.
 
Der Gipfel der Talaia Freda de Morell (Dialekt), oder einfach Morey, ist die höchste Erhebung der langen Gebirgskette, die Mallorca im Osten begrenzt. Mit nur gut 500 Metern hält sich die Höhe aber doch sehr in Grenzen. Die Besteigung des Gipfels wird allen Anscheins nach selten durchgeführt. Man findet keine Wege. Ab und zu gibt ein Steinmännchen eine Idee, wo man weitergehen könnte. Eigentlich kann man das fast überall. Wirklich schwierig wird’s nirgends – obwohl wir nach dem Lesen der Routenbeschreibung mehr erwartet hätten. Dort ist von „Querung auf abwärts geschichteten Felsplatten“ und „Aufstieg durch sehr steile Gras- und Geröllflanken“ zu lesen – wahrlich, das tönt nach mehr als T3. Na ja, das T3+ hat die Tour von mir gekriegt. Damit möchte ich aber nicht den Internet-Auftritt unseres „Informanten“ schmälern! Alle Tourenideen kamen von der Seite  [www.mallorca-erleben.info], die sglider in den Weiten des Netzes aufgespürt hatte. Mit akribischer Genauigkeit ist jeder Stein und jede Abzweigung beschrieben, so dass falsch Gehen fast zur Unmöglichkeit wird! Das ist deutsche Wanderkunst!
 
In der lange herbeigesehnten Regenpause starten wir beim Eingang ins Naturschutzgebiet ca. 5 km nördlich von Arta (grosser Parkplatz mit Infotafeln und ausgeschilderten Wanderwegen). Zuerst auf einem Fahrsträsschen nach NW, dann auf einem interessanten, alten Säumerpfad durch Überreste ehemaligen Ackerbaus den sanften Hügel hinauf. Nach knapp einer Viertelstunde verlässt man den Weg und wandert kleinen Steinmännchen nach gegen den Felsabbruch hinauf. Von dort geniesst man Ausblicke auf die Küste. Entlang der Krete erreicht man bald das rostige Gipfelkreuz des Puig de sa Creu. Von dort weiter dem Kamm entlang. Über einige Felsen hinab in die Scharte und an den folgenden Felstürmen rechts vorbei. Man kann sie auch überklettern. Der Schlussaufstieg zum Gipfel ist relativ steil, aber durchwegs gut entlang des Abbruchs zu begehen (kleine Felsstufen). Vom Gipfelsignal folgten wir dem Nordgrat abwärts um schliesslich durch ein Tälchen das Fahrsträsschen zu erreichen, das vom Leuchtturm her kommt. Auf diesem zurück zum Ausgangspunkt.
 
Für die genaue Beschreibung der Route verweise ich auf die oben genannte Seite.

Tourengänger: Delta, sglider


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