Sieben Churfirsten an einem Tag (seven summits - one day)


Publiziert von tinox , 7. August 2009 um 13:50. Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » St.Gallen
Tour Datum: 1 August 2009
Wandern Schwierigkeit: T5- - anspruchsvolles Alpinwandern
Zeitbedarf: 12:00
Strecke:Starkenbach-Selun-Frümsel-Brisi-Zuestoll-Schibenstoll-Hinterrugg-Chäserrugg-Unterwasser
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit Auto/Postauto nach Starkenbach/Selunbahn
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Talstation Iltiosbahn Unterwasser
Unterkunftmöglichkeiten:Bergrestaurant Stöfeli - sehr, sehr empfehlenswert. Superfreundliche Leute!

Am 1. August 2009 haben wir die "Königsetappe" in den Churfirsten gepackt: Unter dem Motto "seven summits - one day" sind wir in West-Ost-Richtung der Reihe nach auf den Selun, Frümsel, Brisi, Zuestoll, Schibenstoll, Hinterrugg und Chäserrug gelaufen. Nach exakt 11 Stunden und 11 Minuten standen wir auf dem Chäserrugg. Wir haben's geschafft, waren aber auch ziemlich geschafft...

Nun aber der Reihe nach: Wir sind bei perfekten Bedingungen (den ganzen Tag strahlend schönes Sommerwetter) mit dem ersten Selunbähnli um 7.00 Uhr in Starkenbach gestartet. Um 7.15 Uhr gings dann los Richtung Selun. Dieser ist sehr dankbar zum "einlaufen", er ist nicht felsig und wird erst gegen Schluss steil. Die Rucksäcke haben wir nach ca. 2/3 des Weges deponiert und sind nur mit einer Bauchtasche mit Halterung für eine Getränkeflasche rauf (empfiehlt sich für auch für die übrigen Gipfel mit Ausnahme des Hinterruggs). Wenn man nicht den berühmt-berüchtigten Ostabstieg nehmen will gibt es etwas unterhalb des Gipfels eine Stelle, von der man  relativ sicher ins Chalttal hinuntersteigen und Richtung Frümsel traversieren kann.

Auch das Traversieren durchs Frümseltal zum Brisi ist mit der nötigen Rücksicht bzw. Vorsicht machbar. Es empfiehlt sich, etwa auf der Höhe des Übergangs Gras-Fels zu traversieren, dann findet man auch den kleinen Wanderweg, der vom Sattel her durch das Frümseltal führt. Wer die beiden bisherigen Traversen gemeistert hat, wird auch nach dem Abstieg vom Brisi einen Übergang zum Zuestoll finden.

Nach drei Gipfeln in den Beinen wollten wir den vierten ebenfalls möglichst rasch hinter uns bringen, erst danach gönnten wir uns eine kurze Pause. Der Aufstieg auf den Schibenstoll war dann schon etwas härter... Die Überquerung des Gluristals ist für routinierte Alpinwanderer ebenfalls machbar, den Weg auf den Hinterrugg kann man fast nicht verfehlen. Bis ans Ende des Gluristals eigentlich eine schöne Trekkingtour - wenn man nicht schon fünf Auf- und Abstiege in den Beinen hätte. Den Aufstieg auf den Hinterrugg muss man sich danach wirklich erkämpfen. Oben angelangt, wird man aber für alles entschädigt und fliegt die 15 Minuten zum Chäserrug hinüber buchstäblich. Vom Chäserrug ist es dann eine gute Stunde bis zum idealen Ziel, dem Berggasthaus Stöfeli (vorherige Anmeldung empfohlen).

Anmerkung: Wir haben pro Person ca. 5 Liter Flüssigkeit (Isostar und Wasser) gebraucht.


Tourengänger: tinox

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