Nachtskitouren: Wieviel Lumen Stirnlampe


Publiziert von Henner, 8. Oktober 2015 um 12:35. Diese Seite wurde 2064 mal angezeigt.

Was für eine Leuchtstärke benutzt ihr für Nachtskitouren?

Bisher verwende ich eine Stirnlampe mit 80 Lumen. Damit kam ich noch ordentlich zurecht. Es könnte aber heller sein, besonders auf weiteren Flächen und im Wald.

Jetzt überlege ich mir eine Stirnlampe mit 500 oder 1000 Lumen anzuschaffen.

Angesichts der Tatsache, dass eine gute Cree LED 5 € kostet, werde ich auch nicht mehr als 20 € ausgeben.

www.ebay.de/itm/381130890112

Da steht die Lampe hätte 2000 Lumen, was sicher etwas übertrieben ist.

Taugt sowas starkes oder blendet man sich? Also ist etwas mit 500 Lumen besser?






Kommentare (11)


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Henner hat gesagt:
Gesendet am 9. Oktober 2015 um 02:26
Ich nehm einfach eine von den großen. Sind die mir zu hell kauf ich die kleine auch noch.

http://www.ebay.de/itm/301633951765 (600 LM) 10,19 €
ohne 1 x 18650 Akku

http://www.ebay.de/itm/360932384390 (1600 LM) 9,68 € ohne 1 x 18650 Akku

http://www.ebay.de/itm/381130890112 (2000 LM) 17,99 €
mit 2 x 18650 Akkus und Ladegeräten

Becks hat gesagt: Dann auch hier :)
Gesendet am 9. Oktober 2015 um 12:07
Mir wurde erst gestern bestätigt dass ich immer etwas zum Meckern finde - so auch "hier".

An der Lampe stört mich zumindest schon das Design. Externes Batteriefach und Kabelgedöns hatte ich nun dreimal (2x Petzl, 1x andere Marke) und in allen Fällen gab es spontan Kabelbruch.
Das Handling solcher Lampen finde ich recht nervig und das Gewicht wäre mir zu hoch. Die Lampe dürfte um die 250g, eher 300g wiegen (mit Akkus).
Die 2000 Lumen hält die Lampe sicher nicht lange durch, allein schon aus Hitzegründen und aufgrund der Batterielaufdauer nicht.

Die krude Beschreibung im Text deutet auf Automatikübersetzung hin, ich vermute das Teil (weil auch keine Marke drauf ist) stammt aus China. Da kann man Glück haben, muss es aber nicht (in Punkto Stabilität, reale/versprochene Leistung,...)

Genug gemault, hier eine Alternative:

http://www.zebralight.com/H600-Mk-II-18650-XM-L2-Headlamp-Cool-White_p_130.html

Zebralight H600 Mk II 18650 XM-L2 Headlamp Cool White

Achtung: es gibt mehrere Varianten (Floody/Spot warm/cold white), die kaltweiss Spotvariante ist die die Du brauchst, die anderen leuchten zwar hübsch den Nahbereich aus aber nicht den Fernbereich (und dazu brauchste die Lumen).

Liegt preislich oberhalb des Limits, ist aber leichter (110g), sitzt gut am Kopf und wackelt nicht, ist garantiert wasserdicht, schlagfest und hat auch Dimmmodi für Hütte und Zelt. Mit der Lampe bin ich ganzjährig auf Nachttouren unterwegs und kann damit auch Geröllfelder auf 50m ausleuchten.

Becks hat gesagt: RE:Dann auch hier :)
Gesendet am 9. Oktober 2015 um 12:27
Zu den "mehr als 20 Euro gebe ich nicht aus":
Das ist Einschätzungssache, wie wichtig einem Licht unterwegs ist, wie sehr man darauf angewiesen ist und wie oft man es nutzt. Wenn ich maximal 1-2x pro Jahr eine Lampe echt nutze (Wegsuche abseits von Pfaden, Routenausleuchtung im Fels und auf dem Gletscher) reicht eine billige Lampe. Ist man öfters unterwegs ist das Geld am falschen Platz gespart.

