Die Freiheit des Bergsportlers


Publiziert von jfk, 5. Januar 2014 um 20:30. Diese Seite wurde 1331 mal angezeigt.

Unten zwei aktuelle Artikel zu (unterschiedlichen) Einschränkungen und Regulierungen auf unserem grössten Spielplatz....




Kommentare (15)


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Henrik hat gesagt: Wenn die Vernunft nicht bis in die letzte Hirnwindung gelangt
Gesendet am 5. Januar 2014 um 20:54
... ich hätte nichts gegen noch mehr Regulierungen: die Natur ist zu billig zu haben!
Wenn die Vernunft nicht bis in die letzte Hirnwindung gelangt, muss das Portemonnaie geschröpft werden... dass es dabei ggf. die Falschen erwischt, wird unvermeidlich sein. Wie anderswo in der Community zu Recht festgestellt worden ist, das Hauptrisiko ist der Mensch.

kopfsalat Pro hat gesagt: ZGB Art. 699
Gesendet am 5. Januar 2014 um 22:17
"Das Betreten von Wald und Weide und die Aneignung wildwachsender Beeren, Pilze u. dgl. sind in ortsüblichem Umfange jedermann gestattet, soweit nicht im Interesse der Kulturen seitens der zuständigen Behörde einzelne bestimmt umgrenzte Verbote erlassen werden."

Sputnik Pro hat gesagt: Typische Arroganz!
Gesendet am 6. Januar 2014 um 05:35
Zum Kotzen ist die Arroganz der Zermatter, eigentlich sollten sie sich Bewusst sein in einer der reichsten Geminden in einem des reichsten Landeszu wohnen - und ohne Matterhorn hätte sie auch weniger Gäste! Mit einem Monatseinkommen von unter 200.- kann man als sich Osteuropäer keine Hütte Leisten und von den Führertarifen ist gar nicht zu Reden! Der Berg gehört allen, also soll man auch Zelten und Biwakieren dürfen! Ich würde esauch nicht anders machen. Nicht wegen dem eld, aber von den "unüblichen" Tatsachen beim Tourenstart in der Hörnlihütte.

Zum Glück gibt's dieses Jahr keine Hütte wegen umbau, da werde ich die Zeit nutzen und nochmals aufs Matterhorn gehen!

Becks hat gesagt: RE:Typische Arroganz!
Gesendet am 6. Januar 2014 um 14:55
Den verlinkten Bericht vom Matterhorn bzw. die dort genannten Gründe für die Massnahmen lassen sich recht schnell als vordergründig, heuchlerisch und als reine Geldmache enttarnen indem man sich die alternative Lösung vor Augen hält:
Ein paar einfache Wegzeichen auf dem Felsen würden locker reichen um den Bergsteigern den Weg zu ebnen. Aber dagegen wehren sich sicherlich die Bergführer denn dann ginge ihnen viel Geld durch die Lappen. Schon jetzt ist es so dass sie mit den Kunden als erstes aus der Hütte gelassen werden und möglichst schnell dem folgenden Mob entfliehen damit diese sich nicht ihnen an die Fersen heften und dem Weg folgen können.

Ich seh es wie Sputnik: dieses Jahr während der Umbauphase noch einmal drüber und dann in den kommenden Jahren entweder nicht mehr oder eben unter Umgehung der Sperren. Einfach weiter unten übernachten wo die Hütte nicht ihr Wasser bezieht oder über eine alternative Route oder eben ausserhalb der Hochsaison.

Meeraal hat gesagt:
Gesendet am 6. Januar 2014 um 14:40
Spätestens die nächste Eiszeit wird das Problem dauerhaft lösen: Die großen Gletscher werden das Matterhorn zu einem einfachen Wanderdreitausender erodieren und ohne Matterhorn in seiner heutigen Form wird Zermatt, -sofern es nach dem Abschmelzen der großen Gletscher wieder aufgebaut wird-, in Bedeutungslosigkeit versinken. Bis dahin sollte einfach keiner mehr aufs Matterhorn gehen, und wenn doch, gibt es auch eine italienische Seite des Berges und auch italienische Bergführer, die sich über den einen oder anderen Gast, den sie dann mehr haben sicherlich freuen werden.

kopfsalat Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 7. Januar 2014 um 00:08
> die nächste Eiszeit

so lange musst du nicht warten. die global erwärmung und das daraus resultierende auftauen des permafrost wird das matterhorn schon in ein paar jahren/jahrzehnten zu einem bröseligen schutthaufen machen.

Becks hat gesagt:
Gesendet am 7. Januar 2014 um 15:36
Beim zweiten Punkt (Bussen für Freerider) habe ich durchaus Verständnis wenn Skigebiete in ihrem Bereich klare Regeln setzen und auch durchsetzen dürfen. Immerhin gefährden "Offpistler" in einem Skigebiet nicht nur sich selbst sondern eben auch andere.
Warum sollte es also Liftbetreibern nicht gestattet werden, einzelne Hänge/Bereiche zu sperren?

Gerne kann man das Ganze auch damit kombinieren dass der Versicherungsschutz ausfällt wenn jemand in einen solchen gesperrten Bereich rein fährt und Personen auch ohne provozierten Unfall im Schnellverfahren aus dem Gebiet entsorgt werden können.

singingelk hat gesagt: RE:
Gesendet am 7. Januar 2014 um 18:59
wo genau fängt denn ein Skigebiet an und wo hört es auf?

