Schalijochbiwak SAC (3780 m): über die Schalihörner


Autoren : Alpin_Rise

Wegpunkte:  Schalijochbiwak SAC 3780 m (7) 
Hochtouren Schwierigkeit: ZS+
Klettern Schwierigkeit: III (UIAA-Skala)
Ausrichtung:---

Von der Rothornhütte SAC übers Äschhorn und die Schalihörner zum Schalijochbiwak SAC

Erst dem Trampelweg auf den Gletscher zum Zinalrothorn folgend, nach ca. 200hm nach rechts über den flachen Gletscher zum Unteren Äschhornsattel. In leichter, schöner Blockkletterei (eine Stelle II gleich zu Beginn) aufs Obere Äschhorn.
Abstieg über mässig steile Firnhänge in den flachen Kessel (3400m) unter dem Zinalrothorn. Unter Seracs (schnell passieren!) durch eine Spaltenzone, dann flacher in den Hohlichtpass. Ein wunderbarer Firngrat und einige Schritte im kombinierten Gelände leiten zum Schalihorn Hauptgipfel. Bis hierher gut 4 Stunden und keine grösseren Schwierigkeiten (WS+, solange die Spaltenzone nicht komplett ausgeapert ist).

Hier beginnt der ernste Part, die Traversierung der Schalihörner: Einige Meter dem Grat folgen, danach steil und ausgesetzt etwas rechts der Gratkante hinunter (heikel, loses, brüchiges Gestein, II). Es folgt ein steiler Turm, der rechterhand mit einigen kräftigen Zügen im 3. Grad überwunden wird. Weiter über den zerissenen Grat, Umgehungen meist in der Ostflanke bis unter den Nordgipfel P. 3955 Dieser kann erstiegen oder knapp unter seiner Spitze östlich traversiert werden.
Der SAC-Führer veranschlagt für das Stück zwischen Haupt- und Nordgipfel nur eine Stunde, wir brauchten (unter anderem wegen mühsamer Neuschneeauflage und fehlenden Spuren) geschlagene zweieinhalb Stunden.

Abstieg ins Schalijjoch: Erst steil hinunter zu wenigen, problemlosen Erhebungen. Erneut abschüssig und gut gestuft zum auffälligen Gendarmen. Kurz vor diesem ein Schlingenbündel, wo der Führer eine Umgehung in der Westflanke (III, steil aber angeblich fester Fels) oder im Osten (leichter, aber viel loses Material, unsere Variante) vorschlägt. 25m abseilen führt in eine flachere Mulde, in diese etwas nördlich haltend Absteigen zu Block mit Schlinge. Dort kann etwas ansteigend auf Bändern mit viel losem Material die Turmgruppe umgangen werden, (ähnlich T6, II). Nun dem Grat über einen Turm folgen bis zum auffälligen Gendarmen namens „Sphinx“. Dieser wird bis zur Absteilstelle unter der Turmspitze erklettert (III), abseilen und über das folgende, leichtere Gratstück bis zum "schwarzen Turmsystem“. Dieses kann wiederum östlich umgangen oder auf Bändern in der Westflanke und auf dem Grat überstiegen werden. Wir wählten die Variante auf dem Grat, erstaunlich schöner, fester Fels mit ausgesetzten Kletterstellen III. Man kommt zur letzten, dürftigen Abseilstelle (lediglich zwei dünne Repschnüre um grossen Block...) oberhalb einer Platte und einem Überhang . Abseilen (vorbei an einem neuen Schlaghaken, den einzigen den wir gesehen haben) in die Ostflanke. Absteigend etwas unter der Gratkante traversieren (grosse, lose Blöcke!), dann ein kurzes Stück auf dem Grat ins Schalijoch
Von da über leichte Felsen oder im Schnee zum Schalijoch und in 5 min hinauf zum Schalijochbiwak.



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