nprace hat gesagt: Vollmond?
Gesendet am 9. Oktober 2015 um 13:40
Kein Tipp und nicht ganz zum Thema...
Beim Vollmond zu fahren würde ich als einzigartige Erlebnis bezeichnen. Ich dürfte dies bei idealem Schnee im Lideren Gebiet erleben dürfen - gekront vom Prosecco auf dem Gipfel um Mittelnach und kann ohne übertreiben sagen wir sind alles ohne Stirnlampe abgefahren. Also schalt deine Lampe aus da die Lampe ist da oben! :-p
Gruss
N

Winterbaer Pro hat gesagt: Teure Stirnlampen....
Gesendet am 9. Oktober 2015 um 16:31
Wir sind zwar keine "Extrembergsteiger", wie manche hier, aber wir sind fast auf jeder Tour stundenlang auch im Dunkeln unterwegs. Auch bei uns kann eine nicht funktionierende Stirnlampe ggf. eine Katastrophe sein.
Muss eine gute Stirnlampe mindestens 100 Euro kosten, frag ich mich immer wieder? Und was, wenn sie dann nicht mehr geht, weil sie einen Wackelkontakt oder Kabelbruch oder sonst eine Macke hat?

Wir sind seit Jahrzehnten mit den Stirnlampen der "Marke" Crane unterwegs. Insider wissen, wo man sie immer so im August/September kaufen kann. Anmerkung: ich bin leider mit keinem Cent an dem Umsatz dieser Geschäfte beteiligt, es ist eine reine private Empfehlung nach ausgiebigen, langjährigen Tests!!!!!:-)

Das neueste Modell dieser "Serie" hat angegebene Werte von
Leuchtstärke bis 130 Lumen, 90m bei 100% und wiegt mit Batterien (AAA) 71 g mit Akkus 79 g. Außerdem hat sie 3 Jahre Garantie bei einem Preis von nicht mal 10 Euro. Wir benutzen die Eneloop AAA Akkus "High capacity for professional use". Ich lade die Akkus nach jedem Gebrauch und die Lampe hat mich auch nach langen Touren in der Dunkelheit noch nie im Stich gelassen. Sie hat eine 3-Stufen Leuchtstärke und eine Flash-Funktion. Gegen das unbemerkte Selbsteinschalten im Rucksack bewahre ich sie in einer Plastikschachtel (23 g :-)) auf. Braucht man unbedingt eine Lampe mit noch stärkerem Licht oder ist die Marke so wichtig? Warum?

Besonders auf Skitour im Schnee ist das Licht ja sowieso noch mal viel heller. Ein noch grelleres Licht stört dann auch die Umgebung/Tiere noch viel mehr. Wir sind mit der Stirnlampe schon in wirklich stockdunkler Nacht durch die Felsen gekraxelt. Weiß nicht, ob man dazu unbedingt einen Dimmer braucht? Ebenso, um eine Karte zu lesen. Dass die Kabel, wenn die Batterie am Körper getragen werden kann, extrem störanfällig sind, hab ich auch schon gehört. Mir ist es wichtig, dass ich auf jeden Fall ein ausreichendes Licht mit einer zuverlässigen Lampe habe. Notfalls hab ich Ersatzakkus dabei und auch eine Ersatzlampe. Das ist bei dem Gewicht schon drin.

Allzeit schöne, gesunde Touren, notfalls mit Licht:-)!

Becks hat gesagt: RE:Teure Stirnlampen....
Gesendet am 9. Oktober 2015 um 17:26
> Braucht man unbedingt eine Lampe mit noch stärkerem Licht oder ist die Marke so wichtig? Warum?

Die Marke ist Wurst, zu Lichtstärke sag ich nur: es kann nie hell genug sein. Such einmal in einem Geröllfeld mit feuchtem Untergrund nach Steinmännchen, dann bist Du um jedes Lumen dankbar welches die Lampe ausspuckt. Ich kam jetzt in den letzten Jahren durchaus ein paar mal nicht drum herum, für mehrere Gruppen den Weg auszuleuchten weil man mit den anderen Lampen einfach nichts gefunden hat, und zwischen 80, 130 und 800 Lumen (die neue Variante hat fast 1100 Lumen) sind Welten.


