Monte Ciagola (1463m)


Publiziert von Tef Pro , 26. September 2012 um 21:14.

Region: Welt » Italien » Kalabrien
Tour Datum:24 August 2012
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: I 
Aufstieg: 650 m
Abstieg: 650 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:von der Küstenstraße bei Praia Mare Richtung Aieta auf der SP13. Beim Ortseingang von Aieta rechts abbiegen (Schild "Santo Spirito"). Die schmale Straße führt in gut 7.5 km zum Ausgangspunkt, ist zwischendurch mal nicht geteert und recht ruppig, zuletzt dann auch ohne Belag. wir haben dann nach wenigen Metern das Auto rechts in die Wiese gestellt

Eine sehr schöne Wanderung im nördlichen Kalabrien stand heute an. Vor allem die Liebhaber von kargen, herben Landschaften kommen auf ihre Kosten. Mit dazu kommt Einsamkeit pur, mal abgesehen von einigen archaisch wohnenden Bauern auf den weiten Flächen, und wunderbare weite Ausblicke. Meist bewegt man sich weglos durchs Gelände, nur ab und zu benutzt man irgendwelche Trampel- bzw. Viehpfade.
"Bezahlen" muß man all diese Schönheit mit einer sehr rüden Anfahrt, aber es lohnt sich. Wir parkten bei einem niedrigen Steinhaus und folgten der Schotterstraße noch etwas aufwärts zu einem weiten Sattel mit Verzweigungen. Der Blick geht von hier über die dolinenartigen, landwirschftlich genutzten Mulden und den Bergen dahinter. Rechts der höchste ist der Monte Ciagola, durch die Flanke weden wir später absteigen.
Zunächst wenden wir uns nach links und folgen dem Wirtschaftsweg leicht aufwärts, links an einer Baumgruppe vorbei. Dann fällt der Weg wieder leicht und beschreibt einen leichten Rechtsbogen. In der Kurve gehen wir auf einem Abzweig einige Schritte weiter und biegen dann rechts auf einen deutlichen Pfad ab.
Dieser führt an einem Zaun entlang links von Viehställen vorbei. Einige graue Runsen werden ausgegangen, dann erreichen wir eine karge Wiese. Links geht es steil hinab, vor uns steigen nun die Berge an. Wir gehen rechts von einer Baumgruppe in den Hang und steigen empor. Es gibt eine schwache Pfadspur und sogar alte Markierungen. Oberhalb der Baumgruppe queren wir den Hang schräg nach links aufwärts, im Prinzip auf einen gut sichtbaren Einschnitt zu. Man muß jedoch nicht bis zum Einschnitt, sondern bleibt weiterhin auf der Pfadspur mit den Markierungen und wandert über terassenförmige Stufen, an einzelnen Bäumen vorbei, schräg nach rechts auf wärts, bis man den Rücken erreicht.
Hier steigen wir schräg nach links abwärts in eine kreisrunde Doline, überqueren sie und erreichen kurz darauf eine weitere - landschafltich gefällt es uns hier wunderbar! Am hinteren Ende der zweiten Mulde steht ein kleines Steinhaus. Links von diesem gehen wir vorbei und erreichen eine weitere Wiese. Hier folgen wir einer deutlichen Spur und wenden uns dahinter nach rechts.
Nun geht es wieder deutlich aufwärts - Ziel ist der namenlose Vorgipfel P.1332m des Ciagola. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, zu ihm zu gelangen, wir halten uns mehr links, durchqueren eine kleine Mulde und steigen einen Farn bewachsenen Schrofenhang empor. so gelangen wir zum freien Norwestrücken und erklimmen über diesen den höchsten Punkt. Sehr schön ist von hier der Rundumblick - Zeit für eine Pause.
Danach steigen wir nicht direkt in den Sattel, sondern weichen einer Steilstufe nach links aus. Vom Sattel gehen wir nicht gerade über den Rücken zum Gipfel, sondern weichen in die rechte Flanke aus und queren durch Schrofenhänge, bis nach links ein offner Hang zwischen Buchenwälder empor führt.
So gelangen wir ohne Waldberührung auf den Rücken und erreichen in wenigen Minuten nach rechts den höchsten Punkt.
Recht frische Makierungen führen uns dann südwärts hinab in einen kleinen Sattel. Hier verlassen wir den "Weg" und wenden uns nach rechts in die völlig baumlose Flanke. Weg gibt es nun keinen, wir steigen querend gleichmäßig abwärts, es gibt keine gefährliche Stellen, nur stacheliges Gras. Man peilt am besten das rote Ziegeldach einer kleinen Steinhütte jenseits eines Bachgrabens an.
Man durchschreitet diesen auf einer Pfadspur und findet dann links vom Haus eine deutliche Pfadspur, die zwischen riesigen Ginsterbüschen führt, später dann über offenes Gelände hinab zur weiten Ebene.
Rechts von Viehställen erreicht man zwischen Holzzäunen hindurch die Wiese. Ein breiter Weg führt kurz nach rechts und dann gleich wieder links quer über die Wiese und dann hinauf zu dem Sattel von heute Morgen. Noch ein letzter Blick zurück über die wunderschöne Szenerie, dann wandern wir die letzten Meter zum Auto abwärts.

Ein besonderer Tipp für das Bad danach bietet sich hier an: unten in Praia Mare auf die Schnellstraße nach Süden bis zur Ausfahrt San Nicola Arcella. Parken unten bei den Stranbädern und am Strand bis zum rechten Eck gehen. Dort beginnt der (offiziell gesperrte, aber von allen begangene) Treppensteig steil bergauf und dann zwischen Büschen und Felsen wieder leicht abwärts. Der Steig führt direkt über den Arcus Magnus, einem natürlichen Felsbogen über dem Meer. Tief unten das türkise Wasser. Nun geht es nach rechts steil hinab zu einer Verzweigung. Rechts geht es zur Bucht mit dem Bogen, nach links zu zwei weiteren Buchten. Zudem gibt es links durch ein schmales Tunnel einen Durchgang zum Strand (auch zu Fuß von der anderen Seite erreichbar). Ein Wahnsinnsbadeplatz!!!!

Tourengänger: Tef

Galerie


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