Obwohl der Aufnahmestandort nicht bei allen Aufnahmen genau identisch ist, eignen sich diese 4 Bilder doch bestens, um eine Zeitreise über rund 170 Jahre zu machen:

1. Um 1840 (das genaue Entstehungsjahr dieser Aufnahme von Andreas Friedrich Gerber ist offenbar nicht bekannt, siehe Kommentar hier; danke marvel) gab es noch keinen Bahnhof in Bern. Das Gelände des späteren Kopfbahnhofes, welches durch den Abbruch der vierten Stadtbefestigung entstand, wurde Hundsmatte genannt. Bei den Gebäuden im Vordergrund müsste es sich um die Kavalleriestallungen (links, gemäss [4]) und die Salpeterhütte (rechts, gemäss [3]) handeln. Sie wurden im Rahmen der Arbeiten zum ersten Bahnhof 1856/57 abgerissen. Hinter der Salpeterhütte erkennt man Teile des noch heute bestehenden Burgerspitals und des zugehörigen Kapellentrakts.

2. Der 1860 eröffnete Kopfbahnhof mit seinen 4 Gleisen in einer Aufnahme aus den Anfangsjahren [2]. Hinter dem Christoffelturm sind die Arbeiten an der Überbauung des Areals südlich der Schauplatzgasse (1858 – 1872) im Gang [4].

3. Über 100 Jahre nach dieser Aufnahme war am 25. August 1965 die Parkterrasse bereits fertig gebaut. Dem alten Kopfbahnhof, seit 1891 als Aufnahmegebäude genutzt, stehen zu diesem Zeitpunkt noch 5 Jahre bevor, ehe er endgültig abgerissen wird. In der Bildmitte dominiert der Kapellentrakt und das Burgerspital. Davor sind die Arbeiten an der Perronplatte in Gang. Quelle: Bahnforum.ch

4. Heute stehen von den historischen Bauten noch das Burgerspital und der zugehörige Kapellentrakt. Davor dominieren die Postautostation und die Überdachung, die zur Nordhalle führt. Links das Aufnahmegebäude, seit 2003 mit neuer Fassade.
 


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