Skifahren in Norwegen (3/6): Skårasalen (1542 m.ü.M)


Published by Jonas , 27 August 2015, 08h26.

Region: World » Norway
Date of the hike:21 April 2015
Access to start point:Auto
Accommodation:Standalshytte DNT

Aufstieg auf einen Gipfel direkt am Fjord. Angenehmer Aufstieg, wunderbare Aussicht und eine super Abfahrt.

Skårasalen gehört zu den bekanntesten 4-5 Touren hier in Sunnmøre, wurde mir auch wärmstens von einem Einheimischen empfohlen. Die Anfahrt von der Standalshütte ist etwas mühsam, da eine Bergkette dazwischen liegt. Mit dem Auto fahren wir bis Ner-Frøland, dann nach südosten ins Kvistaddalen (Bovei -> gebührenpflichtige Strasse). Wir konnten bis etwas Kvistadsætra fahren, bevor der Schnee die Strasse blockiert. Früher im Jahr verlängert sich der Aufstieg.

Die Route führt erst dem Weg entlang danach links den Hang hoch, erst durch lichten Birkenwald, danach offen. Es hat ein Bachbeet, dies sollte Rechterhand liegen, dann kommt man richtig. Das Bachbeet ist bei uns durch einen eindrücklichen Nassschneerutsch aufgefüllt. Lastwagengrosse Stücke sind hier aus dem steilen Westhang oberhalb den ganzen Hang hinunter gerutscht. Bleibt man genug weit links, auf einem kleinen Rücken, ist man gut geschützt gegen allfällige Rutsche.
Oben wird es etwas steiler bis man rechts hinter dem Blåhornet durch ein kleines Tal Richtung Norden zum Pass hoch steigt.
Von hier folgt die Aufstiegsspur dem breiten Rücken nach Südosten. Er flacht langsam ab bis er auf ein Plateau mündet. Nun sieht man den Gipfel: eine kleine letzte Erhebung am Ende des Plateaus.

Der ganze Aufstieg ist relativ unproblematisch. Bei uns war es teilweise etwas verfahren, eisig und hart. Die Norweger vor uns kamen im steilsten Stück kurz vor dem kleinen Tal etwas an den Anschlag. Sie hatten aber auch das Handicap, keine Spitzkehren zu können und, wie es hier üblich ist, die Steighilfe auf dem Maximum zu haben. Das grösste Risiko ist wohl, auf dem Gipfelrücken aus Gwunder bis an den Rand zu gehen und mit einer Wächte in den Abgrund zu fallen. Der Rücken ist zwar flach, aber die Kanten fallen sehr abrupt und steil ab.

Vom Gipfel hat man eine unglaubliche Rundsicht. Die Norweger erklärten uns die Gipfel. Hier gäbe es genug zu tun für einige Wochen, sowohl im Sommer als auch im Winter.
Nach einiger Zeit kommen auch die grossen Gruppen aus Österreich und Deutschland auf den Gipfel. Die haben sogar Gipfelwein, Rohschinken und Brotlaiber dabei. Ich werde etwas neidisch...

Die Abfahrt folgt dem Aufstieg. Sehr schön zu fahren, weite Hänge, sogar pulvrig. Eine alternative Abfahrt geht durch das Litle Skåradalen vom angesprochenen Pass alles bis runter zum Fjord. Da unten kommt man nur mit dem Boot hin. Dies kann man telefonisch bestellen (bevor man runterfährt..). Wir fahren also den gleichen Weg wieder runter und beschliessen noch auf der Gegenseite aufzusteigen, zum Pass gleich südlich des Kopphorns.

Bis zum Pass schaffen wir es, aber die letzten paar Hundert Höhenmeter sind durch so dichten Nebel eingehüllt, dass wir nicht wie geplant nordwestlich abfahren, sondern im dichten Nebel unserer Spur entlang wieder runterrutschen. Unterhalb des Nebels fährt es sich aber wieder wunderbar. Die Hänge sind breit und im unteren Teil geht es wieder durch lichten Birkenwald. Wunderbar.

Tourbeschreibung auf ut.no:
http://ut.no/tur/2.6808/

Weitere Informationen zu Norwegen und Skitouren siehe http://www.hikr.org/tour/post93580.html (unten)

Hike partners: Jonas


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