Offener Brief an die Kanzlerin bez. Klimawandel


Publiziert von danueggel, 2. August 2009 um 17:56. Diese Seite wurde 437 mal angezeigt.

Bemerkenswerte Reaktion von wisschenschaflicher Seite her auf die "Klimahysterie" in einem offenen Brief an Angela Merkel. Möge sich jeder seine eigene Meinung bilden...




Kommentare (6)


Kommentar hinzufügen

Alpin_Rise hat gesagt: Klimarealisten
Gesendet am 2. August 2009 um 18:37
Zitat aus dem "offenen Brief":
"Gäbe es das Internet nicht, könnten sich die Klimarealisten kaum Gehör verschaffen, denn ihre kritischen Beiträge werden nur noch selten veröffentlicht." Warum wohl?
"Es ist bitter, feststellen zu müssen, wie sich unsere Medien weiterentwickelt haben: In früheren Diktaturen wurde ihnen mitgeteilt, was nicht berichtenswert sei, heutzutage wissen sie es leider ohne Anweisungen."
Willkommen in der Diktatur der Klimarealisten?

Die selbst ernannten Klimarealisten dürfen sich gerne mal die Gletscher in den Alpen anschauen und mit 50 jährigen Fotografien verleichen.
Das Ganze ist ja scheinbar kein Problem, da "sich die Atmosphäre seit 1998 – also seit 10 Jahren – nicht weiter erwärmt und seit 2003 wird es sogar wieder deutlich kühler"
Wer erinnert sich an den Hitzesommer 2003?

Wie Danueggel bemerkt: Möge sich jeder seine eigene Meinung über die "Klimarealisten" bilden...

danueggel hat gesagt: RE:Klimarealisten
Gesendet am 2. August 2009 um 18:59
Ich bin trotz den polemischen Äusserungen der "Klimarealisten" dankbar für eine andere Sichtweise. Was mich persönlich verwundert, ist dass man sich scheinbar selbst von wissenschaftlicher Seite her uneinig scheint, obwohl beide Seiten für sich beanspruchen, nur harte Fakten zu berücksichtigen...

Tatsache ist, das Thema Klimaschutz ist zu einem politischen und ökonomischen Profilierungsthema mit Milliardenwert geworden, was natürlich eine objektive Beurteilung trüben könnte, so viele Interessen stehen mittlerweile auf dem Spiel...

Andererseits ist der Rückgang der Alpengletscher unübersehbar, die "Klimarealisten" würden wohl von "normalen Klimaschwankungen" sprechen.

Hmm...nicht einfach in diesem Dschungel von "wissenschaftlichen" Meinungen den Überblick zu halten und da frage ich mich, ob ich als Nicht-Doktor überhaupt überhaupt noch qualifiziert bin, mir meine Gedanken zu machen...

Sputnik Pro hat gesagt: Kohlenstoffdioxid vermindert definitiv die Wärmerückstrahlung
Gesendet am 2. August 2009 um 20:34
Um als erstes jeden Zweiler zu überzeugen; Kohlenstoffdioxid absorbiert bei Wellenlängen von 2350cm-1 elektromagnetische Strahlung. Diese Wellenlänge liegt im Infraroten. Da Infrarot Wärmestrahlung ist, wird logischerweise bei mehr Kohlenstoffdioxid in der Atmosphäre auch mehr Wärme gespeichtert als wieder in den Weltraum abgestrahlt.

Ein krasses Beispiel einer Treibhausatmosphäre hat der Planet Venus. Hier besteht die Atmosphäre aus 96,5% Kohlenstoffdioxid und der Druck auf der Oberfläche beträgt nahezu 100bar (wie in 1000m Meerestiefe)! Die Schwelsäurewolken vermindern zusätzlich eine Wärmeabstrahlung in Weltraum. Aus diesen Gründen hat die Venus eine Oberflächentemperatur von etwa 460°C! Hätte die Venus eine Atmosphäre so wie die Erde, wäre es auf ihr "nur" zirka 80-100°C (da sie ja bekanntlich näher an der Sonne liegt als die Erde). Dies soll ein weiteres Beispiel der Wärmeabsorbtion von Kohlenstoffdioxid sein.

Aber anders gesehen, eine Erhöhung der Erdtemperatur hat es immer gegeben - es gab ja Zeiten wo in Mitteleuropa tropische Verhältnisse vorherrschte. Ausserdem gab es Zeiten eisiger Kälte über Jahrmillionen in denen erst wieder massive Vulkanausbrüche (mit Aussstoss von Treibhausgasen wie Kohlendioxid) die Atmosphären erhitzen konnten. Ebenfalls kühlte die Atmosphäre durch massive Asteroideneinschläge wegen Freisetzung von viel Staub in die Hochatmosphäre mehrmals in der Erdgeschichte für einige Jahre ab.

Die Abkühlungen brachten oft katastrophale Folgeerscheinungen während die Wärmeperioden einen grossen Artenreichtum hervorbrachten. Wenn die Atmosphäte sich nun wegen dem Kohlenstoffdioxid sich zu erwämen beginnt werden sich einige Arten die sich weniger schnell anpassen können aussterben; die meisten werden sich aber anpassen können oder weiter nördlich und in grössere Höhenlagen abwandern. Ein Bespiel sind einige Pflanzenarten die eigentlich in der Polarregion wachsen aber auch in den Alpen zu finden sind. Nach dem Ende der letzten Eiszeit konnten sie sich im Mitteleuropäischen Tiefland nicht mehr halten und wanderten in höhere Lagen wo jetzt "Polares" Klima herrscht.