Nebenbei: die fragliche ZL braucht kein Schächtelchen, die Endkappe um 180° drehen reicht aus damit sie sich nicht einschaltet. Kabelgedöns hat sie keine, die Lampe ist aus Alu und besitzt einen stabilen Schalter. Ein Kollege hat seine schon mal in der Waschmaschine mit gewaschen - inklusive Akku - was sie problemlos überstanden hat. Und Ersatzakkus sind auch überflüssig auf kürzeren Touren - in dem Modi mit dem ich wandere brennt sie etwa 30 Stunden, im Hüttenmodus > 60 Stunden und im Zeltlesemodus ein paar Monate.

Winterbaer Pro hat gesagt: RE:Teure Stirnlampen....
Gesendet am 9. Oktober 2015 um 18:42
Vielen Dank für die Info!
Jetzt weiß ich wenigstens, welche Stirnlampe man jemandem gut empfehlen kann, der auch nicht von unseren "Qualitätslampen" zu überzeugen ist:-)

Waschmaschinentest ist genial! Ob das meine aushalten würde, möchte ich bezweifeln! Aber da wär halt auch nicht so viel verloren:-)
Ich hab gelesen, dass die Bergwacht bei uns solche "Monster-Strahler" hat, die kosten aber auch ein kleines Vermögen. Bei der Bergwacht finde ich solche Lumenmonster auch angebracht (Personensuche). Ich dachte eigentlich nicht, dass ein "normaler Bergsteiger" das braucht. Aber man lernt ja nie aus:-)

Allzeit schöne Touren!

eva79 hat gesagt:
Gesendet am 9. Oktober 2015 um 20:04
Lupine Piko oder Mammut XSun, letztere ist aber schwerer und sperriger, dafür billiger.
Umsonst ist Lupine allerdings nicht...

Und ja, ich finde auch, dass es nie hell genug sein kann, gerade wenn man früh los muss, die Wegfindung aber nicht trivial ist.
@Becks: hast Du die in den USA bestellt? Die scheint für weniger Geld ja fast ähnliche Lumenleistung zu produzieren.

Henner hat gesagt:
Gesendet am 9. Oktober 2015 um 22:00
Das Design von der Zebralight ist schon sehr einfach und wirkt unzerstörbar. Der Preis ist für mich noch im Bereich des diskussionswürdigen.

Ich suche jetzt eigentlich erstmal was für diesen Winter unter 2000 m. Da fehlt mir einfach was helles, um unbefangener drauf loszufahren, wenn ich im Wald rumkurve. Mit meiner Funzel seh ich immer spät wo es hingeht.

Grundsätzlich tut es da die Chinalösung!

Was mich selber stört, ist das Kabel. Bald kommt da ein Ast drunter und dann muss repariert werden.

Vielleicht mach ich auch doch ein Update meiner Standardlampe und nehm gleich was ordentliches.

Danke für die Rückmeldungen.

Ja, Mondlicht ist gut. Im Aufstieg reicht mir das auf freiem Feld auch manchmal.

Henner hat gesagt:
Gesendet am 10. Oktober 2015 um 02:27
Die Zebralight H600 MkII ist in Europa doch eher über 100 € erhältlich.

Beim Thema LED Strahler scheinen doch einige Qualitätsfaktoren bedenkenswert zu sein.

Im Bereich Markenware werfe ich mal die Fenix HL55 in den Raum. Die hat einen Boost von 900 Lumen für 30 Sekunden zur Orientierung und sonst bis 420 Lumen. Was für die Nachtabfahrt völlig komfortabel sein sollte.

Ist robust, ohne Kabel, 5 Helligkeitsstufen, 57 €.

Für mich ein" Kompromiss" bei dem man im wesentlichen alles kriegt und auf nichts wirklich verzichtet.

Becks hat gesagt: RE:
Gesendet am 10. Oktober 2015 um 05:13
Die Lampe kann man bedenkenlos auch direkt beim Hersteller in Asien kaufen, der ist sauber und liefert was er soll. Bei den Akkus würde ich lokal suchen, insb. auf Aliexpress tummeln sich viele Fälscher.


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