Hintereggkogel - und die Rasselklüfte


Publiziert von goppa , 24. Oktober 2010 um 15:51.

Region: Welt » Österreich » Zentrale Ostalpen » Venedigergruppe
Tour Datum:18 September 2010
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 7:00
Aufstieg: 1674 m
Strecke:Matrei Auerfeld - Strumerhof - Wodenalm - Planlissbichl - Hintereggkogel - Wodenalm
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Matrei im Osttirol; Kulinarischer Tip: Kräutergasthaus Strumerhof www.strumerhof.at/
Unterkunftmöglichkeiten:Viele Möglichkeiten in Matrei oder Zedlach www.osttirol.com/ www.virgentaler-huetten.at/
Kartennummer:AV-Karte 39 Granatspitzgruppe 1:25000

Trotz durchzogenem Wetter verbrachten wir ein schönes Wochenende im Süden Österreichs - bei unserem heurigen Brüdertreffen in Matrei im Osttirol! Untergebracht sind wir im großzügigen Ferienappartement von Peters Schwiegermutter Fine im Auenfeld.

Direkt von dort starten wir am Samstag bei bedecktem Himmel und schlechter Wettervorhersage über den Thiemeweg. Zuerst kurz der Zedlacher-Straße entlang, dann zweigt der Wanderweg rechts in den Wald ab. Walter erzählt, daß er hier, im Wald unterhalb des Strumerhofs, auch schon Pilze gefunden hat. Unsere Blicke schweifen also links und rechts und entdecken Eierschwämmle, Steinpilze und mehrere Parasole. Beim Kräuterwirtshaus Strumerhof 1445m, einem kulinarischen Geheimtipp, überqueren wir die Fahrstraße und steigen weiter empor bis zur gemütlichen Wodenalm auf 1804m. Es beginnt leicht zu regnen, als wir auf der Wodenalm eintreffen, deshalb setzen wir uns gerne in die urige Gaststube, wo der Holzofen wärmt und bestellen Kasknödel und ein hopfiges Falkenbräu.

Danach werde ich unruhig - der Berg ruft - leider nur mich, die Brüder bleiben sitzen und trinken noch ein Bier. Der Hausberg hier ist der Hintereggkogel, noch gute 800 Höhenmeter von der Wodenalm. Vielleicht ist der Gipfel trotz Nieselregen möglich? Ich mache mich auf den Weg, steige über die steilen Zedlacher Wiesen durch Nebelfetzen hinauf zum Planlißbichl, 2160m. Manche sagen ihm "Schönbichele", im herbstlich roten Kraut der Schwarz- und Rauschbeeren wird das heute bestätigt. Teilweise geben die Wolken den Blick frei, hinein in die steile, felsige und schotterige Südflanke des Hintereggkogel. Mein Weiterweg hinauf zum Hintereggkogel führt rechts nördlich über einen schmalen Steig hinüber zu den ersten Rasselklüften, über die Walter Mair in einem seiner Osttirol-Bücher treffend schreibt "sagenumwoben, unheimlich und mystisch". Vorbei an den Klüften geht es über die steile Grasflanke hinauf. Ab cirka 2500m liegt eine dünne Schneeauflage, aber das Gelände wird nun etwas flacher und bald taucht der felsige Gipfel im Nebel auf. Erst umgeht man den Gipfelaufbau bevor man von Norden auf den felsigen Gipfelturm aufsteigt, unterstützt durch ein angebrachtes Stahlseil. Ein kalter Wind kommt auf und reißt die Wolken auseinander - vom Gipfel des Hintereggkogel 2638m geht der Blick fallweise frei hinunter ins Tal.

Ein abwechslungsreicher, interessanter Berg, schade, daß das Wetter nicht optimal war. Aber als Entschädigung sind wir dann am Abend wieder alle gemeinsam im Strumerhof eingekehrt und haben einige Schmankerln aus der außergewöhnlichen Speisekarte genossen.

Tourengänger: goppa


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