Die starke Klimaerwärmung macht aber eindeutig dem Menschen am meisten zu schaffen. Durch die Erwärmung ist mehr Energie in der Atmosphäre die Starkregen, Stärkere Gewitter und Orkane hervorbringt. Ausserdem schmilzt mehr Eis was möglicherweise einen Anstieg der Meereshöhe bewirkt und fruchtbares Land somit überschwemmt. Aus diesem Grund sollte man möglichst wenig fossile Brennstoffe verbrennen - schon in 150-200 Jahren wird es nur noch wenig Erdöl geben: Grundstoff für Medikamente, Kunststoffe und unzählige weitere wichtige Sachen unserer Erungenschaft die wir täglich nutzen. Dann wird die Herstellung sehr teuer, da wir dummerweise den Rohstoff Erdöl nur verbrannt haben...

Deshalb meine Meinung: Nicht jammern und dumm herumpolitisieren, sondern endlich den Kohlenstoffdioxidausstoss reduzieren und alternative Energien benutzen:

- Solarenergie auf jedem Hausdach.
- Windenergie (es gint so viele öde Hochebenen in den Alpen).
- Wasserstoff betriebene Autos (Wasserstoff aus Elektrolyse)
- AKW's (Entsorgung wäre gelöst, nur begreiffen das die Politiker nicht)
- Solarkraftwerke mit Öl-Wasse-Wärmepumpen
- Erdwärme

dabuesse hat gesagt: RE:Kohlenstoffdioxid vermindert definitiv die Wärmerückstrahlung
Gesendet am 2. August 2009 um 21:08
Ja das finde ich auch. Statt gehandelt wird leider immer noch ewig darüber diskutiert ob der Mensch jetzt Schuld ist. oder nicht. Etwas anzweifeln ist auch 100 mal einfacher als etwas zu beweisen.

Es geht ja nicht nur um die Klimaerwärmung, es geht auch um die Ressourcen. Der wunderbare Rohstoff Öl wird einfach in uneffizenten Dreckschleudern verbrannt.

Der gleiche Standart mit weniger Ressourcen sollte der neue Lifestyle sein!

Ideen und Technologien gibt es schon genug heute. Leider wird es nicht gefördert (Erdöllobby lässt grüssen, denn die haben das Geld und die Macht, nicht Greenpeace).

ABoehlen Pro hat gesagt: RE:Kohlenstoffdioxid vermindert definitiv die Wärmerückstrahlung
Gesendet am 3. August 2009 um 06:59
> AKW's (Entsorgung wäre gelöst, nur begreiffen das die Politiker nicht)

Mit diesem Punkt bin ich nicht einverstanden. Ob die Entsorgung gelöst ist, kann ich zwar nicht beurteilen, bei der Urangewinnung werden jedoch erhebliche Mengen fossiler Brennstoffe verbraucht und dadurch CO2 freigesetzt, weil der Aufwand, um das benötigte Uran zu gewinnen je länger je grösser wird. Schon daher kann diese Technologie nicht zur Lösung des Problems beitragen:

"Die Zeiten, in denen Erze mit bis zu 2,5% Urangehalt oder mehr in guten Lagen abgebaut und mit umweltfreundlicher Wasserkraft angereichert werden konnte, sind außerhalb von Kanada längst vorbei. Heute werden Uranlagerstätten mit einem Erzgehalt von im Durchschnitt 0,15 % erschlossen"
(http://www.eurosolar.de)

> Der gleiche Standart mit weniger Ressourcen sollte der neue Lifestyle sein!

Bin auch dieser Meinung. Ein Punkt, der jedoch viel zu selten mitberücksichtigt wird, ist das stetige Anwachsen der Weltbevölkerung. Selbst wenn wir also den gleichen Standard mit weniger Ressourcen halten können, wird der Ressourcenverbrauch im besten Fall trotzdem etwa gleich bleiben, aber kaum abnehmen.

Insgesamt ist die Problematik sehr komplex, daher sind auch Sichweisen wie jene von Friedrich-Karl Ewert durchaus ernst zu nehmen. Schliesslich hat sich in den vergangenen Jahrhunderten das Klima immer wieder teils radikal gewandelt (Stichworte "Mittelalterliche Warmzeit", 9. - 14. Jh. / "kleine Eiszeit" 15. - 19. Jh.). Hierfür kann man unmöglich den Menschen verantwortlich machen. Und gerade während der mittelalterlichen Warmzeit war ja das Klima noch deutlich wärmer als heute und ermöglichte z.B. eine dauerhafte Besiedlung auf Ellesmere Island in der kanadischen Hocharktis. Auch die Alpengletscher dürften während dieser Periode deutlich kleiner gewesen sein als heute...

Alpin_Rise hat gesagt: RE:Kohlenstoffdioxid vermindert definitiv die Wärmerückstrahlung
Gesendet am 3. August 2009 um 13:15
Schlussendlich geht es um die Frage, ob wir alle unsere momentanen Bedürfnisse/Lebensstile mit den Ressourcen unseres Planeten nachhaltig decken können. Die Frage beantworte ich zur Zeit mit nein; eine Veränderung in unserem Lebensstil ist folglich nur eine Frage der Zeit. Offen sind die Umstände, unter welchen dieser Wandel vollzogen wird.

Es ist fatal, wenn uns die "Klimarealisten" weismachen, wir hätten mit dem Klimawandel nichts zu tun; das tönt für mich nach weisser Weste für einen exzessiven Lebensstil.
Wer A) den Menschen aus der Verantwortung für die Vorgänge in unserer Umwelt nimmt, sagt implizit B) wir könnten/müssten nichts ändern - der Verbrauch aller fossilen Brennstoffen ist in dieser Logik das beste, was der Mensch tun kann.

Wessen Motivation und Interessen entspricht es, diese "Klimarealität" zu verbreiten? Wer verdient woran?


Kommentar hinzufügen»