Store Vildmosen


Publiziert von Henrik , 21. Februar 2009 um 13:42.

Region: Welt » Dänemark
Tour Datum: 9 Februar 2009
Wandern Schwierigkeit: T1 - Wandern
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 10 m
Abstieg: 10 m
Strecke:Region Store Vildmosen
Zufahrt zum Ausgangspunkt:ÖV
Zufahrt zum Ankunftspunkt:ÖV
Unterkunftmöglichkeiten:www.net-bb.dk
Kartennummer:http://www.kms.dk/

Im Norden von Jütland (Region Aalborg) liegt das Grosse Moor - Store Vildmosen. Ursprünglich war das Gebiet trocken, doch durch Bebauung im Eisenzeitalter (1500 v. Chr.) und durch Klimaveränderungen, hat sich das Gebiet  zu dem entwickelt, wofür es heute bekannt ist: eine Rückzugszone für Mensch und Tier. Das vom Staat gekaufte Areal hat eine Ausdehnung von 50 km2. Torf wird nur noch in geringem Masse gestochen (industriell – mit Schienennetz und kleinen Loks mit ihren Loren). Auch hier bin ich zuhause – auf einem grossen Gehöft in Manne (westlich von Brønderslev), das ich jedes Jahr manchmal mehrmals besuchen kann. Der grosse Garten hinter dem Langhaus wird durch den fischreichen Ryå begrenzt: http://www.nedre-ryaa.dk/RYF5.html. Blickt man durch die windzerzausten, niedrigen Birken, die am Ufer des Ryå stehen, hält das Auge nichts mehr auf – Hammelmose und dann Store Vildmosen. Viele Geschichten ranken sich um diese offene, weite Ebene – grosse Gehöfte stehe auch heute noch da, und etwa 2500 Kühe grasen hier im Sommer. Doch im Winter ist es still – ein eisiger Wind bläst mir ins Gesicht, der von Westen, von der offenen See her kommt. Wie schon in Lindeballe hat der Frost seine Zeichnungen hinterlegt – ich streife durch die Weite, die Hände sind klamm und ich pruste wie eine Eismeerrobbe.

 

Bis 1966 wurden hier in der Nähe Briketts für Brennzwecke aus dem Torf gewonnen – ob das eine ökologische Brennform gewesen ist, entzieht sich meiner Kenntnis; nachfolgende Seite aber informiert eindrücklich (wenn auch nur auf Dänisch) über einen industriellen Zweig, den keiner mehr von uns kennt: http://www.moselauget.dk/briketfabrikken.htm. Die Landschaft des Vildmosen ist geprägt von einer geringen Dichte von Pflanzen – der Wind formt alle! Wer mit dem Glas unterwegs ist, und das drängt sich bei diesen Distanzen im Feld gerade zu auf, sollte es im Rucksack dabei haben – im Sommer auf jeden Fall: selbst noch nicht gesehen, aber der Steinadler hat im Vildmosen seinen Platz, Habichte und verschiedene Gänsearten.

 

Nun weiss ich um die Problematik auf diesen Seiten quasi Infos zu verbreiten, die man selbst zusammensuchen kann: worauf ich hinaus will, mein Dänemark über diese Klischees bekannt zu machen, die sich nicht auf Kopenhagen begrenzen und auf Radferien. Und ich empfehle ganz besonders diese Form der Übernachtung: http://www.net-bb.dk .

 

 


Tourengänger: Henrik

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