Königspitze (Ortlergebiet)


Publiziert von Gerri , 23. September 2008 um 15:50.

Region: Welt » Italien » Trentino-Südtirol
Tour Datum:21 September 2008
Hochtouren Schwierigkeit: WS+
Zeitbedarf: 5:30
Aufstieg: 1150 m
Abstieg: 1150 m
Unterkunftmöglichkeiten:Pizzinihütte

Königspitze (Normalweg)

Bergtour zum Saisonabschluß auf den schönsten Berg der Ortlergruppe, die Königspitze (3851m).

Hüttenzustieg von Sulden
Von der Seilbahnstation Schaubachhütte über den Suldenferner unschwierig auf die Suldenspitze (3376m). Bei Neuschnee etwas heikel, da viele große Spalten im Gletscher sind. Wir fanden eine gute Spur vor, die einfach und zügig zu begehen war.
Von der Suldenspitze über die Casatihütte absteigen zur wunderbaren Pizzinihütte.

Pizzinihütte
Die Pizzinihütte wirklich schön, eine sehr angenehme Hütte, ein netter Wirt und ein gutes Abendessen, das auch nachgefüllt wird. Saubere und moderne Sanitäranlagen, Dusche, Sauna(!) und viele kleine Zimmer. Wir waren in einem 6-er Zimmer, das auch völlig in Ordnung war. Lediglich die etwas instabilen Doppelstockbetten waren etwas unangenehm, da man jede Bewegung des über (oder unter) einem liegenden "mitgemacht" hat.

Aufstieg/Abstieg Königsspitze
Von der Hütte nordseitig in Richtung Königspitze, links an der markanten Felsflanke vorbei auf den Gletscher. Hier zunächst mäßig steil bis unterhalb einer markanten Rinne. Durch diese Rinne dann steil und steinschlaggefährdert nach oben steigen, bis man das grosse Schneefeld der Königspitze erreicht.
Von hier aus steil, immer an den linken Felsen entlang, bis zu einer kleinen ebenen Fläche, wo noch ein paar Reste einer Kriegsstellung aus dem 1.Weltkrieg zu sehen sind. Von hier aus kurz flacher, zum Ende wieder steiler werdend die Flanke queren und kurz durch etwas kombiniertes Gelände zum Gipfelgrat. Der Grat ist recht kurz, aber dafür sehr ausgesetzt, danach steht man bereits am grossen Gipfelkreuz.
Von hier oben natürlich eine prächtige Sicht, von der Brenta, über den Hauptkamm bis hin zur Bernina.
Abstieg wie Aufstieg.

Fazit
Eine wirklich lohnende und schöne Tour, die jedoch nur bei guten Bedingungen gegangen werden sollte. Wir hatten Glück, denn ein paar Tage vorher gab es einigen Neuschnee, so daß die Steinschlaggefahr recht gering war. Bei Ausaperung des steilen Gletschers nicht mehr zu empfehlen.



Tourengänger: Gerri

Galerie


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