Schneemann hat gesagt: RE:
Gesendet am 7. Januar 2014 um 23:30
Hänge aus denen Lawinen auf die Piste abgehen können sind wohl eher kritisch zu betrachten. Wenn ein Freerider die Lawine auslösen kann, dann fragt man sich ob die Lawine nicht auch mal von selbst abgehen könnte. Eigentlich sollte es solche Gefahrenstellen gar nicht geben bzw. von den Liftbetreibern beseitigt werden...

Becks hat gesagt: RE:
Gesendet am 8. Januar 2014 um 08:45
Man kann keinen Liftbetreiber für alles zur Verantwortung ziehen. Sein Hauptanliegen ist der sichere Betrieb auf der Piste und nicht das Entfernen und Markieren aller Gefahrenzonen in der freien Wildbahn.

Becks hat gesagt:
Gesendet am 7. Januar 2014 um 19:20
Das wäre eine ortsabhängige Definitionssache. Eventuell der Bereich zwischen den Pisten sowie Hänge seitlich davon, die in Richtung Piste zeigen und so als Ausgangspunkt für Lawinen dienen. Also alle Bereiche bei deren Befahrung eine Gefärdung anderer nicht ausgeschlossen werden kann, welche sich auf der Piste befinden.

Konkretes Beispiel ein Teil vom Flumserberg. Da wäre vom Leist aus der Bereich unterhalb des Lifts ein entsprechendes Gebiet, wer jedoch vom Leist aus hinten runter in Richtung Spitzmeilenhütte runter kurvt der dürfte sich nach Lust und Laune das Genick brechen oder im Schnee absaufen.

singingelk hat gesagt: RE:
Gesendet am 7. Januar 2014 um 19:47
also auf gut kuhdeutsch gesagt, entweder wird das gebiet umfassend abgesperrt, oder bei jedem möglichen zugang zu diesem gebiet ein schild aufgestellt?

Becks hat gesagt: RE:
Gesendet am 8. Januar 2014 um 08:51
Nein, ich würde Hänge auf Grund ihres Gefahrenpotentials (steil/weniger steil, mit / ohne Auslaufzone) in sagen wir mal 3 Gruppen einteilen, diese Hänge dann auf den eh schon vorhandenen Pistenstandanzeigern farblich unterlegen und wie die Pisten abhängig von der Situation für "gesperrt" oder "freigegeben" erklären.

Was ich allerdings nicht nur für Freerider in den Skigebieten sondern für Tourengeher allgemein begrüssen würde wäre eine gesetzliche Regelung, welche besagt dass ein Aufenthalt abseits markierter Pisten und Strecken (Winterwanderwege) ohne Minimalausrüstung (LVS, Sonde, Schaufel) als "grob fahrlässig" eingestuft wird und bei Unfällen im Zusammenhang mit Lawinen kein Versicherungsschutz greift.

jimmy Pro hat gesagt: RE:----wobei
Gesendet am 15. Januar 2014 um 16:07
dem Verschütteten Schaufel und Sonde nicht viel nützen, also müsste die ganze Gruppe (so es denn eine ist) in die Beurteilung miteinbezogen werden....

MicheleK hat gesagt:
Gesendet am 15. Januar 2014 um 23:18
Bussen: bin dafuer aber wuerde bei Pistenrowdys anfangen weil das Gefahrenpotential fuer andere einfach zu gross ist. Da jagen doch gewisse Trottels mit supercarver Skis und 'ner geilen Kamera aufm Kopf blaue Pisten runter (weils sie keine andere Piste und Fahrweise beherrschen) und gefaerden so laufend Kinder oder unbegabte die dort eben ueben moechten! In Whistler werden Speedtraps und Billettentzug angewendet! Die Raser koennen von mir aus auf eigen preparierte Strecken.

Am Matterhorn ist es einfach, so wie am Everest, voellig ueberlaufen, was meiner Meinung nach das ganze fuer alle viel gefaehrlicher macht, mit ohne Bergfuehrer oder egal woher kommend. Einfach krass und es wird nicht abnehmen, im Gegenteil nimmt der run auf diese Art von PseudoNatur immer mehr zu. Nur, wie das ganze unter Kontrolle bringen? Man koennte Permits erteilen, wie eben im Himalaya oder US NPs... Oder wie in gewissen Tauchreservaten... In der reichen Schweiz wird hingegen die im Ausland so bekannte CH Gepflogenheit zuerst aufs Portmonnaie zu schauen, bei der Massnahme gerade integriert ( eben ein schlaues Volk, gelt, hat sich somit Wohlstand erarbeitet). Genau dass laeuft ab. Das man dabei nicht campieren kann ist nur eine logische Konsequenz des Ansatzes. So werden NaturErlebnisse, wie andre Produkterfahrungen' nur Wenigen Zahlungskraeftigen zugaenglich gemacht, im Namen der Sicherheit und Conservation. So gesehen bezahlen wben diese Wenigen fuer Alle die weniger Leute am Berg sehen moechten. Ich nehme den Preis in Kauf weil ich es mir leisten kann; Cracks, un deren gibts hier einige) wissen dann eh wie die Regelung zu umgehen ist, oder gehen dann sowieso die N-Wand oder den Lionsgrat hoch! S. Was mit Steck/Moro am Everest abgegangen ist.

Berge gehoeren schon allen, aber den Locals doch eben etwas mehr... Es ist deren angestammter Lebensraum und wir, die Fremden, sind dort zu Gast. Ist uebrigens mit einem Wald See oder Huegel im Flachland genau so... Wie sind hier Berge etwa anders? Das war schon immer so und ich finde der Anspruch auf Berge durch Fremde noch respektloser als dessen 'Verwaltung' durch Locals.


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