Rundtour Binntal - Alpe Devero ?


Publiziert von Philippe Noth, 9. März 2011 um 16:01. Diese Seite wurde 2929 mal angezeigt.

Hallo Hikers,

Für den nächsten Sommer suche ich mir einige interessante Tageswanderungen in möglichst ruhige Ecken. Nun, ich wollte immer zur Alpe Devero... aber wenn möglich ab dem Binntal.

Es gibt viele Passübergänge zwischen Schweiz und Italien. Aber trotz Litteratur ("Wandern im Binntal") und 1:25'000 Karten ist mit nicht klar, welche Pässe für erfahrene Wanderer "machbar" sind.

Klar, der Hinweg würde von Fäld zur Binntalhütte und Albrunpass führen. Gibt es aber eine alternative für den Rückweg ? Im Valdeserta gibt es ein auf die Karte eingezeichneten Pfad, aber nicht bis zu den Pässen. 

Passo Valdeserta/Bochtepass/MIttelbergpass ? Pfad im Valdeserta, aber nichts auf schweizer Seite. Schade, denn das würde eine nicht allzu lange Tour machen.

Passo di Crampiolo ? Dort zeigt die Karte auch Teilpfade, und auf schweizer Boden findet man am Geisspfadsee sofort einen Wanderweg. Laut Swissmap-Profil macht das eine 8:45 Std Tour, lang aber in der Dauer machbar.

Auf diese Webseite ist ein Italiener 2 dieser Pässe gewandert. Es ist nicht ganz klar wie, die Beschreibung ist zu bündig.

-- 
Philippe



Kommentare (6)


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Zaza hat gesagt:
Gesendet am 9. März 2011 um 19:49
im Sommer sind weder Alpe Dèvero noch das Binntal sonderlich ruhig - nach diesem Kriterium würde ich andere Ziele wählen.

Für erfahrene Wanderer sind alle diese Pässe zwischen Dèvero und Binntal gut begehbar, aber markiert sind meines Wissens nur Albrunpass und Geisspfad. Wenn du nicht nur den Lago Dèvero, sondern auch die Alpe besuchen möchtest, dann wäre das die logische Runde. Allerdings recht lang und keineswegs einsam.

A+

zaza

Philippe Noth Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 9. März 2011 um 22:00
Hallo Zaza,

> im Sommer sind weder Alpe Dèvero noch das Binntal sonderlich ruhig

Das hätte ich nicht gedacht. Ich las gerade in eine alte Zeitschrift, Outdoor, Worte wie "Im Hinterland [vom Piemont] ziehen Wanderer durch entvölkertes Gebirge vorbei an verlassenen Almen und geniessen Tage voller Stille". Und der Binntal selbst ist geographisch gesehen recht versteckt.

Dann werde ich eher im Herbst gehen, die Herbstfarben sehen dort besonders prächtig aus.

Danke für die wertvolle Info, Gruss

--
Ph-

Zaza hat gesagt: RE:
Gesendet am 10. März 2011 um 07:30
naja, die Aussagen in solchen Zeitschriften sind immer mit etwas Vorsicht zu geniessen. Gerade das Binntal ist bei Wanderern sehr beliebt, und darum im Herbst etwa gleich viel los wie im Sommer. Aber abseits der markierten Pfade ist es sofort ruhig.

Wenn du im Piemont ruhige Orte suchst, dann musst du eine Zone suchen, die mit dem Auto nicht so gut erreichbar ist wie Dèvero. Zu den wirklich unberührten Gegenden im Grenzgebiet Schweiz/Italien gehören z.B. das Laggintal oder die ganze Misoxer Kette (östlich der Moesa). Beides sehr empfehlenswert.

A+

zaza

Philippe Noth Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 11. März 2011 um 00:10
> Laggintal

Seitdem ich Zuzu's Berichte am Lagginbiwak gelesen habe, stehen Laggintal und Zwischbergen auf die Todo-Liste. Zuzu != Zaza, oder ?

> oder die ganze Misoxer Kette (östlich der Moesa).

Bivacco Checchini war ein schöner, ungeplanter Ausflug.

> Gerade das Binntal ist bei Wanderern sehr beliebt, und
> darum im Herbst etwa gleich viel los wie im Sommer.

Ich habe noch in Erinnerung ein Tag am Eggerhorn, oberhalb Binn, wo ich keine einzige Seele traf. Das war ein Samstag, der 27. Oktober. Reiner Zufall.

Um näher zur Community-Thematik 'Unbekannte Touren' zurückzukommen... manchmal genügt es nur ein bisschen abseits von der Hauptroute zu wandern, um absolute Ruhe in sonst sehr beliebten Regionen zu finden. Beispiele:

  • Täschhütte: sehr viel los. Aber wenige Wanderer gehen bis zum Weingartensattel und runter zum Weingartensee. Weingartensee ist sogar in keine Wanderung auf Hikr erwähnt, nur in Hochtouren

  • Col de Malatra: viel Durchgang wegen TMB aber niemand mehr am Col des Ceingles und vor allem in der Comba des Thoules

  • Wiwannihütte: ist natürlich viel besucht (ein Dutzend Leute am einem Samstag im letzten Herbst). Aber im Abstieg via Färrichä und Trosibode war niemand ausser uns. Und die Aussichten spektakulär (Bietschhorn)

  • Cabane de Louvie, Lac de Louvie: populär. Dann hoch zum Col Termin und bis zu Col du Bec d'Aigle die Bergflanken queren. Am Bec d'Aigle und beim Abstieg via Sovereu ganz allein

--
Philippe

SeMa hat gesagt: Passo di Crampiolo
Gesendet am 10. März 2011 um 07:26
Hallo Philippe

Wir haben letzten Sommer (während den Schweizer Sommerferien..., allerdings nicht am Wochenende) folgende Tour absolviert:

1. Tag: Anreise nach Fäld im Binntal (Auto kann gut parkiert werden) und Aufstieg zur Binntalhütte.
Wir haben in der Binntalhütte übernachtet - da diese eher klein ist, hat man nicht das Gefühl, dass es "überlaufen" wäre.

2. Tag: Start um ca. 7.30. Aufstieg zum Albrunpass, Abstieg Richtung Alpe Dèvero, dann rechts dem See entlang bis zum Wegweister "Passo di Crampiolo". Ab hier geht's immer den gelb-roten Markierungen (diese sind teilweise etwas schwach, aber der Weg ist gut zu finden) nach, erst durch Sträucher, dann über eine Alp und zuletzt noch durch Geröll (aber immer alles markiert bzw. mit guten Wegspuren).
Auf dem Pass sieht man direkt den Geisspfadsee und auch weiss-rote Markierungen.
Man steigt vom Passo di Crampiolo Richtung Geisspfad"pass" ab und folgt dann den weiss-roten Markierungen.

Der Weg zurück nach Fäld ist dann in Schweizerischer Manier markiert :-)

Wir waren inkl. aller Pausen gegen 15.00 wieder zurück in Fäld und haben von der Hütte bis zum Geisspfadsee keine Menschenseele angetroffen...

Hoffe wir konnten dir weiterhelfen.
Gruss, SeMa

Philippe Noth Pro hat gesagt: RE:Passo di Crampiolo
Gesendet am 11. März 2011 um 00:13
Danke SeMa,

Die geschätzte Dauer von 8 Std 45 für die Tour Fäld - Binntalhütte - Albrunpass - Alpe Devero - Passo di Crampiolo - Geisspfadsee - Fäld, die Swissmap angibt, wäre also realistisch.

--
Philippe


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