COVID-19: Current situation

Staza sedam Slapova - Weg der sieben Wasserfälle


Published by Fabse_94 , 12 October 2018, 18h01.

Region: World » Kroatien
Date of the hike:23 September 2018
Hiking grading: T3 - Difficult Mountain hike
Waypoints:
Time: 4:30
Height gain: 400 m 1312 ft.
Height loss: 400 m 1312 ft.
Route:14,2
Access to start point:Von Buzet nach Südosten zum alten Wasserwerk bei der Mirna (Ortsteil Sveti Ivan)
Access to end point:Parkmöglichkeiten am Straßenrand
Maps:Kompass Nr. 238 Istrien

Staza sedam slapova – hinter diesem kroatischen Zungenbrecher verbirgt sich ein Wanderweg nahe des Städtchens Buzet, der sieben Wasserfälle passiert (Übersetzung „Weg der sieben Wasserfälle“) und als eine der Top-Wandertouren in Istrien angepriesen wird. Diesem Prädikat mussten wir nachgehen und machten uns an diesem schwülen Ferientag auf in den Nordteil der istrischen Halbinsel.
 

Vom alten Buzeter Wasserwerk folgt man der begradigten und mit zahlreichen Staustufen verbauten Mirna bis zu einem Plätzchen mit neuen Outdoor-Trainingsgeräten, das man nach etwa 20 Minuten erreicht. Kurz danach beginnt offiziell der „staza sedam slapova“ an einer Holzhütte neben einer Felswand. Mithilfe einer Holzbrücke wird der Bach überquert, gespannte Stahlseile über den Köpfen sorgen für Verwunderung („Flying Fox“ oder sonstige Action-Einrichtungen?). Rechts der Baches wandert man durch den Laubwald weiter, passiert ein, zwei mit Gitter verschlossene Höhleneingänge und steht unvermittelt vor einer „Sackgasse“ - und zwar über dem zweiten Wasserfall Bacva, den ersten nahmen wir aufgrund der Trockenheit nicht als solchen wahr. Hier geht es nun an Drahtseilen beinahe senkrecht bergab zur Sturzkante des Wasserfalls und an der gegenüberliegenden Wand entlang – kann das sein? Die Tour wird in unserem Wanderführer zwar als „schwierig“ beschrieben, aber so anspruchsvoll!? Auch eine zweite Wandergruppe erscheint und stockt beim Anblick des scheinbar weiteren Weges. Leider ist die Tourenbeschreibung in unserem Führer meiner Meinung nach etwas undurchsichtig, wir wandern aber etwa 100 m zurück und finden linkerhand den richtigen Steig, der markiert ist und bergauf führt. Nun macht man die ersten richtigen Höhenmeter gut, steigt unter einer Felswand hindurch und gelangt schließlich gesichert (T3) zu einem kreuzenden Schotterweg. Dazwischen könnte man einen Abstecher zum dritten Wasserfall Velja Pec machen, der aber sicher auch keinen „feuchteren“ Eindruck machte.

Den eben angesprochenen Schotterweg folgt man bergab bis zu einer weiteren Bachüberquerung, um an der anderen Uferseite wieder aufzusteigen. Nach wenigen Minuten weist ein Schild zum Mala Pec, dem vierten Wasserfall (300m langer Abstecher). Der markierte Weg im idyllischen Wald geleitet einen zur Napoleonov Most, einer alten Steinbrücke, die auf dem ersten Blick nicht als solche erkennbar ist. Danach stößt der Weg auf die Serpentine einer Schotterstraße, die bei der nächsten Kurve wieder verlassen wird. Nach einer knappen halben Stunde erreicht man das Örtchen Kuhari (260m), gut zwei Stunden ab Parkplatz. Am Hang nach der Siedlung geht’s wieder bergab, durch knorrigen Wald und über Wiesen ist man in einer halben Stunde in Kotle (156m) mit Konoba (Kneipe). Direkt unterhalb der Ortschaft befindet sich der fünfte Wasserfall Slop, dessen Schlucht mit darüber thronendem Dort man von Süden bestaunen kann. Aufgrund der nahen Straße ist Kotle ein beliebter Ausflugsort, nur wenige nahmen den verhältnismäßig weiten „Umweg“ von Buzet über Kuhari in Angriff. Der unproblematische Abstieg verläuft nun durch das Tal der Mirna, in dessen Verlauf der Wasserfall Nr. 6 Zelenscak und mittels eines Abstechers auch Nr. 7 erreicht wird. Dieser Wasserfall, Grjok genannt, ist mit einer breiten Felswand, von der das Wasser in einen türkisblauen See stürzt (oder tropft) meiner Meinung nach der Schönste der sieben. Zurück an der Kreuzung, folgt als nächster Wegpunkt ein schöner Bildstock; hiernach wird die Mirna dreimal überquert, was sich bei dem geringen Wasserstand als keine große Aufgabe herausstellte. Auf halber Höhe des anschließenden Hanges kann man entweder links über den Bergrücken zurück zum Ausgangspunkt oder rechts den Hang herum, an einer Steilwand zurück zu den Outdoor-Fitnessgeräten, wo man auf den schon bekannten Hinweg trifft. Bei einer Bank hat man nochmal einen schönen Rückblick über den eben abgeleisteten Rückweg durch das schöne Tal der jungen Mirna.
 

Schwierigkeiten/Gehzeiten:
Parkplatz – Eingang Staza 7 slapova: T1 (Schotterstraße); 0:25 h
Eingang – Napoleonov most: T3 (teils steiler und gesicherter Steig); 1:30 h
N. most – Kuhari – Kotle: T2 (Wanderweg ohne besondere Ansprüche); 1:00 h
Kotle – Parkplatz: T2 (Wanderweg und Schotterstraße); 1:30 h
 

Fazit:
Abwechslungsreiche Rundwanderung in den Hügeln bei Buzet. Die sieben Wasserfälle stellen das Highlight der Tour dar und laden in heißen Sommern zu einem Bad ein, sofern sie denn nicht ausgetrocknet sind. Noch ein Wort zum Anspruch der Tour: wie im Bericht erwähnt sind vereinzelte Stellen zwischen Wasserfall 2 und 4 mit Drahtseilen und Eisentritten gesichert, richtig ausgesetzt wird es allerdings nie, sodass die Schwierigkeit T3 auch hier nicht überschritten wird.


Hike partners: Fabse_94


Minimap
0Km
Click to draw, click on the last point to end drawing

Gallery


Open in a new window · Open in this window


Post a comment»